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So etwas hat Amrum noch nicht gesehen…(ab)

„CRAZY HORST“ auf Amrum Tour (Artikel vom 22.09.2008)

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So etwas hat es auf der Insel bisher noch nicht gegeben. Die Amrumer Band „CRAZY HORST“ bestritt erstmals eine Amrum-Tour. Bei schönen Spätsommer-Wetter ging es einmal über die gesamte Insel, und das an nur einem einzigen Tag. Die vor zwei Jahren gegründete Band die unter dem Motto „to yang to die – to ying für`n Rock`n`Roll“ auftritt, ist bekanntlich für so manche Überraschung gut. „CRAZY HORST“ ist aber auch alles andere als eine gewöhnliche Band. Ziel der Band ist es mit immer mal wechselnder Besetzung aufzutreten und bei den Konzerten nur die Instrumente zu spielen die per Hand zum Veranstaltungsort getragen werden können.

Begonnen hatte die Insel-Tour mit acht Stationen um 12.03 Uhr am Strandübergang in Norddorf. Mit einigen Instrumenten u.a. Gitarre, Mundharmonika und Kontrabass sowie einem ansprechenden „Rockmusik-Repertoire“ heizten „Georch Fogg“ und „Phil del Cobra“ den meist zufällig vorbeikommenden Zuschauern tüchtig ein und sorgten überall für gute Stimmung. Ein Auftritt dauerte ca. 20 Minuten. Als weitere Stationen folgten das Konzert vor dem Kino in Norddorf (12.43 Uhr), an der Strandhalle am Strandübergang Nebel (13.30 Uhr), am Heimatlosenfriedhof in Nebel (14.13 Uhr), am Strandparkplatz in Süddorf (15.09 Uhr), an der „Minimaus“ an der Mole in Steenodde (15.47 Uhr) und vor der Trinkhalle auf der Wandelbahn in Wittdün (16.31 Uhr). Auf die Frage wie man aus solch eine Idee kommt antwortete „Georch Fogg“: „Ich hatte immer schon den Traum gehabt ein eigenes Tour-T-Shirt zu haben“. Das offizielle und limitierte Tour-Shirt konnte auch während der Auftritte erworben werden.

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Das „große Abschlusskonzert“ der Amrum-Tour fand ab 22.00 Uhr in der Amrumer Kult-Kneipe „Blaue Maus“ statt. Der Tag hatte sowohl bei den Musikern als auch den Zuschauern, die teilweise bei allen Auftritten dabei gewesen waren, erste Spuren hinterlassen. Dennoch war die Location bereits gegen 21.00 Uhr gut gefüllt. Dreißig Minuten später sorgte „La Gitorre“ von der Satteldüne als Vorband für Stimmung. Als gegen 22.00 Uhr „CRAZY HORST“ die Bühne betrat, begann der Höhepunkt der Tour. Und „Georch Fogg“ und „Phil del Cobra“ brachten den relativ kleinen Raum ein ums andere mal zum Toben. Es wurde mitgesungen, mitgesummt und sogar einige Wunderkerzen waren zu sehen. Nach knapp zwei Stunden ging das Konzert in der „Blauen Maus“ mit donnerndem Applaus zu Ende. Die Amrum-Tour war ohne Frage eine witzige Idee und eine gelungene Aktion. Und auch in Zukunft können wir von „CRAZY HORST“ noch einiges erwarten.

Verantwortlich für diesen Artikel: Andreas Buzalla

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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