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Warum weiterhin eingeschränkter Fahrplan…?(to)

Auf der Sitzung der Norddorfer Gemeindevertretung wurde von Gemeindevertreter Jens Quedens der Umstand, dass die Wyker Dampfschiffs-Reederei einen zeitweise stark eingeschränkten Fährfahrplan von und zur Insel Amrum fährt, kritisch hinterfragt.

Immer noch beträchtliche Eismengen vor Wittdün...

Immer noch beträchtliche Eismengen vor Wittdün...

Die von Dienstag bis Freitag ausfallenden Frühverbindungen erscheinen aufgrund der Zeitspanne von vier Tagen unglaubwürdig den Niedrigwasserzeiten geschuldet.

„Ich lebe nun seit 65 Jahren auf Amrum und wir haben in der Zeit schon härtere Winter mit mehr Eis gehabt als diesen und trotzdem war der Fahrplan nicht so stark ausgedünnt wie jetzt. Die Linie Dagebüll-Föhr wird ohne Einschränkungen bedient und nach Amrum fallen die Verbindungen reihenweise aus.  Die propagierten Schwierigkeiten beim Anlegen in Wittdün würde man umgehen, wenn die Schiffe in Dagebüll vom Heck her beladen werden würden und sie dann auf den Inseln mit dem Bug an die Anlegestellen fahren würden“. In der Handhabe der Reederei vermutete Quedens sogar eine Ausrede, um Fährabfahrten einsparen zu können.
Speziell zur Biikezeit hätte ein stabiler Fahrplan den Besuchern des Traditionsfestes eine Planungssicherheit gegeben, die sich sicherlich positiv auf die Buchungslage ausgewirkt hätte, so die Gemeindevertreter. Gemeindevertreter Arne Schnoor berichtete allerdings, dass die Absagen der Gäste bei ihm bereits vor 14 Tagen erfolgten. Bürgermeister Peter Koßmann mahnte alle Vermieter an, in solchen Stornierungsfällen, auf eine Ausfallzahlung zu verzichten. Die Gäste die Amrum auch in der Winterzeit besuchen, würden durch solche Forderung nur verprellt und würden im schlimmsten Fall der Insel als Gast ganz verloren gehen, argumentierte Koßmann.
Auf Anfrage bei der Reederei versicherte Geschäftsführer Axel Meynköhn, dass die derzeitige Gestaltung des Fahrplanes den aktuellen Wind, Tide und Eisverhältnissen entspräche. Diese seien nun mal vor Amrum um ein vielfaches schwieriger als vor den Häfen Wyk und Dagebüll. Den Vorwurf absichtliche für eine Ausdünnung des Fährfahrplanes zu sorgen, wies er als absurd zurück.
„In enger Absprache mit den Fährschiffkapitänen arbeiten wir verantwortungsbewusst einen der Sicherheit geschuldeten Fahrplan aus. Im Zweifel werden sich die Kapitäne für die sichere Fahrt entscheiden. Die Erfahrungen der vergangenen Tage haben gezeigt, dass die Hafeneinfahrt von Wittdün sich außerordentlich schwierig darstellt. Wenn dann auch noch der Ostwind für Wasserstände unter dem normalen Niedrigwasser sorgt, verbleibt keinerlei Spielraum zum Navigieren. Sicherlich gibt es immer viele Meinungen an Land, aber die Verantwortung liegt immer noch beim Kapitän. Sobald sich die derzeitige Sondersituation wieder normalisiert, werden wir den gültigen Fahrplan auch bedienen. Aufgrund unserer vorausschauenden Planung und einer stets aktuellen Informationspolitik können sich die Fahrgäste rechtzeitig auf die Änderungen einstellen. Es hat sich bisher noch Niemand über ausgefallene Verbindungen beschwert, was sicherlich unsere Strategie bestätigt“.
fahrplan2Wie schwierig die derzeitige Eislage für die Schifffahrt immer noch ist, zeigte sich erst am Mittwoch. Der Kapitän des Fährschiffes „Rungholt“ musste sein Einlaufmanöver abbrechen, das Schiff wenden und einen neuen Versuch starten. Wie der Leiter der Disposition, Erk Brauer nach Rücksprache mit dem Kapitän erklärte, sei das Eis in der vergangenen Woche wieder viel härter und auch dicker geworden. Die „Rungholt“ habe bei auflaufendem Wasser beim ersten Anlauf so massives Eis vorgefunden, dass bei dem niedrigen Wasserstand der Kurs nicht zu halten gewesen wäre und sich der Schiffsführer für das Wendemanöver entschied. Schon eine Drift durch das Eis von 2 Metern hätte fatale Folgen. Dieser Umstand begrenze sich auf die Einfahrt vor Wittdün. Das eigentliche Anlegen bedarf dann noch ein wenig Ausdauer, um das Eis an der Hebebühne wegzudrücken und zu spülen“, so Brauer
Die Reederei muss durch die Eislage ohnehin enorme Schäden an den Schiffen hinnehmen, die sich in ihrem ganzen Umfang dann in der nächsten Werftliegezeit zeigen werden. Die Unterwasserschiffe sind in den Übergangsbereichen bis aufs blanke Metall abgeschmirgelt. Da die Fähren „Rungholt“ und „Nordfriesland“ vor Wittdün und Dagebüll schon wieder Grundberührungen hatten, können wir nicht riskieren bei Wasserständen, wo es nur noch Eis und Sand gibt, Heldentum zu beweisen. Fällt eine der beiden Fähren aus, wird es für den Fahrplan noch schlechter bestellt sein. Die Uthlande hat bei dieser Eislage kaum eine Chance“, gibt Meynköhn zu bedenken.
Verantwortlich für den Artikel: Thomas Oelers 
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

