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Norddorfer Gemeindevertretung tagte…(ab)

Viele Programmpunkte standen auf der Tagesordnung

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Die Norddorfer Gemeindevertretung traf im Hotel Seeblick zu ihrer jüngsten Sitzung zusammen. Im öffentlichen Teil standen neben den allgemeinen Informationen und der Einwohnerfragestunde u.a. die Stellungnahme zur Bauleitplanung der Gemeinde Wittdün, der Beschluss zum Luftgutachten „Nordseeheilbad“ sowie die einstimmig beschlossene Übertragung der Aufgaben nach dem Bestattungsgesetz auf das Amt Föhr-Amrum auf der Tagesordnung.

Als eines der Hauptthemen an diesem Abend erwies sich das Problem mit der Müllabfuhr in den frühen Morgenstunden. Es wurde berichtet, dass die Firma BIA die für die insulare Müllentsorgung verantwortlich ist, oftmals schon um 6.30 Uhr mit der Entleerung der Mülltonnen beginnt und es wegen der Lärmentwicklung beim entleeren der Mülltonnen zu zahlreichen Beschwerden von Anwohnern und Urlaubsgästen gekommen ist. Als ein möglicher Grund für die frühen Abholzeiten wurde schnell das zu große Tagespensum der Müllabfuhr ausgemacht, das vor einigen Jahren mit der Umstellung von der sechs auf eine fünf Tagewoche entstanden ist. Zur Zeit werden auf Amrum die Orte Norddorf , Nebel und Westerheide sowie Süddorf, Steenodde und Wittdün an jeweils einem Tag vom Müll befreit. Bürgermeister Peter Kossmann versprach sich dem Problem anzunehmen und mit der Müllentsorgungsfirma Kontakt aufzunehmen. Außerdem gab er bekannt, dass in Norddorf ab Mai diesen Jahres wieder die alten Ruhezeiten (Lärmzeiten: morgens bis 8.00 Uhr, mittags von 13.00 bis 15.00 Uhr und abends ab 21.00 Uhr) gelten sollen.

Ausführlich erörtert wurde auch der Bebauungsplan Nr. 8 der Gemeinde Norddorf für einen Bereich auf beiden Seiten des Bräätlun. Für den Hotelstandort Ual Öömrang Wiartshüs wurde ein Aufstellungsbeschluss erstellt. Da ein weiterer Ausbau der bestehenden Hotelanlage aus baulichen Gründen nicht in Frage kommt ist geplant auf der anderen Straßenseite ein Neubau mit einer Betreiberwohnung und bis zu drei Appartements zu errichten. Dieser Neubau soll mit den bereits bestehenden Gebäuden verbunden werden. Durch die Baumaßnahmen soll der Hotelstandort für die zukünftigen touristischen Anforderungen fit gemacht werden, wobei die bestehende Bettenkapazität erhalten bleibt.

Der Antrag auf Zuschuss für Werbemittel für die AmrumTouristik war ein weiteres Hauptthema der Sitzung. Nach Ansicht von Christian Johannsen und Michael Hoff (Vorstand der AmrumTouristik) sei es aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage im Land extrem wichtig im Marketingbereich in die Offensive zu gehen. Wie Johannsen erklärte gehen mit dem seit Jahren steigenden Output auch konstant steigende Kosten einher. Der Etat für solche Ausgaben ist in den vergangenen zwanzig Jahren nahezu gleich geblieben und liegt derzeit bei ca. 36.000 Euro. Daher warb er vor den Gemeindevertretern um die Zustimmung zur Erhöhung des Marketingbeitrags für die AmrumTouristik. Der Betrag in Höhe von 30.000 Euro soll in einen Sonderfond eingezahlt werden, der dann ausschließlich für Marketingmaßnahmen eingesetzt werden soll. Diese Summe wird zusammen von den drei Inselgemeinden Norddorf, Nebel und Wittdün getragen wodurch für jede Gemeinde Kosten von bis zu 10.000 Euro entstehen. Die Norddorfer Gemeindevertretung stimmte dem Antrag einstimmig mit 9 Ja-Stimmen zu. Auch die Gemeinden Nebel und Wittdün haben im Vorfeld bereits ihre grundsätzliche Unterstützung für diesen Sonderfonds erklärt.

Eine erste Idee für eine kurzfristig umzusetzende Marketingaktion mit dem Titel „Den Tag kann man sich schenken!“ stellten Christian Johannsen, Michael Hoff und Kai Quedens auch gleich vor. Dabei handelt es sich um eine Mailaktion an ca. 40.000 Mailadressen die im Pool der AmrumTouristik registriert sind. Ziel sei es so Johannsen, dass jeder teilnehmende Vermieter dem Gast einen Urlaubstag schenkt und somit ein Stück dazu beiträgt, ein attraktives Angebot zu machen. Gleichzeitig machte er aber deutlich, das die AmrumTouristik bei solchen Marketingmaßnahmen auf die Unterstützung der Vermieter angewiesen ist und das es bei ausbleibender Unterstützung der insularen Beherbergungsbetriebe zu einem großen Imageschaden für die Insel kommen kann. Darüber hinaus rief er alle interessierten Vermieter dazu auf, sich bei Fragen oder Anregungen direkt an die AmrumTouristik am Fähranleger zu wenden.

Im nichtöffentlichen Teil wurden anschließend noch Bau-, Personal- und Finanzangelegenheiten besprochen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Andreas Buzalla

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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