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500 Euro für ganz viele Dinge im Jugendzentrum…(to)

Die Jägerschaft Amrum engagiert sich für die Heranwachsenden der Insel und spendete 500 Euro für das Amrumer Jugendzentrum.

Kathrin Hartmann, Holger Lewerentz, Michael Hoff

Kathrin Hartmann, Holger Lewerentz, Michael Hoff

Stellvertretend für die Amrumer Jäger überbrachte Holger Lewerentz dem Vorsitzenden des Vereins zur Gründung eines Jugendzentrums auf Amrum e.V., Michael Hoff und der Leiterin des Jugendzentrums, Kathrin Hartmann, die frohe Kunde und einen symbolischen Scheck über die Summe.

Mit dieser jüngsten Spende knüpft die Jägerschaft Amrum an die schon traditionelle Ausschüttung des Überschusses, des in der Adventszeit von den Jägern veranstalteten Weihnachtsmarktes. Der Verein konnte in den vorangegangenen Jahren unter anderem den Amrumer Kindergärten, dem Mühlenverein, dem Jugendrotkreuz auf Amrum, dem DRK-Ortsverband Amrum, dem ehemaligen Erneuerungsprojekt der Gemeinde Wittdün für den beliebten Hafenspielplatz und im darauffolgenden Jahr für alle Amrumer Spielplätze Unterstützung zukommen lassen. Wie Holger Lewerentz erklärte, habe man beim letzten Markt keine Tombola durchgeführt. Das habe leider auch auf die diesjährige Spendensumme Auswirkung gehabt.

Michael Hoff freute sich, dass auch nach der Eröffnung des JuZe im Herbst 2009 weitere Spenden eingehen. So kann der Verein wieder finanzielle Kräfte sammeln, um die für dieses Jahr anstehenden Projekte anzugehen. Mit der Einrichtung des Gebäudes war ein bedeutender Teil der über zehn Jahre angesammelten Gelder investiert worden.

Zehn Jahre hatte es gedauert, bis der Verein zur Gründung eines Jugendzentrums den dornigen Weg durch gelebte Kommunalpolitik und unzähligen Hürden durchschritten hatte. Zuspruch und eine große Portion Glaube an die Richtigkeit des Bestrebens haben geholfen, um zum glücklichen Ende zu gelangen. „In diesem Jahr werden wir in die Medienausstattung des JuZe investieren und mit einem Hip-Hop und einem Film-Projekt gleich zwei Großprojekte auf den Weg bringen“, so der Vorsitzende.

„Wir haben mit Kathrin Hartmann einen guten Griff gemacht strahlt Hoff. Der Betrieb des neuen Domizils, das sich vis-à-vis der Mühle auf dem Sportplatz in Nebel befindet, ist nach den Herbstferien gut angelaufen. Für die Organisation und die „sanfte“ Betreuung, sprich Inspiration, der Jugendlichen, die dort ihre Freizeit ein Stück weit gemeinsam gestalten, steht eine halbe Stelle, die jeweils 20 Stunden in der Woche umfasst, zur Verfügung. In dieser Zeit kann Kathrin Hartmann eine Wochenöffnungszeit von 18 Stunden gewähren. Die Zeit verteilt sich dabei auf 4 beziehungsweise 5 Wochentage. Dabei sind die Öffnungszeiten sehr individuell gestaltet und berücksichtigen dabei entsprechend die Erfahrungswerte wie zum Beispiel etwaige Veranstaltungen in der Schule und den Vereinen. „Mich hat es total beeindruckt, wie viele feste Termine die Kinder schon neben der Schule zu bedenken haben. Ob nun Konfirmandenunterricht, Fußball- und Sporttraining, Musikinstrumentenunterricht und so weiter. Hier versuche ich natürlich, soweit es meine Verpflichtung als Mutter einer kleiner Tochter zulässt, flexibel zu reagieren. Wir haben einen Aushang in der Schule eingerichtet und zusätzlich bekommen die Jugendlichen von mir Handzettel für die heimische Pinnwand mit. So sind zur Monatsmitte die Termine bereits für den darauffolgenden Monat festgelegt und geben Planungssicherheit“, so die Jugendarbeiterin.

In der ersten Zeit galt es sich ohnehin an der Akzeptanz der Kinder und Jugendlichen zu orientieren und mit Angeboten ihr Interesse, zu wecken. „Es war für mich auch völlig klar, dass die Jugendlichen mich in meiner Person erst einmal kennenlernen müssen, um dann entsprechend das nötige Vertrauen zu entwickeln. Dies wird durchaus auch für entspannte Gespräche genutzt, bei denen über das Wochengeschehen erzählt wird oder aber auch mal über einen verkorksten Schultag abgelassen werden kann. Nach einer anfänglichen Jungenlastigkeit haben wir im JuZe eine gute Mischung aus Mädchen und Jungen erreicht, die in einem Alter von 13 bis 15 Jahren sind. Mittlerweile werden auch gerne Gruppenaktivitäten umgesetzt, bei denen zum Beispiel alle zusammen Karten spielen. Was noch alles möglich sein wird, ergibt sich sicherlich auch noch individuell. Ich möchte auf keinen Fall mit einem steifen Konzept auflaufen. Gewisse Regeln sind in dem Umgang mit dem JuZe natürlich auch zu beachten“, erklärt die 35-Jährige.

„Heute Abend findet zum Beispiel der zweite Tanzunterricht in diesem Jahr im Jugendzentrum statt. Die gezeigte Begeisterung beim Disco-Fox hat schon richtig Spaß gebracht“.

Verantwortlich für den Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Wie schön zu lesen, dass das neue JZ so gut angenommen wird und auch eine Hauptamtliche Fachkraft dort tätig ist. Schon vor 20 Jahren war der Bedarf bei den Jugendlichen vorhanden, aber…. was lange dauert, wird irgendwann auch gut! Ich freue mich und wünsche Kathrin Hartmann und den Jugendlichen immer ein volles Haus und viele tolle Erlebnisse.

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