9 Kommentare

  1. Wie die WDR aktuell mitgeteilt hat, fahren die Fähren zu den Inseln Föhr und Amrum derzeit fahrplanmäßig.
    Aktuelle Hinweise sind auf der Internetseite http://www.faehre.de einsehbar.

  2. ..sehr interessanter artikel…kl anmerkung am rande ..föhr wurde schon immer bevorzugt…und was das verzichten auf die ausfallzahlung angeht…nicht jeder vermieter hat das geld im hintergrund darauf zu verzichten!!!…ausserdem gibt es auch reiserücktritts versicherungen die jeder gast gerne abschliessen kann…es kann immer mal was passieren …und viele vermieter haben nur im sommer die möglichkeit ihr geld zu verdienen.. und da sind die gäste die im winter kommen natürlich wie ein warmer regenschauer……ich hoffe sehr das sich keiner auf den …getreten fühlt…ich hoffe sehr auf eine baldige änderung der wetters,so das sich die etwas angespannte lage wieder normalisieren kann..mit freundlichen grüssen katja hoffmann…

  3. ,Wenn die entsprechende Konkurrenz nicht vorhanden ist, kann man sich natürlich so verhalten.
    Zumindest im Bereich Personenverkehr dürfte eine zweite Reederei, mit kleineren Fahrgastschiffen ohne Fahrzeugtransport, gut ausgelastet sein. Der Bedarf ist gerade im Sommer (u.U. auch zu Silvester, Biiken und Ostern) zweifelsohne gegeben.
    Die Vorteile ggü. der WDR, mit ihren großen Fährschiffen, wären kürze An- und Ablegezeiten, die Möglichkeit flexiblerer Fahrplangestaltung, weniger Tideabhängigkeit, kürzere Fahrzeiten und vor allem mehr Direktverbindungen nach Amrum.
    Gerade für den “Spotan”- und “Kurzurlauber” würde Amrum dadurch an Attraktivität ggü. Föhr gewinnen.
    Denn – was bringt uns ein vielseitiges Veranstaltungsangebot, der Ausbau der Häfen/Anleger für die neue Fähre, wenn letztendlich, bezüglich einer besseren Anbindung – für Amrum!- kaum etwas herausspringt. Bei mindestens zwei Stunden Fahrzeit fünf Minuten früher von der Fähre zu kommen (durch den Seitenausstieg), ist hoffentlich nicht das Argument gewesen!

    Aber auch so mancher Amrumer, der regelmäßig auf das Festland muss, würde kürzere Fahrtzeiten begrüßen!

    Ein weiterer Schwachpunkt bei der Anreise ist, jedoch auch die NEG-Verbindung zwischen Niebüll und Dagebüll.
    Wie kann es angehen, dass der Zug, für eine Strecke von 12 km, eine halbe Stunde braucht? Die Pflicht-Wartezeit am Bahnhof in Niebüll oder Dagebüll nicht eingerechnet.

    Das Monopol der WDR besteht seit Jahren nicht mehr. Es wird Zeit, dass sich hier etwas „bewegt“.

