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Stürme haben viel Unrat hinterlassen…(to)

Auch die diesjährige Strandreinigung brachte auf der Insel Amrum eine Menge Angespültes zusammen (Artikel vom 19.03.2008)strandrAuch in diesem Jahr hatten die Gemeinden herzlich dazu eingeladen, bei der sogenannten und inselweiten Strandreinigung mitzumachen. So trafen sich die Mitarbeiter der Bauhöfe und in Nebel und Norddorf auch die Bürgermeister und Kommunalpolitiker an den Strandübergängen mit den Helfern, um gemeinsam gegen die angetriebene Nordseefracht vorzugehen. Gleichermaßen wurden aber auch “Müllvorkommen” im Dorf und der Feldmark abgesammelt, berichtete Nebels Bürgermeister Uwe Claußen. Er zeigte sich sehr zu frieden mit dem in diesem Jahr nochmals gesteigerten Engagement. “Wir konnten wiederum eine größere Anzahl an Freiwilligen verzeichnen, unter denen wieder einen hoher Anteil an Gästen war”.
Die Gewichtung des Sammelgutes lag in allen drei Gemeinden wieder auffällig hoch beim Plastikmüll. “Unterstützt wurden wir auch in diesem Jahr von privaten Gespannen und einem Abbruchunternehmer vom Festland, der die Sammelaktion mit seinem riesigen Radlader unterstützte. So konnte der Ablauf wesentlich vereinfacht werden”, so Claußen.
Unter den rund 80 Helfern waren auch in Norddorf wieder viele Gäste berichtete Bürgermeister Peter Koßmann erfreut. Er schätzt die Bereitschaft der treuen Gäste, an den jährlichen Sammelaktionen teilzunehmen sehr hoch ein. Ebenso sei der große Anteil an Kindern sehr erfreulich gewesen, so der Bürgermeister.
Der Bereich vom Quermarkenfeuer bis hin zur Odde wurde von den Helfern gesäubert, so Koßmann. Darunter war auch hier grausig viel Plastikmüll, aber auch Tauwerk und Holz, die durch die Traktorgespanne abtransportiert werden mussten. Die Anlieferungsmenge in der Umschlagstation war wieder enorm. Zwei private Unternehmer sorgten gemeinsam mit zwei Mitgliedern der Gemeindevertretung für eine Aufarbeitung der Bankette entlang der Straße zur Odde, um dem nicht abfließenden Wasser den Weg in die Gräben zu bahnen, freute sich der Bürgermeister.
Im Bereich Wittdün teilten sich die Helfer und Helferinnen auf die Strände und das Dorf auf. So machte sich eine Schar vom Leuchtturm aus auf, um auch hier sehr viele Artikel aus Plastik in jeglicher Form einzusammeln. Aber auch Haushaltsmüll, wie zum Beispiel Glühbirnen und Altglas gehörten dazu. Die Kinder zeigten sich etwas verwundert über die Obst- und Gemüsevorkommen am Strand. Wie schmerzhaft ein rostiger Nagel im Fuß sein kann, versuchten sie sich auszumalen, als sie die behandelten Hölzer aufluden.
Vor der Sammlung informierte Gemeindearbeiter Ralf Gronerth seine Helfer mit einem Flugblatt über die mögliche Gefahr durch die auch auf Amrum angeschwemmten Filterteile aus russischen Armeebeständen. Auf ihrem Kurs über die üblichen Wege durch den Ort und am Deich entlang kam auch hier reichlich Müll zusammen. Jugendfeuerwehrwart Wolfgang Stöck hatte die Sammelaktion für seine Kinder und Jugendlichen auf den Dienstplan geschrieben und so sammelten auch in Wittdün die Mitglieder alles Mögliche, auf was nicht in die Natur gehört. Stöck verzeichnete unter anderem auch Fahrradfelgen in seinem Fundus.
Trotz der höheren Beteiligung zum vorherigen Jahr hätte es sicherlich noch so manchen Vermieter und Geschäftstreibenden aus Wittdün gut zu Gesicht gestanden sich an der Reinhaltung seines “Kapitals”, zu beteiligen. Von den Kommunalpolitikern mal ganz abgesehen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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