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Für klare Erkenntnisse vernebelt…(to)

Derzeit führen die im Auftrag der Amrumer Versorgungsbetriebe tätigen Kanalinspekteure für Abwasserleitungen, die dritte Stufe der Untersuchungen des öffentlichen Abwassernetzes durch.

Machen "Dampf"... die Kanalinspekteure

Machen "Dampf"... die Kanalinspekteure

Nachdem sie im Herbst und Frühjahr die kommunale Unterwasserwelt gereinigt und gefilmt haben, galt es nun die Hausabwasseranschlüsse auf die Einleitung von Oberflächenwasser zu kontrollieren.

Hierzu wurden die Rohre mit einer Verneblungsmaschine abschnittsweise mit Qualm beaufschlagt. Die in der Hausinstallation eingesetzten Geruchsverschlüsse, die ansonsten mit einer Wasservorlage den Austritt von Abwassergerüchen verhindern, ließen den Qualm nicht austreten. Doch bei der Einbindung zum Beispiel der Ablaufleitung der Regenrinne stieg dann auch schon mal weißer Rauch aus dem Fallrohr. Hiermit entlarven die Inspekteure Fremdwassereinspeisungen, die laut Satzung nicht erlaubt sind.
„Regen-, beziehungsweise Oberflächenwasser gehört nicht in das Abwassernetz. Es steht dem natürlichen Wasserhaushalt nicht mehr zur Verfügung und treibt das Schmutzwasservolumen unnötig in die Höhe.

In diesem Haus findet kein Konklave statt, sondern die unerlaubte Einleitung von Regenwasser in das Abwassersystem

In diesem Haus findet kein Konklave statt, sondern die unerlaubte Einleitung von Regenwasser in das Abwassersystem

Die Abgaben zur Einleitung des geklärten Wassers in die Nordsee werden unnötig in die Höhe getrieben und belasten dadurch die Kalkulation der Abwasserbeseitigung“, erklären die Versorgungsbetriebe.

Vorstandsmitglied Henry Waidhas konnte noch keine detaillierten Angaben über die Anzahl der unerlaubten Anschlüsse machen, dafür muss er den Abschlussbericht der Kanalinspekteure abwarten. Aber es gibt sie und es gab zwischenzeitlich auch schon besorgte Anrufe wegen des aus dem Dach austretenden Rauchs. Hierbei sei der Rauch aus den Öffnungen der Endstrangbelüftung aus dem Dach getreten und gehörte nicht zu einem befürchteten Dachstuhlbrand.
„Die seit dem Herbst letzten Jahres durchgeführten Untersuchungen am Rohrnetz brachten neben defekten Dichtungen, Wurzeleinwuchs und Absackungen auch durch die Rohre kreuzende Gasleitungen und Erdspieße auf den Bildschirm der Kanalfachleute. Hier sind die Reparaturarbeiten unverzüglich beauftragt worden. Bei der Ausneblung stieg in einem Haus gar Rauch aus den Fugen des Fußbodens auf. Hier wurde bei der Deinstallation eines Abflusses die fachgerechte Abdichtung mit einem Muffenstopfen vergessen,“ konnte Waidhas berichten.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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