  4. es ist schon schade wenn man seinen urlaub wegen der fähre absagen muss. wir hatten jetzt glück und kamen wenigsten von dagebüll nach amrum pünktlich rüber. aber die rückfahrt war für uns total chaotisch, keine fähre weil gestrichen und somit sämtliche reservierten züge weg. mussten uns dann irgendwie eine fahrtroute zusammenbasteln.da wir nicht um die ecke wohnen sondern aus der nähe von ulm kommen war das natürlich schon übel. wir kamen irgendwann morgens um 1.30 uhr in aalen an und natürlich fährt da kein zug weiter um diese zeit. pech, also wer kann uns abholen, auch schwierig wenn man selbst kein auto besitzt.
    klar gibt es sicher wieder die menschen die jetzt sagen, was müssen die auch um diese jahreszeit nach amrum.
    aber um es mal zu betonen und auch ein lob an die amrumer, ziehe amrum egal zu welchen jahreszeit föhr vor. die meinung teile ich übrigens mit vielen aus meinem bekanntenkreis 🙂
    was die reiserücktrittsversicherung angeht, die greift eben auch nur in besonderen fällen und nicht wenn eine fähre ausfällt, meine erfahrung.

  5. Tja, auch ich habe mich ja schon desöfteren eher kritisch zur WDR geäußert und tue dies hier abermals:
    Sehr auffällig war in den vergangenen Tagen, das bis zum erscheinen dieses Artikels noch ein Ausfall der Fährverbindung Amrum-Föhr-Dagebüll um 9.45 Uhr für Fr. und So.auf der Website der WDR angegeben wurde und plötzlich läuft wieder alles planmäßig. Seien wir doch mal ehrlich jetzt zum Biikebrennen haben wir sowieso damit gerechnet, denn nun kommen ja doch ein paar Gäste auf die Inseln und somit “lohnt” sich der Einsatz der Fähren wohl wieder.
    In meinem Bekanntenkreis wurde schon die Vermutung geäußert, dass man Fähren zwar aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten einspart, aber nun ganz locker die “Eislage” dafür verantwortlich machen kann, ohne das es groß auffällt.
    Ein Schelm wer böses dabei denkt 😉
    Natürlich ist es nicht unbedingt wirtschaftlich eine Handvoll Amrumer nach Föhr zu befördern, aber haben die verantwortlichen auch mal dran gedacht, dass es für manchen Inselbewohner durchaus sehr wichtig sein kann nur mal auf die Nachbarinsel zu kommen und sei es nur, weil man einen Arzttermin wahrnehmen möchte. Wenn man dann ausgerechnet die dafür am ehesten in Frage kommende Verbindung über mehrere Tage ersatzlos streicht, sind derartige Unternehmungen nicht mehr möglich. Wie an anderer Stelle schon mal erwähnt, wird von den Amrumer Fahrgästen der höchste Fahrpreis verlangt und dennoch sind wir stets die ersten die Einschränkungen, Verspätungen und dergleichen hinnehmen müssen. Auf Föhr ist das nicht weiter wild, denn dort gibt es beinahe stündlich Verbindungen in Richtung Festland. Bei uns jedoch hat man den Eindruck, das willkürlich und am tatsächlichen Bedarf vorbei geplant wird . Die Fahrtkosten werden laufend erhöht, aber die Leistung – naja, am besten nicht groß drüber nachdenken, sonst ärgert man sich nur !
    Apropos – als ich vor etwa einer Woche mit der Fähre gefahren bin und wie üblich mal in die Speisekarte guckte, konnte ich zur Kenntnis nehmen das es eine neue Karte gibt. Einige Sachen bekommt man nicht mehr, dafür sind neue dazu gekommen wie z.B. Baguettes mit Salat, Tomate, Gurke etc. mit Salami oder Schinken oder auch ´nem Schnitzel drauf. Preise ab 5.00€ aufwärts, könnte mir aber vorstellen das die ganz gut laufen.
    Für den Pott Kaffee bezahlt man inzwischen stolze 3.10 € und am unglaublichsten fand ich die Preissteigerung bei meinem Glas Coke oder Fanta – vorher 1,80 jetzt sage und schreibe 2,50 € !!!
    Da ist vom Urlaubsbudget einer Familie schnell ein großer Teil schon ausgegeben, bevor man überhaupt einen Fuß auf die Insel gesetzt hat. Wer ´s weiß nimmt sich selber was zu essen bzw. zu trinken mit, sieht man inzwischen immer öfter.
    Ansonsten stimme ich dem Artikel von Ben Jacobs völlig zu –
    aber ändern wird sich auf lange Sicht wohl trotzdem nichts !
    Schade !!!

