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Die Fundamente wurden geschüttet…(to)

Mit dem Schütten der Ringfundamente für die neue Bauhofhalle der Amrum Touristik Nebel, ist der Anfang getan, um voraussichtlich noch bis zum Spätsommer den Hallenbau fertigzustellen, überschlägt Bürgermeister Bernd Dell-Missier den Bauverlauf.

Deutliche Aktivitäten...

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Ihm wird es nach dem Umzug des Bauhofes seines Tourismusbetriebes sicherlich leichter ums Herz werden. Denn immer noch steht die Amrum Touristik Nebel in der Pflicht, die Werkstatt ihres Bauhofes in einer neuen Bleibe unterzubringen. Nur durch eine großzügige Schonfrist konnte in den bisherigen Räumen unterhalb des Feuerwehrgerätehauses weiter gewerkelt werden. Schon seit Jahren mahnte die Unfallkasse Schleswig-Holstein die örtlichen Gegebenheiten in der Werkstatt an und forderte in mehreren nachdrücklichen Schreiben die Gemeinde auf, dem Arbeitsschutz nachzukommen.

Die Arbeiten, die im laufenden Betrieb des Bauhofes zu verrichten sind, dürften dort aufgrund von fehlenden Schutz- und Belüftungseinrichtungen sowie Mindestraummaßen nicht ausgeführt werden, so der Mängelbericht.

Die Absage der Gemeinde Norddorf an die Planung, einen gesamtinsularen Bauhof an dem jetzigen Hallenstandort zu installieren, war das Startsignal, die Arbeiten zu beauftragen. „Es mussten noch Nachweise für die Hallenstatik erbracht werden, dies hat uns in den vergangenen Wochen weitere Wartezeit abverlangt“, bedauerte Dell-Missier.

Mit dem im März auf der Sitzung des Amrum Ausschusses gefassten Beschluss, wird es in der neuen Halle auch einen Bereich geben, der das Equipment des Katastrophenschutz auf Amrum beherbergen wird. Nach einer emotional geführten Diskussion, ob sich die Strukturierung und Größe der zu erstellenden Halle auch für eine zusätzliche Nutzung durch den Katastrophenschutz – sprich einer Unterbringung der Gerätschaften und der Sandsackfüllmaschine – anpassen ließe, hatten sich die Gemeindevertreter aller drei Gemeinden mehrheitlich für diese Erweiterung ausgesprochen. Zudem sollen auch noch 85 m³ Dünensand für die Sandsackbefüllung dort vorgehalten werden können, um im Notfall in geschützter Lage die Säcke befüllen zu können.

Es wurde von Gemeindevertreter Heinrich Johannsen klares Unverständnis für dieses Vorhaben kundgetan. Warum erst eine extra mobil konstruierte Sandsackfüllmaschine angeschafft wird, die dann einen festen Platz bekommt, und eine Sandmenge eingelagert wird, die für rund 12.000 Sandsäcke reicht, wo nicht einmal 4000 vorrätig seien, entzog sich seinem Verständnis. Die Norddorfer Gemeindevertreter hatten mit der Gemeindewehrführung Rücksprache gehalten und plädierten anfangs gegen die Hallenunterbringung. Als Katastrophenschutzabschnittsleiter verdeutlichte Jürgen Jungclaus diese als optimal anzusehende Lösung und erklärte, dass Katastrophenschutz eine Präventivmaßnahme sei und man natürlich froh sei, wenn man sie nicht gebrauchen muss. Bernd Dell-Missier sah es als eine der primären Aufgaben an, die Versäumnisse der vergangenen Jahre, viel zu wenige Sandsäcke für den Notfall vorzuhalten, umgehend abzuarbeiten.

Die Halle wird in einer Sektionsbauweise erstellt und umfasst eine gesamte Breite von 36 m (24 m sind davon geschlossener Bereich), sowie eine Tiefe von 10 m. Zudem wird ein 5 m tiefes Schleppdach über die gesamte Breite für Schutz für den umfassenden Werkzeug- und Maschinenpark des Bauhofes sorgen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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