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Natur und Kultur erklärt…(to)

Die Informations-Pavillons des Nationalparkamtes in Norddorf und Wittdün konnten pünktlich vor der Saison der Bestimmung übergeben werden (Artikel vom 17.03.2008)

vl. Dieter Karlisch, Armin Jeß, Jens Quedens, Detlef Hansen, Heinrich Johannsen

vl. Dieter Karlisch, Armin Jeß, Jens Quedens, Detlef Hansen, Heinrich Johannsen

In Form einer kleiner Feierstunde wurde der BIS-Pavillon des Nationalparkamtes in Norddorf eingeweiht und steht nun mit einem weiteren Pavillon, der sich am Seezeichenhafen in Wittdün befindet, pünktlich zur bevorstehenden Saison am Endes des Teerdeiches an dem Übergang zur Odde bereit für einen Besuch. Auf neun Tafeln wird dem Betrachter in vier Sprachen, eine Fülle an Informationen über die Natur und Kultur der Insel Amrum dargeboten. Der Pavillon am Seezeichenhafen stellt zudem die Arbeit des Wasser- und Schifffahrtsamtes, Außenbezirk Amrum vor.
Wie der Leiter der Nationalparkverwaltung Dr. Detlef Hansen in seiner Ansprache erklärte, seien die beiden Pavillons ein Teil des sogenannten Besucherinformationssystems (BIS) im Nationalpark, das den Besuchern entlang der Küste Lust auf mehr Naturerlebnis machen soll. Schon lange ist klar, dass man einen größeren Naturschutz erreicht, wenn man anstatt der Verhängung von Verboten lieber Angebote präsentiert. So können die interessierten Urlauber naturverträglich die einmalige Vielfalt des Lebensraums nordfriesisches Wattenmeer erleben, ohne zerstörend in den sensiblen Lebensraum einzugreifen.
Hansen lobte die gute Zusammenarbeit mit den Naturschutzvereinen Öömrang Ferian und Jordsand auf Amrum. Beide Vereine sind mit ihren Informationsstandorten in das Besucher-Informationssystem eingebunden und bieten ein großes Angebot an Informationsveranstaltungen inmitten der Amrumer Natur. Ein weiterer Ausbau des BIS auf Amrum sah Hansen als mittelfristiges Ziel. Ideen und Standorte gäbe es sicherlich ausreichend.
Seit Januar dieses Jahres ist der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein für den Schutz des Lebensraums vor und hinter den Deichen zuständig. Im LKN S-H sind durch die Fusion der einzelnen Betriebe wie ALR, Nationalparkamt, Nationalpark Service GmbH und Teile der staatlichen Umweltämter nunmehr 750 Mitarbeiter beschäftigt.
Der zweite stellvertretende Bürgermeister Norddorfs Heinrich Johannsen bedankte sich für die auf Amrum geleistete Arbeit und sah in den Informationspavillons einen attraktiven Anlaufpunkt für die Spaziergänger, die bei jedem Wetter die Amrumer Natur erleben. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb habe man einen starken Partner gewonnen. Den Gedanken an weitere Standorte für die Information der Gäste griff er auf und konnte sich auch schon verschiedene Stellen hierfür vorstellen.
Der Vorsitzende des Öömrang Ferian Jens Quedens freute sich, dass die Pavillons fertig gestellt werden konnten und somit bereits den Ostergästen einen Einblick in die Amrumer Natur und Kultur gewähren. Für die Lieferung von den eindrucksvollen Bildern und dem Text für die Schautafeln dankte er seinem Bruder Georg Quedens. Die Beharrlichkeit des Vereins, die Texte viersprachig abzubilden, sprich in Deutsch, Englisch, Dänisch und Friesisch, habe das ganze Projekt zwar verzögert, doch seien alle Beteiligten nun über das gute Ergebnis froh.
Quedens betonte, dass der Öömrang Ferian kein ganz typischer Naturschutzverein sei. In diesem Verein werden neben der Umsetzung eines pragmatischen Naturschutzes auch die Belange der Menschen, die in dieser Natur leben, mit dem Erhalt dessen Kultur praktiziert.
Als Bindeglied zwischen den Gästen den Insulanern und dem Naturschutz stehen die zum Teil freiwilligen Mitarbeiter des Öömrang Ferian und dabei vordergründig die Mannschaft um den Leiter des Naturzentrums in Norddorf, Armin Jeß. Quedens dankte den Frauen, die während ihres freiwilligen ökologischen Jahres, beziehungsweise ihres Praktikums sehr viel Arbeit in den pragmatischen Naturschutz auf Amrum investieren. Das Gelingen der nun fertiggestellten Pavillons sei auch ihr Verdienst.
Wie Quedens von der Gemeindevertretung Nebel signalisiert bekommen hat. Sei diese ebenfalls an solch Pavillons interessiert, die dann in Nebel und Steenodde aufgebaut werden sollen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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