Startseite » Über Land ... » Geschafft…(to)

Geschafft…(to)

Nach einem Komplettumbau eröffnete das Restaurant Seeblick im neuen Gewand (Artikel vom 09.12.2008)

seeblick

Für uns war es wichtig, dass sich unser überaus hoher Anteil an Stammgästen, trotz des großen Umbaus unseres Restaurants, auch nach der Wiedereröffnung im neuen Gewand, nicht fremd fühlt. Das Restaurant verkörperte schon immer eine maritime Bindung zur Insel und das ist auch nach dem Umbau ein großer Bestandteil der Dekoration“, erklären Nicole und Gunnar Hesse vom Hotel Seeblick. In einem fünfwöchigen Umbaumaraton wurden die detaillierten Vorplanungen unter einem enormen Zeitdruck umgesetzt. Nur weil jedes Rädchen des Zahnrades, bestehend aus einer großen Schar von Handwerkern, Helfern, Freunden, der ganzen Familie Hesse und dem eigenen Seeblickteam ineinandergriffen, war dieser knappe Zeitplan überhaupt einzuhalten. Und als wenn die Anspannung noch nicht groß genug erschien, sorgte mittendrin ein Kellerbrand im Hotel für Schlagzeilen. Wie Sachverständige ermittelten, hatte ein Kabelbruch in der Sauna zu einem Feuer mit spektakulärer Rauchentwicklung geführt. Der Brandherd war aus baulicher Sicht gesehen zwar weit genug weg vom Restaurantumbau, doch zogen die Brandgase durch weite Teile des Hotels und ließen noch Schlimmeres befürchten. Für Nicole Hesse war die große Angst bereits zu dem Zeitpunkt gemildert, als klar war, dass keine Personen in Gefahr waren. Der Gestank ist durch ein Spezialunternehmen beseitigt und der Saunabereich ist nun ein Sanierungsfall, doch es wären nicht die echten Seeblicker, wenn sie nicht für ihre Gäste eine adäquate Ersatzlösung gefunden und den geplanten Eröffnungstermin gehalten hätten. Eine Gartensauna wird in der Übergangszeit für entspannte Saunagänge sorgen, so die Inhaberin.

Die lückenlose Vorplanung, schnelle Entscheidungen bei unvorhersehbaren Gegebenheiten, die Disposition von unzähligen Ausstattungsgegenständen und natürlich die konsequente Umsetzung der Architekten Pläne durch die vielen mitwirkenden Fachhandwerker sorgten für das schöne Ergebnis, zeigt sich das junge Ehepaar überzeugt. „Nicht zuletzt die reichhaltige Verpflegung für uns, die Handwerker, hat die vielen Arbeitseinsätze bis in die späten Abendstunden erträglicher gemacht“, berichtet ein Mitwirkender.

seeblick2

Nicole Hesse sieht in der nun abgeschlossenen Umbaumaßnahme ihre ersten Ideen, die sie vor fünf Jahren auf Millimeterpapier gezeichnet hat, bestens umgesetzt. „Wir können durch die frei verschiebbaren Möbel in nur kurzer Zeit, die gewohnt gemütliche Anordnung mit den einzelnen Nischen, Sitzgruppen und vielen maritimen Accessoires aufheben und umgestalten. Dadurch sind wir nun auch in der Lage große Feiern mit bis zu 120 Personen auszurichten, ohne dass wir Insellösungen mit einer gewissen räumlichen Trennung haben. Das war im vorher recht rustikal gehaltenen Stil mit festen Trennwänden und der „Abschottung“ zum Wintergarten hin nicht möglich. In der jetzigen Gestaltung erlebt der Betrachter vom Wintergarten her den Strandbereich, der zum Restaurant in den maritimen Hafenbereich übergeht. Es war mir sehr wichtig, dass die Identifikation mit der Insel und dessen heimischen Gefühlen sich im Restaurant widerspiegelt“, erklärt die Unternehmerin. Gunnar Hesse schwirrten die Detailpläne für bereits Monate vor Baubeginn im Kopf herum. Ihm war klar, dass für diese Maßnahme ein Architekt hinzugezogen werden musste. „Wir wussten nicht, wie sich die neue Decke und die offene Bauweise auf die Akustik auswirken würde. Statische Anforderungen waren zu klären und eine neue Lüftungsanlage mit einem Kreuzwärmetauscher sorgt dafür, dass wir die Energie aus der Abluft nutzen und den speziell im Sommer zu warmen Wintergarten im Klima regulieren können. Die Abstimmung der Beleuchtung vermittelt dem Gast schon beim Betreten in das Restaurant einen warmen und trotzdem hellen Eindruck. Das Ergebnis ist für uns sehr zufriedenstellend“, so der Chef des vier Sterne Hauses. Für das Seeblickserviceteam werden sich aber auch Arbeitserleichterungen ergeben. Die Wege sind verkürzt und deutlich voneinander getrennt worden. Allein der nun fest eingerichtete Buffetraum mit Kühltresen und Servicewegen außerhalb des Gastraumes werden die Vorbereitungsarbeiten ungemein erleichtern.

Das gute Gelingen dieses erneuten Kraftaktes haben sie nicht zuletzt ihrem Architekten Arne Wolfgram, dem guten Seeblickteam und der Mutter beziehungsweise Schwiegermutter Angelika Hesse zu verdanken, sind sich beide einig. „Ab sofort kehrt der 365 Tage Ganzjahresbetrieb wieder zurück und in ein bis zwei Jahren kann man dann den Umbau der Küche anfassen“, schmunzelt Nicole Hesse.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken

Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
Amrumer Fotowettbewerb 2015