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Sozialer Tag 18. Juni 2009…(to)

 

Die Jugendinitiative “Schüler Helfen Leben” organisierte auch in diesem Jahr in ganz Deutschland den “Sozialen Tag” (Artikel vom 19.06.2009) 

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Realschulabschlussklasse mit ihrer Lehrerin Antje Göpfert (vorne)

Die Schülerinitiativen “Schüler Helfen Leben” organisierte auch in diesem Jahr wieder mit großem Erfolg, die bereits seit Jahren durchgeführten Aktionen zur Unterstützung verschiedener Initiativen im Bereich der Jugend- und Bildungsarbeit in Südosteuropa. Dem Aufruf unter dem Motto “Sozialer 18. Juni Tag 2009” Helden bitte melden! waren am gestrigen Tag in ganz Deutschland Schülerinnen und Schüler gefolgt. An diesem Tag stellten sie ihre “Arbeitskraft” in den Dienst von Firmen oder aber auch dem häuslichen Umfeld ein, für die eine geldliche Entlohnung erfolgte. Diese von den an der Aktion beteiligten “Arbeitgebern” gezahlte Summe, die in diesem Jahr von der Organisation auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt wird, soll unter anderem in ein Jugendzentrum in der serbischen Stadt Zajecar fließen. In den vergangenen Jahren unterstütze diese Aktion Hilfsprojekte gleichaltriger Kinder und Jugendlicher in Afrika, Asien, Südamerika und Südosteuropa..

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Auch auf Amrum hatten sich Schüler und Schülerinnen der “Öömrang Skuul” im Vorfelde um einen Job bemüht, bei dem sie dann am Vormittag altersgerechte Arbeit in den verschiedensten Einzelhandelsunternehmen und Handwerksbetrieben erledigen konnten.

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Lehrerin Annelie Hansen hatte sich um die Gesamtorganisation des Projektes an der der Öömrang Skuul gekümmert. Sie zeigte sich sehr zufrieden mit dem Engagement der Schüler und Schülerinnen. Am Aktionstag hatte sie sich auf den Weg gemacht und die einzelnen Betriebe besucht, die sich bereit erklärt hatten, das Projekt zu unterstützen. „Einige waren vorher noch nie ausgesucht worden, andere wiederum zeichnen schon seit Jahren für ihre Teilnahme.

Alle begrüßten die seit 1998 organisierte Hilfe für Kinder und Jugendliche. Manche Betriebe sahen als Nebeneffekt die gute Gelegenheit, den jeweiligen Lehrberuf darzustellen und mögliche Auszubildende für diesen zu begeistern“, berichtete Annelie Hansen.

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Ihre Kollegin Antje Göpfert war mit der gesamten Realschulabschlussklasse ausgezogen, um in der Gemeinde Nebel die Außendienstmitarbeiter des Bauhofes bei ihrer Arbeit zu unterstützen. So konnten sie an diesem Vormittag das Erscheinungsbild des Kurparks rund um das Haus des Gastes positiv beeinflussen. Es wurde Rasen gemäht, Unkraut und Gräser aus den Beeten gezupft, Pflanzen gesetzt, Wege frei gekratzt und gefegt und sogar die aufgestellten Sonnenliegen wurden gewaschen, um sie so für die ruhenden Gäste wieder schick zu machen. Einige unterstützten zudem die Mülltour durch das Gemeindegebiet. Antje Göpfert lobte das Engagement der Jugendlichen, die mit viel Elan bei der Sache waren. Einen positiven Aspekt sah sie auch für die Klassengemeinschaft. Und wie anstrengend Gartenarbeit in gebückter Haltung auf Dauer sein kann, spürte sie am eigenen Rücken. Bürgermeister Bernd Dell-Missier zeigte sich begeistert von der Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler sich im Klassenverband für das Projekt einzusetzen und damit auch noch zum Wohl der Allgemeinheit aktiv zu sein. „Wirklich toll“. Die Gemeinde hat 500,- € für die Aktion bereitgestellt und der Bürgermeister spendierte nach getaner Arbeit noch Kuchen und Getränke.

Wir konnten leider nicht alle besuchen, doch eins wurde schnell klar, alle hatten die Ärmel hochgekrempelt und waren mit Eifer dabei.

Bundesweit tauschten Kinder und Jugendliche von 1111 Schulen für einen Tag die Schulbank gegen einen Job. Schüler aus Schleswig-Holstein waren gestern – wie in jedem Jahr – besonders zahlreich vertreten. „489 Schulen aus dem nördlichsten Bundesland beteiligten sich in diesem Jahr an der Aktion. Der erste “Soziale Tag” fand 1998 in Schleswig-Holstein statt und begründete so eine bemerkenswerte karitative Initiative.

 

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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