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"Mammobil" auf Föhr…(lp)

Anlaufort für Frauen von Föhr und Amrum im Alter zwischen 50 und 69 Jahren (Artikel vom 23.04.2008)mammo

Föhr/Amrum (lp) Auf seinem Weg durch das nördliche Schleswig-Holstein macht das “Mammobil”, die fahrbare Station zur Früherkennung von Brustkrebs, zur Zeit auf dem Wyker Rathausplatz Station. Bis Ende dieses Monats ist es ein Anlaufort für Frauen von Föhr und Amrum im Alter zwischen 50 und 69 Jahren.
Eine Einladung zur Mammographie haben in den vergangenen Wochen rund 1700 Frauen den Inseln, davon über 400 Amrumerinnen in ihren Briefkästen vorgefunden. Durchaus mit gemischten Gefühlen bewegen sie sich zum angegebenen Termin in Richtung Rathausplatz, wo das Mobil unübersehbar geparkt ist. Dass die Prozedur des Durchleuchtens der Brüste nicht gerade angenehm sein wird, ist den Frauen durchaus bewusst, wobei für die Frauen von Amrum bevorzugt am Nachmittag Termine angeboten werden.
Doch im Empfangsbereich des Mammobils wartet bereits die medizinisch-technische Assistentin (MTA)Anke Wriedt, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Brigit Mannsfeld für die örtliche Durchführung des Screening-Programms zuständig ist. Die beiden, die zuvor nachhaltig bei einer Zusatzausbildung für diese Aufgabe geschult wurden, sorgen für eine freundliche und entspannte Atmosphäre bei der Mammographie, die tatsächlich nicht besonders angenehm ist, aber nur wenige Minuten dauert.
“Dieses Screening ist ein tolles Programm”, meint Birgit Mannsfeld, die darauf verweist, dass auf diese Weise Krebserkrankungen erkannt werden können, lange bevor sie zu tasten sind. Es habe sich gezeigt, dass gerade Frauen zwischen 50 und 69 Jahren am häufigsten an Brustkrebs erkranken, und sie können in Zukunft alle zwei Jahre an dieser Kontrolle teilnehmen, die vom Land Schleswig-Holstein und den Krankenkassen finanziert wird.
Die Mammographie wird laut Mannsfeld mit einem sehr modernen Gerät durchgeführt, das extrem wenig Strahlenbelastung verursacht. Die Bilder werden in der Flensburger Diako jeweils von zwei Ärzten begutachtet, und in Zweifelsfällen wird noch ein dritter Arzt hinzugezogen. Aus Flensburg kommt dann auch die Rückmeldung an die Teilnehmerinnen der Aktion.
Sehr zufrieden sind die beiden MTA’s mit der Teilnahme der Insulanerinnen. Etwa 40 Prozent der Angeschriebenen werden nach ihrer Schätzung bis zum Ende der Aktion am 30. April von der Untersuchungsmöglichkeit Gebrauch gemacht haben. “Wir sind hier sehr freundlich aufgenommen worden”, schildert Birgit Mannfeld, “und die Frauen sind sehr froh, dass sie nicht zur Mammographie aufs Festland fahren müssen. Natürlich wüschen sich die Amrumerinnen, dass das Mommobil in zwei Jahren auch auf ihrer Insel einen Halt einlegt.
Für Anke Wriedt und Birgit Mannsfeld ist der Einsatz auf Föhr durchaus auch mit angenehmen Seiten verbunden: Sie nutzten bereits ausführlich die Möglichkeit, die Insel kennenzulernen und bei schönem Wetter den Wyker Strand zu genießen.

C. Leipersberger-Nielsen für Amrum-News

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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