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Einen großen Schritt weiter …(kt)

Das Heimatmuseum “Öömrang Hüs” in Nebel hat in Form eines Nebengebäudes Gesellschaft bekommen und feierte nun Richtfest.richtfestoeoemrang Seit 1992 ist das alte Friesenhaus aus dem 18. Jahrhundert in den Händen des Öömrang Ferian, dessen Vorsitzender Jens Quedens sich für den Kauf und Erhalt des für die Geschichte und Historie der Amrumer so wichtigen Hauses eingesetzt hat. Eine kleine Gemeinschaft ehrenamtlicher Mitglieder des Vereins betreut das Öömrang Hüs, macht Führungen, schaut nach dem Rechten und richtet die “Dörnsk”, gute Stube, immer herzlich für Hochzeiten her. Neben dem Heimatmuseum ist das Öömrang Hüs Archiv für friesische Schriftstücke, Standesamt und beinhaltet eine von Dr. Martin Segschneider zusammen getragene Ausstellung über die Amrumer Vergangenheit. Er ist Gebietsreferent bei dem Archäologischen Landesamt in Schleswig und hat in akribischer Arbeit sehr bedeutende Funde zusammen getragen. Das “neuste” Ausstellungsstück wurde letztes Jahr gefunden. In dem Wattgebiet südlich von Wittdün ist ein Oberschenkelknochen eines Auerochsen zum Vorschein gekommen, der nach Begutachtung vierzigtausend Jahre alt ist! Das im Aufbau befindliche Nebengebäude soll das Archiv und eine Wohnung für die Sommerbetreuung aufnehmen. Dadurch werden im Öömrang Hüs Räume frei, denen in Zukunft andere Aufgaben zugeteilt werden können. Jan Rümpler und seine Frau Helga setzen sich nicht nur ehrenamtlich sehr aktiv für das Friesenhaus ein, Jan Rümpler hat auch die Bauaufsicht und kümmert sich um die vielen “Kleinigkeiten” die im Laufe eines Jahres so anfallen. “Es musste alles ganz schnell gehen”, erläuterte Jan Rümpler den Verlauf von der Idee bis zur Umsetzung des Nebengebäudes. Bei der Antragstellung und Prüfung aller Zuschüsse war vor allem Armin Jeß, Leiter des Naturzentrums, aktiv beteiligt. Die Zuschüsse, die Armin Jeß für den Öömrang Ferian von der Aktiv Region Uthlande einwerben konnte, übernahmen einen wichtigen finanziellen Teil des Baus. Mit seinem Richtspruch wünschte auch Zimmermeister Olaf Isemann dem neuen Haus alles Gute. Jens Quedens und Jan Rümpler bedankten sich für die gute und schnelle Zusammenarbeit mit den Handwerkern. Nebels Bürgermeister begrüßte den Einsatz des Öömrang Ferians und betonte die Wichtigkeit dieses kleinen Friesenhauses für die Besucher von Außerhalb als auch für die Insulaner selbst. Ein Kulturgut, welches das Leben der Insulaner im alten Amrum zeigt und Dank des unermüdlichen Einsatzes des Öömrang Ferian hoffentlich noch lange für Menschen von heute zu sehen ist. Wie heißt es doch in dem Amrumer Lied: “Dü min tüs, min öömrang lun, leewen mei din aard bestun, wat a feedern üs ferareft, läät`s dach sä dat det ei stareft …” “Du mein Zuhause, mein Amrumer Land, ewig mag deine Art bestehen, was unsere Vorfahren uns vererbt haben, lasst uns sehen, das dies nicht stirb …”
Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Herzlichen Glückwunsch zu dem neuen Gebäude.Es ist ja toll, wie schnell der Gedanke in die Wirklichkeit umgesetzt worden ist.Ich freue mich schon auf den Mai 2010. Viele grüsse von der Elbe – Eva Stoye –

Amrumer Fotowettbewerb 2015
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