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Wassergebundene Wege wurden saniert…(to)

Wie Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier berichtet, wurden die wassergebundenen Wege in der Gemeinde Nebel in diesem Jahr mit einem auf der Insel Amrum erstmalig eingesetzten Verfahren überarbeitet.

Ole Andresen mit Schlepper und SP 21 Anbaugerät

Ole Andresen mit Schlepper und SP 21 Anbaugerät

Dabei ging es den unzähligen Schlaglöchern auf dem ausgedehnten Wegenetz an den „Kragen“. „Die Gemeinde Nebel hat den Lohnunternehmer Ole Andresen aus Norddorf beauftragt die stark gebeutelten Wege zu sanieren. Mit dem Ergebnis sind wir überaus zufrieden. Bereits jetzt zeichnet sich eine wesentlich längere Standzeit der Verkehrsoberflächen ab. Auf unsere Anfrage hatte sich der Unternehmer eine drei Jahre alte Anbaumaschine für seinen Traktor gekauft. Mit dem bisherigen Verfahren, jedes Jahr mit einem „Grader (Straßen bzw. Erdhobel) die Wege lediglich abzuziehen und dabei die Schlaglöcher aufzufüllen, hatte nur wenig Bestand. Bereits nach den ersten Regentagen bildeten sich die ungeliebten Pfützenlöcher wieder aus“, so Nebels Bürgermeister.

Wie der Lohnunternehmer auf Anfrage erklärte, wird in mindestens zwei Arbeitsschritten die Verkehrsoberfläche mit dem „HEN Pflege- und Instandhaltungsgerät S.P.21“, ohne das Auffüllen der Wasserlöcher und Fahrrinnen mit neuem Schottermaterial überarbeitet.
Das Anbaugerät fräst in einem Arbeitsgang die Verschleißschicht auf, vermischt das losgefräste Material neu, um eine homogene neue Verschleißschicht herzustellen. Mit den integrierten Rüttelplatten wird die Verschleißschicht verdichtet. Dabei gelangt feinanteiliges Material an die Oberfläche und lässt in Verbindung mit Feuchtigkeit eine abgeschlossene Verschleißschicht mit einem entsprechenden Wasserablaufprofil entstehen. Schlaglöcher werden bei diesem Verfahren bis zur Sohle aufgefräst und automatisch mit losgefrästem Material gefüllt. Nur so erreicht der Boden wieder seine gleichmäßige Wasserdurchlässigkeit.
„Meine Zufriedenheit mit dem eingesetzten Verfahren wird von den Anwohnern der überarbeiteten Straßen vollends unterstützt. Zwischenzeitlich gab es auch kritische Stimmen, die sich für mein Empfinden als unbegründet darstellen. Ein Weg, der als Allererstes bearbeitet wurde und somit als Versuchsstrecke galt, wird noch nachgebessert. Ansonsten herrscht volle Zufriedenheit und zudem darf man nicht vergessen, dass die Bereiche immer nur aufgefüllt und nie grundlegend bearbeitet wurden. Dabei war die Wahl des Füllgutes zwischenzeitlich alles andere als optimal. Bis diese „Altlasten“ aufgearbeitet sind, wird es sicherlich noch ein oder zwei Überarbeitungen bedürfen. Die Entscheidung, keine Asphalt- beziehungsweise Pflasteroberflächen in den entsprechenden Bereichen zu haben, ist ein Beschluss der Gemeindevertretungen der Gemeinde Nebel und bekräftigt das Flair eines typischen Friesendorfes“, so Dell-Missier.
„Auch die Gemeinde Norddorf hat ihre wassergebundenen Wege überarbeiten lassen“, berichtet Ole Andresen auf unsere Nachfrage. „Neben der Sanierung der Wege sind auch Schlagloch geplagte Parkplatzflächen ein möglicher Einsatzbereich. Lediglich aus Wittdün gab es noch keine Anfrage“.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Amrum erwacht. Na, es geht doch!

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