  6. Nun muß ich doch mal einige Zeilen zu diesem Artikel und die darauf erfolgten Kommentare schreiben!!!
    Zum Artikel selbst:
    Eine Frühverbindung ist für mich “früh”, nicht 9.45 Uhr, 6.15 Uhr fuhr.
    Lang, lang ist es her, dass wir so einen schönen Winter hatten, ob es bei einem so kalten Winter mehr Abfahrten (in dieser Konstilation – Tide, Eisgang und Ostwind) gab, wage ich zu bezweifeln. Aber ich lebe ja auch erst seit 58 Jahren auf den Inseln.
    Auch maße ich mir nicht an den Kapitänen eine An- und Ablegepraxis (Be- bzw. Entlandung) aufzuzeigen, weil ich keine Ahnung davon habe.
    Wieviele Fähren haben Sie, Herr Quedens, bei diesen Bedingungen schon sicher an die Mole gebracht?????
    Also überlassen wir es doch den Fachleuten, heißt Kapitänen!!
    Sind wir doch mal ehrlich: Welcher Unternehmer würde sich anders verhalten, um sein Material (Fähren) zu schützen???????
    Zum Kommentar von Frau Hoffmann:
    Eine Reiserücktrittsversicherung tritt für solche Fälle nicht ein. Aber man kann auch so argumentieren: Ihr habt gebucht, für das Wetter kann ich nichts, aber ich will trotzdem euer Geld, ob ihr wieder kommt oder nicht ist mir doch egal!!!!!
    Warum Wetteränderung? Wir haben Winter, die Kinder freuen sich über den Schnee und wir hatten ja schöne Sonnentage!
    Zum Kommentar von Herrn Jacobs:
    Über Ihr Fachwissen kann ich mir kein Urteil erlauben! Aber glauben Sie tatsächlich, dass ein kleineres Schiff es durch das Eis geschafft hätte Amrum anzulaufen????????
    Flexibler Fahrplan: In jeden Hafen ein Schiff, 5 Fahrgäste kommen und wollen sofort los, und ab dafür. Was sind das denn für Unkosten???????????????????????????????????
    Kürzere Fahrzeiten: Nach meines Wissen dürfen Schiffe und Fähren im Wattenmeer max. 12 Knoten fahren, also was soll da schneller werden ???
    Ausbau der Häfen, hier Seiteneinstieg: Natürlich hat die WDR Interesse daran, dass die Seiteneinstiege kommen, bloß bauen wird sie die dafür benötigten Rampen nicht selber.
    Also die Entscheidung über Bau oder Nichtbau der Rampen lag oder liegt in den Händen der Gemeindevertreter, einige waren dagegen und sind überstimmt worden, also man hätte es verhindern können.
    Monopol der WDR besteht nicht mehr, also ran an den Speck Herr Jacobs, werden Sie Reeder und gründen eine zweite Reederei!!!!!!!!!!!
    Zum Kommentar von Frau Berkemeier:
    Zu den ersten Zeilen Ihres Kommentars möchte ich mich nicht äußern, es zeugt für mich wie eine notorische Antipartie der WDR gegenüber, ob Eislage oder Abfahrten, alles SCH……
    Natürlich ist es wichtig einen Arzttermin wahrzunehmen!!!!
    Es gibt auf Amrum auch Ärzte, aber kein DR. LIDL oder DR. SKY (leider).
    Das es nach und von Föhr mehr Verbindungen gibt, ist doch normal.
    Wieviel Einwohner hat Föhr und wieviele Amrum???
    Die Preise werden logisch immer wieder erhöht, aber warum?
    Die Preise müssen immer einen Genehmigungslauf durch die dafür zuständigen Behörden nehmen. Ich glaube nicht, dass eine andere Reederei darauf verzichten würde!!!!!
    Ups, jetzt bekommt die Restauration noch ihr Fett weg.
    Baguettes auf der Fähre für ca. 5,00 € würde ích nehmen. Was kostet ein Baguett auf Föhr oder Amrum???????
    Pott Kaffee 3,10 € (ca. 1 Kännchen) kostet an Land ca. 3,50 €.
    Bei ihrer Coke – vorher 1,80 € jetzt 2,50 € haben sie aber vergessen, für 1,80 € gab es 0,2l und für 2,50 € gibt es 0,3l -also die hälfte mehr.(müsste dann aber 2,70 € kosten) also ist es billiger.
    Ausserdem möchte ich anmerken, dass nicht die WDR für die Preise in der Restauration verantwortlich ist, sondern der jeweilige Pächter.
    Frau Berkemeier, Sie kritisieren alle Preise auf den Fähren!
    Warum kritisieren Sie nicht mal die überhöhten Preise der hiesigen Kaufleute (EDEKA) oder auch die Handhabung der sog. Sonderangebotsflyer.
    Ich habe schon oft erlebt, dass viele Angebote nicht zu haben waren. (Aussage: Ist leider nicht mitgekommen!!)
    Ich könnte Ihnen 100 Beispiele anzeigen und das Frau Berkemeier sprengt in erster Linie das Buget der Urlauber.
    WARUM KOMMT (ODER DARF) KEIN DISCOUNTER NACH AMRUM ???????????????????????????????????????????????
    Und jetzt Herr Quedens als Gemeindevertreter und alle übrigen Gemeindevertreter/innen kommen sie ins Spiel, machen Sie sich stark für einen Discounter, 90,00 % der Amrumer und Gäste würden Ihnen danken.
    Und noch eins liebe mitmenschen, gewinnt dem Wetter und den daraus entstehenden Schwierigkeiten auch mal etwas schönes ab.
    Amrum ist in diesem Winter 2010 so schön wie schon lange nicht mehr.(siehe Dünen und Wälder und lachende Kindergesichter(unsere Zukunft))
    Ganz nach Dem Motto Trappatonis “ICH HABE FERTIG” Tschüss
    Jens Ingwersen

