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Erste Eindrücke aus Cuxhaven…(to)

Nach einer Besichtigung erneuerten die Mitglieder der Insel- und Halligkonferenz ihre Forderung nach einer nationalen Küstenwache. (Artikel vom 30.10.2008)

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Referenten Heyna, Monsees, Liebing, Bernem, Kaping

Am zehnten Jahrestag der Pallas-Havarie kamen die Mitglieder der Insel- und Halligkonferenz mit verschiedenen Gesprächspartnern der Bundes- und Landesebene sowie Experten in Cuxhaven zusammen und diskutierten kontrovers die zurzeit bestehende Sachlage im Zuge ihrer bestehenden Forderung nach der Einrichtung einer nationalen Küstenwache.

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Mitglieder der IuHKo im MSZ

Ziel war es, einen Überblick über den jetzigen Sachstand zu erhalten, der sich nicht auf ein Hörensagen stützt, sondern von den Verantwortlichen direkt dargestellt werden konnte. Hierbei wurde ganz deutlich klar, dass das zurzeit bestehende Netzwerk der Bundes- und Landesbehörden im Bereich See, sprich das gemeinsame Lagezentrum See (GLZ-See) und das installierte Havariekommando von einem Teil der Verantwortlichen als auch von Politikern als gut funktionierend erachtet wird und die Einrichtung einer nationalen Küstenwache nicht als erforderlich angesehen wird.

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Die Oceanic im Hafen von Cuxhaven

Hierbei zeigte der Leiter des Havariekommandos Hans-Werner Monsees auf, dass jetzt schon im eintretenden Ernstfall eine monokratische Führungsstruktur besteht, die es erlaubt direkt auf die Einheiten der Bundes- und Landesbehörden zuzugreifen. In den fünf Jahren des Havariekommandos habe sich das bei zwanzig realen Einsätzen bereits bewährt, so Monsees. Dies war zur Zeit der Pallas-Havarie ein großes Problem.

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Hans-Werner Monsees Leiter des Havariekommandos

Die Insel- und Halligkonferenz sieht allerdings über den Tellerrand der reinen Havarie hinweg und fordert weiterhin eine nationale Küstenwache, um die Küsten von Nord- und Ostsee gegen die tägliche Übermacht von Gefahren und Vergehen der internationalen Schifffahrt vor der „eigenen Haustür“ effektiv und schlagkräftig abzuwenden.

Über den Verlauf der Tagung wird Amrum-News weiter aktuell berichten.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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