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Rohrinspektion auch im Hausabwassernetz…(to)

Derzeit werden die Abwasserkanäle auf Amrum im Auftrage der Versorgungsbetriebe Amrum dahin gehend überprüft, ob es Schäden am Rohrnetz der Unterwasserwelt gibt.

Kamerawagen im Einsatz

Kamerawagen im Einsatz

Dafür werden die Kanäle mit Hochdruckwasserstrahl gereinigt. Anschließend erfolgt die Untersuchung mit einer Spezialrohrkamera. Dabei sollen eventuelle Schäden im kommunalen Abwassernetz ausfindig gemacht werden. Durch solche Rohrbrüche können sowohl Abwässer ins Grundwasser entweichen oder aber auch Grundwasser ins Abwassernetz eindringen. Beides ist laut der neuen Landesabwassergesetze nicht mehr zulässig. Was nun im kommunalen Abwassernetz durchgeführt wird, besteht auch allen Abwasserinstallationen auf privaten Grund bevor. Die Eigentümer werden bis 2015 einen Nachweis erbracht haben müssen, in dem ein für diese Arbeiten zertifiziertes Unternehmen bestätigt und detailliert dokumentiert, wie es um das Rohrnetz bestellt ist. Bei festgestellten Schäden am Kanalsystem stehen dann Instandsetzungsarbeiten an. Diese Untersuchung wird spätestens nach zwanzig Jahren wiederholt werden müssen.

Die gesetzte Frist für die Untersuchung in Wasserschutzgebieten sei zwar bereits abgelaufen, doch die Landesregierung habe erst im Juni dieses Jahres eine Handlungsempfehlung zur Umsetzung der DIN 1986 Teil 30 herausgegeben. Die kommunalen Abwasserentsorgungsunternehmen, wie auch die Versorgungsbetriebe Amrum waren dazu angehalten, die Eigentümer über ihre Verpflichtung zu informieren.

Bild des Kamerawagens und rechts Wurzel aus einem Kanal

Bild des Kamerawagens und rechts Wurzel aus einem Kanal

„Wir haben 65 Haushalte angeschrieben, die im Wasserschutzgebiet au f Amrum liegen und sie aufgefordert, die entsprechenden Maßnahmen bis zum 31. März 20010 durchführen zu lassen. Da sich das Unternehmen, dass für die Untersuchung des kommunalen Netzes auf der Insel ist förmlich anbiete, haben wir unsere Kontaktdaten den Angeschriebenen mit dem Anschreiben übermittelt. Natürlich kann auch jedes andere zertifizierte Unternehmen für die erforderlichen Untersuchungen beauftragt werden “, erklärt Norbert Gades von den Versorgungsbetrieben. „Alle nun noch nicht angeschriebenen Eigentümer sollten sich nicht auf die Frist 2015 versteifen. Wer jetzt schon seine Untersuchung durchführen lässt, braucht trotzdem erst 2035 die nächste Untersuchung durchführen, zu lassen. Bei der Untersuchung der Hauptwasserkanäle wurden auch die abgehenden Hausanschlüsse eingesehen. Teilweise zeigten sich hier schon massive Einwachsungen von Wurzeln beziehungsweise Installationsfehler und Beschädigungen, die einen ungestörten Ablauf der Abwässer stark behinderten“
Wie Henry Waidhas bestätigte, habe sich die Firma Vollert aus Büdelsdorf bereit erklärt, im Januar einen Mitarbeiter nach Amrum zu schicken, der alle Interessierten in einer Informationsveranstaltung über die Abläufe aufklären möchte und dann vor Ort die Gegebenheiten erfasst, um so jeweils ein Angebot erstellen zu können. „Die Eigentümer wollten natürlich bei ihrem Anruf bereits eine Übersicht über die anstehenden Kosten haben. Dies ist allerdings aufgrund der stark differierenden Gegebenheiten pauschal nicht möglich. Viele konnten zudem über ihr Abwassernetz keine klaren Angaben machen. Sie sollten daher die Zeit bis zum Januar nutzen und möglichst bis dahin, wenn vorhanden, Bestandszeichnungen heraussuchen beziehungsweise zu besorgen. Wir möchten auf keinen Fall, dass sich Firmen auf den Weg nach Amrum machen, die das große Geschäft wittern und letztendlich die Kunden nur abzocken wollen. Solche Scharlatane haben sich auf dem Festland leider nur zu häufig schon gezeigt“ , so die Versorgungsbetriebe Amrum“.
Verantwortlich für den Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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