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Die Aufträge werden erteilt…(to)

Der Bau des Amrumer Jugendzentrums ist nun beschlossene Sache. Der beauftragte Architekt sieht in seinem Bauzeitenplan die bezugsfertige Übergabe noch vor dem Sommer vor. (Artikel vom 02.02.2009)

jz1Der Vorsitzende des Fachausschuss Amrum Jürgen Jungclaus freute sich nach dem Beschluss des Ausschusses zur Vergabe der Aufträge zur Erstellung eines Jugendzentrums auf Amrum, dass nun eine dermaßen langwierige Geschichte ihr glückliches Ende gefunden hat. Sein besonderer Dank ging dabei an die, die in den zurückliegenden zehn Jahren trotz des Wechselbads der Gefühle und der erlebten Widerstände an die Entstehung des Jugendtreffs geglaubt haben. Sie wurden nicht müde, für die Sache einzutreten. Nach der Fertigstellung müsse dann das Gebäude mit Leben und Ideen erfüllt werden, um so dem angedachten Zweck, den Jugendlichen der Insel einen adäquaten Treffpunkt zu bieten, umzusetzen.

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Auf der jetzigen Sitzung wurden die vom Amt Föhr-Amrum geprüften Ergebnisse der Submission den Mitgliedern des Ausschusses verlesen. Die nicht von der Insel kommenden Unternehmen waren auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft worden. Dabei hatte ein Unternehmen zum Beispiel feststellen müssen, dass der Bauplatz für das Gebäude in Nebel auf einer Insel liegt und zudem konnten für die speziellen Bauleistungen seitens des Unternehmens keine Reverenzen vorgewiesen werden. Das Unternehmen verzichtete auf den Zuschlag und zog sein Angebot zurück. Ansonsten wird ein Großteil der Leistungen an Amrumer Firmen vergeben, so das Submissionsergebnis. Mit der Bausumme von 152.070.- Euro liege man leicht über der Planung, so Norbert Gades.

Der lang ersehnte Zuwendungsbescheid des Landes wurde im September vergangenen Jahres in Höhe von 56 000 Euro zum Bau des Jugendzentrums auf Amrum von Norbert Limberg vom Amt für ländliche Räume in Nebel übergeben. Damit machte er den Befürwortern bereits große Hoffnung, dass die Umsetzung in greifbare Nähe gerückt sei.

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Dem Vorsitzenden des Vereins zur Förderung eines Jugendzentrums auf Amrum, Michael Hoff, fällt mit der jetzt beschlossenen Beauftragung ein Stein vom Herzen. Der Wunschtermin, das Gebäude des Jugendzentrums zum zehnjährigen Bestehen des Vereins am 22. März 2009 übernehmen zu können, wird durch die einzuhaltenden Regularien einer öffentlichen Ausschreibung nicht zu realisieren sein. „Wir sind aber schon froh, dass es jetzt endlich so weit ist, dass der Grundstein gelegt werden kann“, so Hoff. Nach der Fertigstellung beginnt für uns dann erst die richtige Arbeit. Mit der Möblierung stehen für den Förderverein, der auch der Betreiber des Jugendzentrums sein wird, die ersten Ausgaben der über die vielen Jahre angesammelten Spendengelder an. Vom Finanzamt wurde gerade erst die Gemeinnützigkeit des Vereins in Frage gestellt. Von der Vereinsgründung vor zehn Jahren bis heute sorgten immer wieder Politik und Bürokratie für Rückschläge. Zweimal spielte der Verein gedanklich sogar mit der Auflösung, so Hoff. Doch viele Amrumer glaubten an das Vorhaben und kämpften mit Engagement und Spenden weiterhin für ein Jugendzentrum. Hierbei traten einige Spender immer wieder mit großzügigen Spenden in Erscheinung. Hier hofft der Vorsitzende auch für die Zukunft auf weitere Zuwendungen, die es dem Verein ermöglichen werden, zusammen mit dem Zuschuss des Amtes, das die Trägerschaft übernommen hat, unter anderem zwei 400 Euro Stellen für die Betreuung des Zentrums und deren Besucher zu finanzieren.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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