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Viele Themen standen zur Beratung an…(to)

Neben der Sonderkonferenz zum 10. Jahrestag der Pallas-Havarie hatte die Insel- und Halligkonferenz ihre Mitgliederversammlung abzuhalten (Artikel vom 19.11.2008)

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Der Vorstand

Wie wir bereits berichteten, nahm die Sondersitzung der Insel- und Halligkonferenz (IHKo) anlässlich des zehnten Jahrestages der Havarie des Holzfrachters “Pallas” auf den Sänden vor der Insel Amrum, den medienwirksameren Teil des Tagungstages in Cuxhaven ein. Doch neben dem Thema “mehr Schiffssicherheit auf den Küstengewässern der Bundesrepublik” und der damit verbundenen Forderung nach einer Bündelung der einzelnen Kompetenzen von Bund und Ländern in einer nationalen Küstenwache, galt es auch eine Mitgliederversammlung der IHKo abzuhalten. In der Kugelbakehalle begrüßte der Vorsitzende Helge Jansen die Teilnehmer zu der diesjährigen Herbsttagung, die wieder eine prall gefüllte Tagesordnung aufwies. Dies war nicht zuletzt ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich die IHKo mit einem überaus breiten Tätigkeitsfeld bis weit über die Grenzen der Region Uthlande hinaus befasst.

In einer zusammenfassenden Bewertung der Sonderkonferenz zeigte sich Helge Jansen sehr beeindruckt von dem, was während eines Besuches im “Gemeinsamen Lagezentrum See” (GLZ-See) zu sehen war und was am Nachmittag während der Konferenz zu hören war. Trotz alledem fehle ihm das Vertrauen, das es in einem Notfall wirklich alles so klappt, wie es sollte und dargestellt wurde.

Helge Jansen kritisierte zudem, dass diejenigen, die eine nationale Küstenwache ablehnen, weiterhin keine Erklärung für ihren Standpunkt liefern.

Auch sieht er es als problematisch an, dass trotz eines geplanten Neubaus eines Schleppers, keine Stationierung an der Grenze zu Dänemark vorgesehen ist.

Außerdem stellte er dar, dass ein Zusammenschluss der 4 Bundesbehörden gefordert werden muss.

Der Vorsitzende hatte sich auf die Frage von Amrum-News, ob er das Gefühl habe, dass der Stellenwert der IHKo und ihrer Arbeit bei den entsprechenden Stellen bis hin zu den Ministerien der Bundesregierung entsprechende Anerkennung findet und natürlich auch ernst genommen wird, positiv geäußert. Er fühlte sich in seinem Gefühl allein dadurch bestätigt, dass so viele Verantwortliche der Verwaltungen und Abgeordnete auf Bundes- und Landesebene der Einladung der IHKo nach Cuxhaven gefolgt waren. Am Anfang der Arbeit der IHKo stand sogar die Ablehnung des damaligen Landrats des Kreises Nordfriesland. Für ihn waren wir “aufmüpfige” Insulaner und eine weitere Struktur im Kreis wollte er nicht. Aber auch er musste schnell feststellen, dass die bis in die Tiefe behandelten Themen und die investierte Kraft der gebildeten Fachausschüsse mit nachweislichen Erfolgen ihrer Projekte positive Auswirkungen für die ganze Region vorweisen konnten. Die Vielfalt der Projekte, die zum Beispiel die Sicherung und Erreichbarkeit des Lebensraumes vor den Deichen, die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Region, sowie Tourismus und Naturschutz behandeln, zeigen immer wieder die Notwendigkeit des Zusammenschlusses auf.

Hierbei sei ganz deutlich festzustellen, dass der Zusammenschluss der 26 Gemeinden und zwei Städte der Nordfriesischen Inseln und Halligen und Helgoland, eine viel größere Gewichtung hat, als wenn jeder für sich seine Interessen versuchen würde, durchzusetzen.

