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Es wird bei Engpässen bleiben…(to)

Für die Bürger und Gäste in Nebel stellt die Baustelle für den neuen Fahrradweg eine merkliche Belastung dar (Artikel vom 11.12.2008)

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Speziell in der dunklen Jahreszeit stellt eine derart ausgedehnte Baustelle, wie die für den neuen Radweg von Süddorf bis zum Strunwai in Nebel, eine Belastung für das tägliche Verkehrsaufkommen von Fußgängern und Fahrzeugen dar. An Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier wurden bereits Klagen herangetragen, dass die Fußgänger, aufgrund der vor mehreren Wochen ausgekofferten Trasse, die den bis dahin bestehenden Gehweg einschließt, nur über die Straße gehend den Ort erreichen können. Hierbei fühlen sich speziell die älteren Mitbürger sehr unsicher und stark gefährdet, von den besorgten Eltern der Kinder, die diesen Weg zur Schule nutzen müssen, mal ganz abgesehen.

Große Kritik erntet die ausführende Firma auch für den Umstand, dass weite Teile der Straße bereits zu Beginn der Arbeiten im Oktober aufgefräst wurden, obwohl bis dato in diesen Bereichen keinerlei weiterführende Arbeiten ausgeführt wurden. Auf dieser so entstandenen Buckelpiste tun sich regelmäßig durch Auswaschungen tiefe Schlaglöcher auf, die in der Dunkelheit und der eingeengten Fahrbahn zu spät erkannt werden. Diese Löcher werden zwar zweimal in der Woche zugeschaufelt, doch hielten Autofahrer bereits nach der vehementen und geräuschvollen Durchfahrt erschrocken an und kontrollierten ihre Felgen auf Beschädigungen. Ein kontrolliertes Vorbeileiten des Straßenverkehrs im unübersichtlichen Kurvenbereich, der nahezu auf eine Fahrspur eingeengt war, vermissten einige Autofahrer ebenfalls. „In solchen Gefahrenstellen muss doch zumindest eine Baustellenampel her“ so ein genervter Autofahrer, der mit einem entgegenkommenden Fahrzeug fast Blechkontakt gehabt hätte.

Hierzu erklärten der Bauleiter Wolfgang Jacobsen und der vor Ort leitende Schachtmeister Bernd Münsterer der ausführenden Tiefbaufirma, dass die Baustelle in ihren Arbeiten als Ganzes gesehen werden muss. „Der gesamte Streckenbereich ist nach den Vorgaben des Landesbetriebes für Straßenbau und Verkehr abgesichert, als Baustelle beschildert und mit entsprechenden Geschwindigkeitsbeschränkungen versehen. Es ist natürlich auch in unserem eigenen Interesse, einen zügigen Ablauf der Arbeiten ohne Komplikationen zu realisieren. Leider vergessen einige Verkehrsteilnehmer, dass sie sich in einem Baustellenbereich befinden und fahren mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Zweimal in der Woche werden die entstandenen Schlaglöcher beseitigt, um das Gefahrenpotenzial zu reduzieren“ so Münsterer. „Die im Oktober eingesetzte Fräse kann nur wirtschaftlich eingesetzt werden, wenn sie nicht für jedes Teilstück extra wieder auf die Insel geschafft werden muss. Das eingesetzte Modell hat eine höhere Fräsleistung und ist daher nicht kurzfristig zu bekommen. Leider hat sich das Wetter nicht immer von seiner besten Seite gezeigt und die kurze Zeit des Tageslichts ist ebenfalls hinderlich und trotzdem sind wir im Bauzeitenplan“, so Jacobsen. Zurzeit wird am Ortseingang von Süddorf das Baufeld abgeräumt und die Drainage eingebracht. In der nächsten Woche setzen wir dann den Bordstein“, so Münsterer.

Mit den in der vergangenen Woche ausgeführten Asphaltierungsarbeiten entspannt sich die Lage im Bereich der sogenannten Bahnhofskurve, wo die Fahrbahn gen Süden verschränkt wurde, um so auf der Nordseite Platz für den neu entstehenden Fahrradweg zu schaffen. Hier wurde der asphaltierte Bereich der neuen Fahrbahn für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Die Asphaltierung stellt allerdings noch nicht die fertige Oberfläche dar. Hierfür müssen erst wieder mildere Temperaturen vorherrschen, so die Fachleute. „Die Trasse des eigentlichen Fahrradweges hat aber noch keine Freigabe. Ansonsten würden wir in der Pflicht der Verkehrssicherung kommen. Das würde wiederum bedeuten, dass wir für den Winterdienst verantwortlich wären und das ist nicht zu leisten. Wir haben vom 19. Dezember bis zum 19. Januar Weihnachtspause und fangen dann, sofern das Wetter es zulässt, mit zwei Bautrupps wieder an. Der Fertigstellungstermin im Mai wird auf alle Fälle gehalten“, so der Schachtmeister.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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