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Neue Ausstellung eröffnet…(to)

 

Die Geschichten des Hark Olufs und Cornelius Peters leben im ehemaligen Dünenbad neu auf…
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Kojenmann Cornelius Peters

Der Öömrang Ferian konnte im Winter seine Ausstellungsräume im ehemaligen Dünenbad mit erheblichen Verbesserungen ausstatten und präsentierte während einer Feierstunde anlässlich des 300. Geburtstages von Hark Olufs die neu gestalteten Räume und eröffnete gleichzeitig die nunmehr zweite Ausstellung “Der Kojenmann – Mensch und Natur im Wattenmeer. Zu diesem Ereignis waren neben Freunden und Personen des öffentlichen Lebens auch 120 auf Amrum lebende Nachkommen Hark Olufs eingeladen worden.
Wie der Vorsitzende des Vereins, Jens Quedens in seiner Ansprache betonte, seien die nunmehr in keinster Weise mehr an den ehemaligen Umkleidebereich des Schwimmbades erinnernden Ausstellungsräume das Ergebnis vieler Stunden Arbeit. Diese leisteten vornehmlich, nicht selten bis Mitternacht, das Team des Naturschutzzentrums um Armin Jeß und die Mitglieder der Arbeitsgruppe zur Gestaltung eines “Museum für maritime Erlebniswelten”. Hierbei zeichnete sich unter anderm Freddy Flor als unermüdlicher “Aktivist” aus. Für weitere Neuerungen vor dem Gebäude zur besseren Kenntlichmachung hat er nach eigenem Bekunden bereits die nächsten Visionen in der Schublade. Den nicht namentlich genannten Helfern und Spendern dankte er für ihr eingebrachtes Engagement. Als “Hauptschuldigen” für die Entstehung dieser hochwertigen Darbietung eines Teils der Amrumer Geschichte, machte Quedens Prof. Dr. habil. Martin Rheinheimer der Syddansk Universitet in Esbjerg verantwortlich. Zum Nulltarif hatte er dem Öömrang Ferian bereits im letzten Jahr all die vorbereiteten Druckvorlagen für die Schautafeln zukommen lassen. Seine seit bereits 15 Jahren währenden Recherchen brachten die Informationen über die Geschichte des Amrumer Hark Olufs zu Tage und auch das Leben des Kojenmann Cornelius Peters wurde so transparent und verständlich aufbereitet. In einem Buch von Rheinheimer – Der Kojenmann- Mensch und Natur im Wattenmeer findet sich die Ausarbeitung einer Amrumer Epoche wieder, Die Geschichte der Seefahrt, Piraterie und des Sklavenhandels im 17. und 18. Jahrhunderts spiegelt sich anhand des Schicksals des 1708 auf Amrum geborenen Hark Olufs wieder. Das Leben des Cornelius Peters als Kojenmann aber auch als Mensch, der von 1836 bis 1892 auf Amrum lebte. Durch sein Tagebuch, das er von 1867 bis zu seinem Tod führte, gibt es einen Einblick in das Leben des 19. Jahrhunderts inmitten des Wattenmeeres. Professor Rheinheimer erklärte den Gästen des Geburtstages die Fülle an dargestellten Informationen und Schaustücken überaus interessant.
In der Ausstellung werden anhand von Schaustücken und erklärenden Tafeln die Möglichkeiten zum Broterwerb in den vier Jahreszeiten dargestellt. Neben dem Entenfang spielen ebenfalls Ackerbau, Jägerei und Fischfang eine Rolle. Erst kurz vor seinem Tod arbeitete Peters auf den Baustellen der boomenden Seehospize.
Inmitten der Ausstellung thront eine Wachsfigur des Cornelius Petersen. Wie Quedens erklärte und dafür seinen besonderen Dank aussprach, habe Saskia Ruth aus Norddorf diese überaus echt aussehende Nachbildung nach nur wenigen vorhandenen Fotos angefertigt.

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Mit der Erweiterung entstanden verschieden Stationen, bei denen sich die Kinder beschäftigen können, um so den Eltern die Ruhe für den Streifzug durch die Geschichte zu geben. Dazu gehören ebenso eine Segelboot-Bastelwerft mit simuliertem Wind, um im Wasserkanal die Boote gegeneinander segeln zu lassen dazu, wie der Raum zur Filmvorführung. Hier bieten sich zusätzliche Hintergrundinformationen auch für Kinder. Wie Armin Jeß erklärte, werde in einem Bereich, in dem zurzeit die Seekistenausstellung des Peter Barrot zu sehen ist, ein weiterer Bereich für Kinder entstehen.

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Die anwesenden Nachkommen von Hark Olufs staunten über den von Wilma Blechenberg gepflegten Stammbaum. In einem Buch, in dem nur die auf Amrum bestehenden Strukturen berücksichtigt sind, bot den Raum, für weitere Eintragungen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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