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Wetter taugt nicht für schnellen Ablauf…(to)

Das ruhige aber feuchte Wetter der letzten Woche taugte nicht für die Verklammerung der Uferschutzbefestigung an Wittdüns Nordwandelbahn (Artikel vom 10.11.2008)

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An Wittdüns Nordwandelbahn herrscht derzeit reges Treiben. Die im November 2007 im schweren Sturm beschädigte steile Uferschutzmauer wird grunderneuert und durch eine abgeschrägte Uferschutzeinrichtung ersetz. Gleichzeitig werden Sandmassen für den Erhalt des Nordstrandes Wittdüns vorgespült.

Für die abgeflachte Schutzmaßnahme wird eine Pfahlgründung eingebracht, die den Fuß der Böschung bildet. Auf dem angefüllten Sand bildet ein Fließ den Untergrund für die Granitsteine, die wiederum mit einem schnell bindenden Zement untereinander verklammert werden. Doch genau hier liegt das Problem. Die auf einen Zeitraum von vier Wochen festgelegte Baumaßnahme droht aufgrund der feuchten Witterung ihren Zeitplan zu sprengen. Für die Verklammerung durch den in Zwangsmischern angemischten Spezialzement müssen die Steine trocken sein. Dies war in der vergangenen Woche bei dem andauernden Nieselwetter trotz Gebläseheizung nicht zu bewerkstelligen. So waren den Arbeitern vor Ort all zu oft die Hände gebunden. In Anbetracht dessen, das am 09. November 2007 ein Orkan über die Insel hinwegfegte und für große Zerstörungen sorgte, dürfte die Sorge nicht geringer werden, dass die Baumaßnahme eben solch einem Naturereignis ausgesetzt sein könnte und bereits die begonnene Arbeit gefährdet.

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Die im Zuge der Vertiefung des Amrumer Fahrwassers von dem Saugbaggerschiff “ANKE” vorgespülten Sandmassen werden derweil bei Niedrigwasser von einer “Raupe” aufgeschoben. Mit diesen auf 10.000 m3 geplanten Sandmassen soll sichergestellt werden, dass auch nach der Abböschung der Uferschutzeinrichtung ein annehmbarer Strand für die Badegäste vorhanden sein wird. Die zwischenzeitlich geplante Aufspülung per Rohrsystem konnte aufgrund zu hoher Kosten nicht realisiert werden. Stattdessen hat man jetzt das Kettenfahrzeug von der Deicherhöhungsbaustelle in Dagebüll chartern können.

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Die Besorgnis, dass bei einem derartig dunklen Strahl des Saugbaggers mehr Schlick als Sand angespült wird und man einen “Lavastrand” erhält, ist laut Expertenmeinung unbegründet. Die dunklen Bestandteile des Baggerguts werden sich auswaschen und es wird ein einwandfreier Sand zurückbleiben.

Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus zeigt sich erleichtert, dass die Sandvorspülung nun doch noch geklappt hat. Technische Unwegsamkeiten hatten zwischenzeitlich schon das Scheitern dieser Maßnahme angedeutet. Das Zusammentreffen mit den Entscheidungsträgern aus den Ministerien der Landesregierung auf der Insel- und Halligkonferenz in Cuxhaven brachte glücklicherweise die erforderliche Lösung. “Ansonsten wäre für die nächsten Jahre die Chance vertan gewesen” zeigte sich Jungclaus erleichtert.

Für den Bauausschussvorsitzenden Heiko Müller ist es von großer Bedeutung, dass alle Maßnahmen für die Steigerung der Attraktivität Wittdüns Nordstrand und somit der touristischen Nutzung im Zuge der Baumaßnahme umgesetzt werden können. Hierzu gehören zum Beispiel Niedergänge zum Strand, Plattformen für die Aufstellung von Bänken beziehungsweise Strandkörben eine Stranddusche und eine vernünftige Beleuchtung.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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