  7. Den Kommentar von Herrn Ingwersen ist unter aller Kanone.Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht,dass einige Leute zu Fachärzte oder Chemotherapien müssen?Und einen festen Termin haben?Aber Ihre Sorgen sind,warum wir kein Sky oder Lidl haben.Wenn Sie sonst keine anderen Sorgen haben…

  8. Zum Kommentar von Herrn Ingwersen:
    Zunächst mal “Glückwunsch” ein richtiger “Rundumschlag”, den Sie da niedergeschrieben haben. 😉
    Ich möchte aber dennoch ein paar Sachen anmerken.
    Ich persönlich hege keinerlei Antipathie gegenüber der WDR, jedoch muss es gestattet sein als zahlender Kunde auch mal seine Meinung zu gewissen Themen äußern zu dürfen.
    Desweiteren verweisen Sie auf unsere Ärzte vor Ort. Vielen Dank dafür, aber leider können diese mir und sicher auch anderen nicht immer weiterhelfen. Ich beispielweise leide an einer lebensbedrohlichen Erkrankung, die regelmäßige Termine auf dem Festland notwendig macht. Somit bin ich auf einen einigermaßen verläßlichen Fahrplan angewiesen.
    Nun schreiben Sie im selben Satz, wie sehr Sie es bedauern das wir hier auf der Insel keinen Discounter wie Lidl oder Sky haben.
    Da komme ich nun mit Ihrem eigenen Argument, bezüglich der Bevölkerungszahlen auf Föhr, von Ihnen wurde ja darauf verwiesen. So rechnet sich ein Discounter bei uns hier auf Amrum wahrscheinlich nicht, auch wenn es seit Jahren immer wieder Gerüchte darüber gibt, das Lidl hier eine Filiale eröffnen möchte. Nein an Wunder glaub ich nicht mehr – sonst würde ich mir mein persönliches als allererstes wünschen…
    Sie kreiden mir an, ich würde mich über die hohen Preise der WDR und des gastronomischen Angebotes der Fähren beschweren, nutzen aber dieses Forum um “Propaganda” für die Notwendigkeit eines Discounters auf der Insel zu machen.
    Gehört das wirklich hier hin ? Wenn Ihnen wirklich soviel daran liegt, weshalb gründen Sie nicht eine Initiative die vielleicht ja auch mal was bewegen könnte ?
    Ich denke das sich die Einkaufssituation mit dem Ausbau des Amrumer Zentralmarktes schon sehr verbessert hat. Natürlich zahlen wir immer noch auf jeden Artikel unsere “Inselumlage” – aber das ist in kleineren Dörfern auf dem Festland nicht minder der Fall.Mitunter gibt es dort sogar nur einen kleinen Dorfladen mit sehr eingeschränktem Angebot und überteuerten Preisen.
    Da sollten wir uns nicht zu heftig beschweren. Ich kann mich noch an meine ersten Jahre auf der Insel erinnern, als es drei Sorten Brot und zwei Sorten Nudeln gab. Da sind wir doch inzwischen ein ganzes Stück weiter !
    Zum Amrumer Winter kann ich nur sagen – selbstverständlich sieht das ganze toll aus und auch ich war gerne, mit der Kamera bewaffnet, unterwegs um Eindrücke festzuhalten. Inzwischen ist es aber, wie ich persönlich finde, nicht mehr so schön, denn dauernd kämpft man mit der Glätte, auch wenn sich die Gemeinden sehr bemühen dafür zu sorgen das man gut zu Fuß voran kommt. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es insbesondere für ältere Leute schwierig ist und diese in Folge dessen, schon eine ganze Weile kaum noch vor die Tür kommen.
    Es hat eben alles seine zwei Seiten –
    also nichts für Ungut lieber Herr Ingwersen, aber das musste ich noch zum Thema loswerden !
    Noch einen schönen Tag an alle Leser
    Petra Berkemeier

