Kieslieferung endete mit schwerwiegender Havarie…(to)
Dieses Bild bot sich der Feuerwehr bei ihrer Ankunft...
Seine im Wittdüner Seezeichenhafen an der Brücke des Amrumer Yacht Clubs festgemachte Privatyacht „Ambronia“ wurde von dem aus Wyk stammenden Frachtschiff „Sandshörn“ beim Einlaufen in das Hafenbecken gerammt und dabei so schwer beschädigt, dass sie sank. Nur eine sofort eingeleitete Bergungsaktion, an der die Besatzung des Tonnenlegers „Johann Georg Repsold“, der Kranführer einer Baufirma und die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren Wittdün und Süddorf/Steenodde beteiligt waren, verhinderte eine Umweltverschmutzung durch austretende Schmier- und Treibstoffe.
Die voll beladene „Sandshörn“...
Wie der 28-Jährige Kapitän und auch gleichzeitiger Eigner der „Sandshörn“ Jan Christiansen aus Wrixum auf Föhr auf Anfrage bestätigte, habe das 40,73 Meter lange und 7,15 Meter breite Frachtschiff beim Einlaufen in den Hafen Grundberührung gehabt und sei danach aus dem Ruder gelaufen und mit der „Ambronia“ kollidiert. Die „Sandshörn“ hatte 270 to Kies geladen, der für die Arbeiten zur Sanierung der Hafenmole benötigt wird. „Nach der Kollision habe ich den Unfall sofort bei Polizei und Feuerwehr melden lassen und zudem mit der Besatzung des im Hafen stationierten Seenotrettungskreuzers „Vormann Leiss“ Funkkontakt aufgenommen. Nach dem sicheren Vertäuen des Frachtschiffes an der gegenüberliegenden Mole wollten wir mit unseren Tauchpumpe zur Hilfe eilen, was aufgrund des massiven Wassereinbruchs aber als sinnlos erschien“.
Vorläufiges Sichern um ein weiteres Absacken zu vermeiden...
Auf den Haken genommen...
Dem bewiesenen Feingefühl und enormen seemännischen Können von Kapitän Hinrich Ricklefs und seiner Mannschaft ist maßgeblich der Erfolg des gut dreieinhalb Stunden dauernden Einsatzes, an dem rund 10 Feuerwehrleute im Dauereinsatz waren, zu verdanken“, lobt der Wittdüner Gruppenführer .
Unschöne Geräusche...
Beachtliches Gewicht am Haken...
Schaden an Backbord durch den direkten Kontakt mit der „Sandshörn“...
An Land zeigt sich nun die massive Beschädigung an dem 29 Jahre alten und 10,56 x 3,64 Meter großen Schiff. Durch die Kollision wurde zwar der Bereich der backbordseitigen Scheuerleiste stark beschädigt, dies hätte die Seetüchtigkeit aber nicht aufgehoben, doch durch die Wucht des Zusammenpralls bohrte sich auf der Steuerbordseite ein gebrochener Dalben in das Vorschiff und brach ein fast ein Quadratmeter großes Stück der Bordwand heraus“, erklärt Jakobs enttäuscht.
Den Schaden am Boot, das einen Totalschaden erlitten hat, beziffert er gegenüber der Amrumer Polizei mit rund 50.000 Euro.



Habe das fast “live” miterlebt. Ist mir völlig unverständlich wie es zu dieser Havarie kommen konnte. Schließlich ist Herr Christiansen Berufsschiffer und sollte eigentlich genügend Erfahrung haben einen Hafen anzusteuern.
Für August Jakobs tut es mir besonders leid, da der idelle Wert des Bootes auf keinen Fall zu ersetzen ist.
Aber vielleicht ist ja noch einiges zu retten !