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Keine Nachhaltigkeit zu erwarten…(to)

Für den weiteren zügigen Verlauf der Arbeiten zur Sanierung der Mole im Wittdüner Seezeichenhafen, musste im Vorfeld schon einmal ein Spezialschiff aus Hooksiel im Hafenbecken eingesetzt werden.

Hilfe aus HooksielHilfe aus Hooksiel

Dieser 16,46 m lange Schlepper mit seiner Schlickegge brachte die abgelagerten Sedimente ins Schweben, um diese sodann mit dem Ebbstrom aus dem Seezeichenhafen abtransportieren zu lassen. Wie Wolfgang Stöck vom Wasser- und Schifffahrtsamt erklärte, waren die Wassertiefen entlang der zu erneuernden Spundwände nur noch so gering, dass das eingesetzte Arbeitsschwimmponton in dem Bereich des zweiten Bauabschnittes, der im Winter begonnen wird, nicht uneingeschränkt verschleppt hätte werden können. „Wir wollen auf alle Fälle verhindern, dass es zu Verzögerungen im Arbeitsablauf kommen könnte. Der jetzige Bauzeitenplan kann trotz einiger unvorhersehbarer Überraschungen im Unterbau der Mole, die durchaus unliebsamer Natur waren, noch gut gehalten werden“, zeigt sich Stöck überzeugt.

Hafenbecken bei NiedrigwasserHafenbecken bei Niedrigwasser
Der Einsatz der Schlickegge kann dabei allerdings nur als eine Übergangslösung zur Vertiefung des Hafenbeckens gesehen werden, so Stöck. Da wir bis zur „Norderaue“, dem Hauptfahrwasser vor Amrum, kein ausreichendes hydraulisches Gefälle haben, werden sich die Sedimente eher unkontrolliert absetzen und nicht in ihrer Masse den Weg in das tiefe Fahrwasser finden. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass sich die Sedimente im Verlauf der nächsten Monate wieder im Bereich des Hafens einfinden werden. Dieses Verfahren ist in diesem Einsatzfall wirklich nur als vorübergehend zu betrachten. „Wir werden nach der Sanierung der Spundwände den Hafen im Bereich des WSA auf eine Tiefe von 4 Metern unter NN ausbaggern lassen. Diese Ausbaggerung ist derzeit aufgrund der desolaten alten Spundwände aber noch zu riskant“.
Für den Bereich des Sportbootbereichs nutzte der Amrumer Yacht Club das Spezialschiff ebenfalls. Wie der Vorsitzende Arno Schermer erklärte, sei man sich im Vorstand einig gewesen, diese Art des Schlickräumens ausprobieren zu wollen. Mit einem Aufwand von zehn Stunden hatte sich der Schlepper mit seiner Egge an die abgelagerten Schlickmassen gemacht.
„Die Resultate haben uns so zufrieden gestellt, dass wir über einen regelmäßigen Einsatz der Egge nachdenken. Ob wir dafür auf die für nächstes Jahr geplante Ausbaggerung verzichten können, werden die Verhältnisse im kommenden Jahr zeigen. Zum Herbst hin werden wir dann im Vorstand darüber befinden. Einen tidefreien Hafen werden wir wohl nicht erreichen, doch sollen die Zeiten, in denen die Boote den Hafen anlaufen beziehungsweise verlassen können möglichst maximal ausgedehnt sein“, so Schermer.
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