  9. M. Seidenstücker

    Trotz aller hier aufgeführten Argumente von “überteuerten” Preisen, “schlechtem” Wetter (es ist Winter, da darf es auch Winter sein und da wir alle wissen dass in dieser Jahrezeit auch auf Amrum nicht die Hölle los ist, kann man ja auch kurzfristig buchen, wenn man den Urlaub in dieser Jahrezeit schon vom Wetter abhängig machen -möchte-), “Ärger” mit der WDR und auch mit den Fahrplänen und, und, und kommen wir auch dieses Jahr wieder gerne Anfang März nach Amrum. Letztes Jahr haben wir “hier” sogar geheiratet und es war einzigartig.

    Ich frage mich bei so gut wie allen Artikeln, die hier zu diesem Thema geschriebenen wurden wie “gestresst” diese Leute denn ihren Alltag verbringen oder ihren Urlaub beginnen…. ja ob sich diese Personen nicht sogar eigentlich selber viel mehr stressen als das von ihrer Umwelt gerade ausgelöst wird.

    Ich weiß nicht, aber jeder hat doch die Wahl, egal ob es um dem Pott Kaffee geht, das Essen im Supermarkt, die Auswahl der Urlaubsinsel (wenn Föhr doch so toll und dort alles so viel besser geregelt ist, warum verbringen dann die Meckerer nicht ihren Urlaub einfach dort?!), die Abfahrtszeiten der Fähre usw…
    Ein bisschen von der Akzeptanz und Toleranz die hier jeder für sich “beansprucht” seinem Mitmenschen entgegengebracht wirkt manchmal “Wunder”.

    Allerdings muss ich auch über eine Sache meckern, zum Bericht von Jens Ingwersen:
    in vielen Dingen kann ich Ihnen zustimmen, in anderen denke ich nicht ganz so, aber über ein paar Ihrer Zeilen, nämlich
    “ob ihr wieder kommt oder nicht ist mir doch egal” (und dem dann auch noch mit 5 (!) Ausrufezeichen entsprechenden Nachdruck zu verleihen) war ich sehr, sehr erstaunt. Ich bin mir auch ehrlich gesagt auch noch nicht so sicher ob ich geschockt oder enttäuscht bin das von jemandem zu hören der nach eigenen Angaben seit 58 Jahren auf den Iseln lebt.
    Ich wünsche mir nur, dass sie versuchten stellvertretend für manchen Insulaner zu sprechen und nicht selbst zu dieser “Gattung” Gastgeber gehören und vor allem wünsch ich mir dass diese Gattung stark in der Unterzahl ist, denn noch hab ich mich auf Amrum immer wohl und gern gesehe gefühlt.
    Wir sehen uns dort als Gäste, wollen ganz sicherlich keinen Sonderstatus, bemühen uns in dortige Gepflogenheiten, Regelungen und Verhältnisse einzufügen, daher gehe ich jetzt einmal davon aus, dass wir keinem Gastgeber “ein Dorn” im Auge sein sollten.

Amrumer Fotowettbewerb 2015