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Auf Amrum nach wie vor tabu…(to)

Das inselweite Abbrennverbot gilt auch in diesem Jahr zu Silvester.
Auch in diesem Jahr ändert sich nichts an dem Beschluss der Gemeindevertretungen der zurückliegenden Jahre, generell auf das Abbrennen von pyrotechnischem Feuerwerk der Klasse II zu verzichten. abbrennverbotDies wurde durch die Amtsverwaltung des Amtes Föhr-Amrum per Veröffentlichung nochmals bekräftigt. Bereits durch den ehemaligen Amtsvorsteher des aufgelösten Amt Amrum, Jürgen Jungclaus, wurde ein alljährlicher Appell zur Einhaltung dieses Abbrennverbotes an die Insulaner und die Weihnachtsgäste, die über die Jahreswende Amrum besuchen, gerichtet,
Danach wird nach wie vor die Meinung vertreten, dass Amrum zugunsten der bei den Gästen geschätzten Ruhe zum Jahreswechsel, auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Klasse II verzichten sollte. Von der großen Gefahr für die vielen mit Reet gedeckten Häuser mal ganz abgesehen, so die Argumentation.
Das seit 1981 bestehende Verbot hat somit seine Berechtigung! Und so auch für den bevorstehenden Jahreswechsel die Anordnung, dass auf der gesamten Insel ein generelles Abbrennverbot für alle pyrotechnischen Gegenstände der Klasse II gilt! Hierzu gehören zum Beispiel Raketen, Knallfrösche, Feuertöpfe und andere Kleinfeuerwerke.
Zudem ist das Abbrennen von Signalmunition im gesamten Bereich, auch am Strand, des Amtes Föhr/Amrum strengstens verboten.
Verstöße gegen diese Anordnung können mit Geldbußen von bis zu 10.000 Euro pro Einzelfall geahndet werden. Natürlich gilt das bestehende Abbrennverbot auch für die Zeit vom 02. Januar bis zum 30. Dezember eines jeden Jahres.
Aus gegebenen Anlass sollten Eltern die Vorschriften bei der Handhabe mit Feuerwerkskörpern jeglicher Klassifizierung einhalten auf ihre Kinder dahin gehend einwirken, dass sie nur mit für ihr Alter zugelassenes Feuerwerk sachgemäß hantieren. Erst kürzlich verletzten sich Kinder im Kreis Schleswig/Flensburg beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern dermaßen schwer, dass in einem Fall nur noch die Amputation der Hand eines Jungen möglich war. Im vergangenen Jahr musste sich ein Jugendlicher von Amrum nach dem unsachgemäßen Abbrennen eines Feuerwerkskörpers in Wyk noch vor Silvester, in augenärztliche Behandlung begeben. Gottlob blieben ihm dauerhafte Schäden und der Verlust seines Augenlichts erspart.,
Für Nachtschwärmer wird auch in diesem Jahr wieder ein kostenloser Busliniendienst eingerichtet, sodass die verschiedenen Veranstaltungen auf der Insel bequem erreicht werden können und auch die Heimfahrt zu keinem Abenteuer werden muss. Die genauen Abfahrtzeiten sind dem “Amrum aktuell“ zu entnehmen.
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

4 Kommentare

  1. Wir danken für das konsequente Verbot und hoffen, dass es auch in Zukunft dabei bleibt. Dies einer der vielen Gründe, weshalb wir die Insel seit über 50 Jahren immer wieder besuchen.

    PS. das Kommentarfeld funktioniert nicht gut mit MacOSX

  2. Heute ist der 01.01.2010 und sind sehr glücklich, dass wir Silvester so gut überstanden haben. Seit 5 Jahren hatten wir mal ein entspanntes Silvester, weil hier auf Amrum Knallverbot herrscht. Unser Hund ist sehr glücklich,hatte keine Angst und ist selbst an Silvester nach draußen gegangen. DANKE.

    Wir kommen wieder im Dezember 2010, es hat uns sehr gut gefallen, aber nur, wenn weiter das Knallverbot gilt.

  3. Karl-Heinz Leuschel

    Ein Prosit für das neu Jahr nachträglich, alles Gute.
    iIch finde das Richtig, das auf Ihrer Insel keine Feuerwerks Körper
    abgebrannt werden dürfen.
    Zum eine mal sind bei auf Amrum die leicht entzündbare Dächern
    und zum anderen das Geld das für Feuerwerks Körper verbrannt werden sollte man den Menschen zu kommen lassen die hunger und keine richtigen Dach über den Kopf haben.
    ich denke dabei an die Dritten Welt Menschen,sie laben dahin und unser einer verpulvern das Geld so aus Lux und Tollerei.
    iIst das gerecht?
    Sorry wenn ich jetzt die wunde stelle gtroffen habe sollte.

    Karl-Heinz Leuschel

  4. Einer der Gründe, wieso ich Silvester auf Amrum bisher immer so genossen habe. Feiern muss nicht immer mit massenweise Feuerwerk und Feuerwasser einher kommen. Dass es auch anders geht, und mindestens genauso viel Spaß macht, zeigt diese Insel seit Jahren sehr eindrucksvoll.

    Danke dafür.

    Frank

Amrumer Fotowettbewerb 2015