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Kürzungen mit intelligenten Lösungen…(kt)

Die Insel Amrum befindet sich mitten in dem Weltnaturerbe Wattenmeer.

Für jeden Spaß zu haben, Astrid Damerow im Wettrennen der Milchtüten Segler

Für jeden Spaß zu haben, Astrid Damerow im Wettrennen der Milchtüten Segler

Ein Gebiet, das täglich den Naturgewalten ausgesetzt ist und welches durch seine einmalige Tier- und Pflanzenwelt Menschen begeistert. Davon überzeugte sich Landtagsmitglied und Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Astrid Damerow auf ihrem Inselbesuch im Carl Zeiss Naturzentrum in Norddorf. Erster Vorsitzender des Öömrang Ferian Jens Quedens und Leiter des Naturzentrums Armin Jeß führten die CDU-Landtagsabgeordnete durch die Ausstellungen und überzeugten Sie von der Wichtigkeit der Stellen des Freiwilligen Ökologischen Jahres, FÖJ, auf der Insel Amrum. Mit Hilfe dieser freiwilligen und engagierten Mitarbeiter ist die Arbeit des Carl Zeiss Naturzentrums erst zu “wuppen”. Vielseitige Arbeitsbereiche im Naturschutz gehören neben naturkundlichen Führungen zu dem Tätigkeitsfeld der FÖJler.
Ein von eisigen Winden begleiteter Spaziergang zur Dünenkante mit Blick über den Sandstrand der Insel untermalte auch in der kalten Jahreszeit die Schönheit von Amrum und zeigte Astrid Damerow einen kleinen Teil des Arbeitsfeldes der FÖJler, die ihr einiges zur Entstehungsgeschichte des Strandes erzählten. Bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken kamen die FÖJ Mitarbeiter zu einem persönlichen Gespräch mit Astrid Damerow, die offene Ohren hatte für Fragen und aktuelle Anliegen. Die große Frage nach “finanziellen Kürzungen” lag allen gleich auf der Zunge und musste mit Bedauern der CDU-Landtagsabgeordneten bestätigt werden: “Es wird auf Kürzungen hinaus laufen, aber der FÖJ-Ausschuß sucht nach intelligenten Lösungen. Wir sehen die Notwendigkeit dieser Plätze und uns ist die aussergewöhnliche Leistung der FÖJler im Nationalpark Wattenmeer bewusst.”
Insgesamt gibt es 150 Stellen des Freiwilligen Ökologischen Jahres an der Schleswig-Holsteinischen Küste, allein davon 50 Plätze im Nationalpark Wattenmeer. Die finanziellen Kürzungen würden einen großen Einschnitt für das Naturzentrum bedeuten, da sich der gemeinnützige Verein “Öömrang Ferian” nur aus Spenden finanziert. “Wir sind ausschließlich auf Spenden und Sponsoren angewiesen, Eintrittsgelder können wir nicht erheben. Ohne Zuschüsse wird es sehr schwer, die für uns wichtigen Stellen der FÖJler zu erhalten”, so Armin Jeß.
Ein großer Teil des touristischen Programms auf Amrum führt das Carl Zeiss Naturzentrum mit seinen Informationstouren, Führungen und Erkundungen aus. Die Pflege der Aquarien und der Ausstellungen von Hark Olufs und des Kojenmanns beruhen stark auf der Mithilfe der FÖJler. “Wenn es zu Kürzungen kommen sollte, kann es sein, das nur noch Jugendliche, die von zu Hause zusätzlich unterstützt werden, sich diese Stellen “leisten” können. Für Jugendliche, die auf eigenen Beinen stehen und nicht die finanzielle Spritze von zu Hause bekommen, wären diese Stellen unerreichbar. Wir leben jetzt schon knapp mit dem was wir bekommen”, so Julika Wagenhäuser die seit August 2009 auf Amrum ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr macht. Auch in der kalten Jahreszeit gibt es viel zu tun. Ist grade erst die Kegelrobben-Geburt-Saison erfolgreich abgeschlossen, stehen mit zahlreichen Renovierungsarbeiten im Naturzentrum die nächsten Programmpunkte schon vor der Tür.
Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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