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Gorillas, Antilopen und Mandarinen…(kt)

Die Kinderfachklinik Satteldüne lud zu ihrem ersten Didgeridoo-Konzert ein (Artikel vom 27.10.2008)

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Jürgen Breuninger gab zum Abschluss seines Dideridoo-Workshops an der Kinderfachklinik Satteldüne mit seinen Schülern ein Konzert. Die Idee für das Forschungsprojekt “Didgeridoo & Mukoviszidose” kam von der Physiotherapeutin Inken Voges. Sie hatte für ihre Abschlussarbeit an der Uniklinik Kiel den therapeutischen Einsatz des Didgeridoo zur Steigerung der Lungenfunktionen Mukoviszidose erkrankter Kinder untersucht. Das Zusammenspiel der feinen Vibrationen durch die Tonerzeugung und der Luftdruck zum Spielen des Didgeridoo sollen helfen den Schleim zu lösen und abzuhusten.

Seit 1998 arbeitet Jürgen Breuninger musikalisch mit seinem Didgeridoo und Trommeln mit mehrfach behinderten Menschen zusammen. Inken Voges hat mit dem Didgeridoolehrer, Diplom Sozialpädagogen, Kommunikationstrainer und Drogenberater Jürgen Breuninger seit 2005 das Forschungsprojekt “Didgeridoo & Mukoviszidose”. Den Erfolg ihrer Zusammenarbeit zeigten sie zur Begeisterung einer ausgebuchten Halle auf der Kinderfachklinik Satteldüne. Da kamen kleine und große Kangaroos herein gehüpft, und begannen das erlernte “Alle meine Entchen” mit dem Didgeridoo zu spielen. Es ist eines der ältesten Blasinstrumente der Welt und wurde von den Ureinwohnern Australiens erfunden. Ein von Termiten ausgehüllter Baumstamm entfaltet durch Luftdurchzug unglaublich wundervolle Klänge. Das Windinstrument, das zu der Gruppe von Aerophonen gehört, wird mit einer speziellen Atemtechnik, der Zirkulieratmung, gespielt. Es gibt viele verschiedene Materialien und Formen für das Didgeridoo. Jürgen Breuninger verwendete bei seinem Konzert Regenfall- und Abwasserrohre, die bunt bemalt wurden. Mit großen Augen, die vor Begeisterung leuchteten und einer unheimlichen Energie spielten die Kinder ihr Konzert unter tosendem Applaus. Da wurde von Afrika, Gorillas und Antilopen gesungen und gespielt. Bei dem Lied über Ananas, Kiwis, Schokolade und Mandarinen wurden die kleinen Künstler tatkräftig vom Publikum unterstützt.

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Jürgen Breuninger (vorne) mit seinen Schülern

Das “Duell von Westside und Eastside” musste als Zugabe wiederholt werden. Das musikalische Duell stand an diesem Abend auch für den Kampf der Kinder, die gegen ihre Krankheit alle Energie zusammen nahmen und der Mukoviszidose den “Kampf” ansagten. Lukas, Valentino, David, Eileen und Paola, einige der Kinder hatten einen Soloauftritt, der mit viel Klatschen begleitet wurde. An einen Erfolg des Forschungsprojekts “Didgeridoo & Mukoviszidose” konnte jeder glauben, der die Kinder spielen sah. Mit einer unermüdlichen Motivation und endlosen Leidenschaft waren die Kleinen und Großen dabei ihren Blasinstrumenten mit vollem Volumen Töne zu entlocken, die einen Hauch von Australien in die Kinderfachklinik Satteldüne brachten.

Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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