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Um ihre Kultur beraubt…(to)

Inseln Amrum und Föhr zeigen gemeinsam “Flagge” für Tibet (Artikel vom 13.03.2008)tibettag

Nach dem Beispiel der bereits in den vergangenen Jahren durchgeführten Sympathiebekundung, bei der Städte, Gemeinden, Ämter und Landkreise in ganz Deutschland am 10. März die Flagge Tibets hissten und damit ihre Solidarität mit dem seit über 50 Jahren besetzten Land bekundeten, wurden auch in diesem Jahr wieder vor den Amtsgebäuden in Wyk und Nebel, sowie erstmals auch vor der Amrum Touristik Wittdün die Tibet-Flagge aufgezogen.
Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus wurde vor drei Jahren in seiner damaligen Funktion als Amrums Amtsvorsteher sogar zum Dank für die Unterstützung der Tibetaner zu einem Empfang beim Dalai Lama, dem geistlichen und politischen Führer der Tibeter, nach Berlin eingeladen. Jungclaus sieht die Menschen auf den Inseln und Halligen durch ihre besondere Insellage und Bedrohung durch Naturgewalten in einer besonderen Verbindung zum tibetischen Volk. Die gewaltlose, versöhnliche Politik des Dalai Lama ist hinsichtlich der großen Unterdrückung des seit 1950 verloren gegangenen Rechts des Volkes auf Selbstbestimmung und Bewahrung seiner kulturellen, religiösen und nationalen Identität schon sehr beeindruckend. Tibet gehört seitdem, dem chinesischen Staatsverband an.
Die Truppen der Volksrepublik China unterjochten das damals noch souveräne Land im Himalaja. Der 10. März 1959 ging für das Volk in die Geschichte ein und lieferte somit den Hintergrund für den heutigen Tibet-Tag. Der Widerstand fand seinen Höhepunkt und die Tibeter erhoben sich in der Hauptstadt Lhasa gegen ihre Unterdrücker. Der Aufstand wurde von den Chinesen brutal niedergeschlagen. Der Dalai Lama floh ins Exil nach Indien.
Heute leben mehr als 120 000 Tibeter aufgrund der politischen Verhältnisse außerhalb ihres Landes. Die Folgen der chinesischen Besetzung lassen sich in erschütternden Fakten zusammenfassen. Mehr als 1‚2 Millionen Tote durch Vertreibung, Haft, Folter, Flucht, 6000 Klöster, Tempel und andere bedeutende Bauwerk wurden währenddessen zerstört, anhaltende Menschenrechtsverletzungen, Ansiedlung von vielen Chinesen per Verordnung und das bestehende Verbot der tibetischen Flagge.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.tibet-initiative.de

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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