Startseite » Über Land ... » Nun wird die Planung in die Tat umgesetzt…(to)

Nun wird die Planung in die Tat umgesetzt…(to)

Der Neubau Nr. 28 der Wyker Dampfschiffs-Reederei wird auf der J.J. Sitas-Werft in Hamburger gebaut. Er soll wahrscheinlich zwei bestehende Schiffseinheiten der Reederei ersetzen. (Artikel vom 30.04.2009)

faehre0409

Die neue Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) wird in Hamburg gebaut. WDR-Geschäftsführer Axel Meynköhn gab auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der J.J. Sitas Werft in Hamburg bekannt, dass entsprechende Verträge mit der Werft unterzeichnet wurden. Das Schiff, eine moderne Doppelend-Fähre, soll innerhalb von zwölf Monaten fertiggestellt werden und an die WDR ausgeliefert werden. Über die Kosten, so Meynköhn, sei mit der Werft Stillschweigen vereinbart worden – nach Informationen von Amrum-News – liegen sie bei etwa 16 Millionen Euro. Mit der nötigen Infrastruktur an Land, hier müssen für die getrennte Be- und Entladung des Auto- und Passagierverkehrs entsprechende Verladerampen gebaut werden, investiert die Region insgesamt rund 20 Millionen Euro, so der Geschäftsführer. Dies sei auch ein guter Grund gewesen, den Neubau bei einer deutschen Werft zu bestellen, um so die große Investition doch noch im eigenen Land einzusetzen zu können.

Mit der jetzt erfolgten Auftragsvergabe kann der Neubau zudem zum geplanten Zeitpunkt in Dienst gestellt werden. Musste doch Ende letzten Jahres die WDR noch von Verzögerungen ausgehen, nachdem sie mit der ursprünglich ins Auge gefassten Werft nicht handelseinig werden konnte. Jetzt profitiert man von der Schifffahrtskrise, die den vor Kurzem noch ausgelasteten Werften leere Auftragsbücher beschert. Seit einem Jahr, so Meynköhn, habe es in ganz Deutschland keinen Schiffsneubau mehr gegeben. “Vor einem Jahr interessierte man sich für den Auftrag solch eine kleine Wattenmeer-Fähre zu bauen, kaum bei den Werften.” Nun stellt der Auftrag für die J.J.Sitas Werft einen wichtigen Auftrag dar. Die Auftragslage ist dermaßen desolat, dass die Werft laut dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Rüdiger Fuchs, ein Drittel ihrer Arbeitskräfte im Neubaugeschäft freisetzen müssen.

Einigkeit herrscht darüber, dass jetzt bei der renommierten Werft, deutsche Qualitätsarbeit eingekauft wird. Diese wird dann mit mehr Kapazität und einem neuen Be- und Entladekonzept die bisherige Bauform der WDR-Fähren ablösen und für einen Zugewinn an Komfort für die Passagiere sorgen, zeigt sich Meynköhn überzeugt. Zudem wird das neue Schiff voraussichtlich zwei Schiffseinheiten der Reederei ersetzen.

„Wir werden in diesem Zuge drei weitere Schiffseinheiten unserer Flotte auf die Möglichkeit des Fußgänger Seitenein- und Ausstiegs, über eine extra Rampe, umbauen lassen. Die MS „Rungholt und MS „Nordfriesland“ werden in einem bedeutsamen Maße und die MS „Schleswig-Holstein“ in einem nötigen Maße umgebaut“, so der Geschäftsführer.

Als reine Spekulation unsererseits muss man bis zur Gesellschafterversammlung im Juni die Vermutung stehen lassen, dass die ältesten Fährschiffe der WDR, die MS „Uthlande“ und die MS „Insel Amrum“ verkauft werden.

 

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

 

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken

Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
Amrumer Fotowettbewerb 2015
Facebook Auto Publish Powered By : XYZScripts.com