Den Mitgliedern, von denen, bedingt durch die Kommunalwahl, einige das erste Mal bei solch einer Mitgliederversammlung waren, wurde durch die Geschäftsführerin Annemarie Lübcke und dem Vorstand eine Übersicht über die laufenden Projekte und den noch in der Planung stehenden Vorhaben gegeben. Hierzu gehörten auch die Darstellung des für 2009 geplanten Haushaltes und die Beratung der einzelnen Stellen.

Zudem standen turnusmäßig Vorstandsahlen an. Der Vorsitzende Helge Jansen stand für eine weitere Periode als Vorsitzender zur Verfügung. Ebenfalls kandidierte Jürgen Jungclaus erneut für den Posten des stellvertretenden Vorsitzen.

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Jansen. Jungclaus

Beide Kandidaten erhielten von den wahlberechtigten Mitgliedern eine einstimmige Bestätigung in ihrem Amt. In der IHKo hatte man sich darauf geeinigt, dass von jeder Insel ein Mitglied im Vorstand sein sollte. Eine Ausnahme gibt es für Sylt, hier sollen aufgrund der Größe zwei Mitglieder im Vorstand vertreten sein. Für das Amt Pellworm ist ein gemeinsamer Vertreter im Vorstand. Von der Versammlung wurden somit für das Amt Pellworm Klaus Jensen, für Föhr Heinz Lorenzen, für Helgoland Frank Botter und als Zweiter für Sylt Manfred Uekermann, letzterer in Abwesenheit, in den Vorstand gewählt beziehungsweise bestätigt.

Des weiteren galt es die Arbeitsausschüsse AG Küstenschutz IKZM und die AG Verkehr/Sicherheit auf See neu zu besetzen. Laut der Satzung müssen die Ausschüsse nicht zwingend mit Mitgliedern der IHKo besetzt sein. Die Zusammensetzung der AG Küstenschutz IKZM stellt sich wie folgt dar. Von Sylt Helge Jansen, Eberhard Eberle und Herr Albrecht, für Pellworm Klaus Jensen, für Amrum Norbert Gades für Föhr Jürgen Schmidt und Herr Jacobsen sowie für Helgoland Herr Rolf Blädel. Den Vorsitz übernimmt Herr Jansen.

Für die AG Verkehr/Sicherheit auf See wurden für Amrum Norbert Gades, für Föhr Jörg Michelsen, für Hooge Mathias Piepgras sowie Frank Botter für Helgoland benannt. Der Vorsitz soll bei der 1 Sitzung der AG besetzt werden.

Geschäftsführerin Annemarie Lübcke konnte für die LAG AktivRegion Uthlande von dem durch das Land genehmigten Antrag berichten.

Am 24. September 2008 hat die Gründungsversammlung des Vereins “LAG AktionRegion Uthlande” stattgefunden. Als Vorsitzender ist Helge Jansen, als 1 stellvertretender Vorsitzender Christian Johannsen und als 2 stellvertretender Vorsitzender Frank Botter gewählt worden. Weitere Vorstandsmitglieder sind Herr Matthias Strasser, Frau Doris Orth, Herr Andreas Koessling, Kirsten Boley-Fleet, Jürgen Jungclaus, Klaus Jensen, Renate Gehrmann, Heinz Uwe Domeyer und Herr Armin Jeß.

Für alle Projekte in der Region stehen zusammen 250.000 € zur Verfügung, über die die Region selbst entscheiden kann. Außerdem ist es möglich ein Leuchtturmprojekt aufzustellen. Hierfür stehen für ganz Schleswig-Holstein 6 Mio. € zur Verfügung. Zusätzlich gibt es auch noch “Oberleuchtturmprojekte”, die im landesweiten Wettbewerb stehen.

Annemarie Lübcke gibt zu bedenken, dass es in der AktivRegion mit Sicherheit viel komplizierter sein wird Projekte abzuwickeln, als es in Regionen Aktiv war.

Am 20. November 2008 wird ein Workshop für die Mitglieder stattfinden. Hier können auch schon die ersten Projekte vorgeschlagen werden.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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