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Hoch hinaus…(to)

Wer in diesem Sommer den Badestrand in Norddorf besucht hat, konnte sich nicht über mangelnde Neuerungen beklagen.

Hoch hinaus für eine gute Fernsicht...

Hoch hinaus für eine gute Fernsicht...

So veränderte sich der Strandzugangsbereich doch im Laufe der zurückliegenden Saison deutlich. Sukzessive wurde das Förderprojekt “Badestelle der Zukunft” umgesetzt. Es war zwar von der Gemeinde nicht geplant, dass sich die Bauarbeiten über Saison hinziehen, doch die Genehmigungsverfahren für die Arbeiten im Landschaftsschutzgebiet gestalteten sich umfangreicher als eingeplant und ließen keinen früheren Baubeginn zu.

„Seine erste Bewährungsprobe hat der noch vor der Hauptsaison fertiggestellte Fahrradparkplatz bereits bestanden. Wir können jetzt deutlich mehr Fahrrädern eine adäquate Abstellmöglichkeit bieten, die mit dem alten System und weichen Untergrund nicht zu realisieren gewesen wäre. Zudem ist der Flugsand besser von der Asphaltoberfläche zu räumen. Dies konnte auf dem mit Kies befestigten Platz nicht mehr geleistet werden, da die klare Abgrenzung der Oberfläche zum Dünensand nicht mehr zu erkennen war und so häufig der Untergrund mit abgeschoben wurde und so nicht an den Strand gefahren werden konnte“, erklärt Bürgermeister Peter Koßmann.
Der Überweg zum Badestrand konnte befestigt werden und durch die Verlängerung bis auf den Strandbereich auch für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, vereinfacht werden. Der Ausbau mit Betonsegmenten, die sich nach anfänglichen Befürchtungen doch erfreulich unauffällig darstellen, ist der Sicherheit und dem Service der Badegäste am Strand geschuldet. Hatte es doch schon einen Zwischenfall auf dem alten Bohlenweg gegeben, als der Rettungswagen in einem Notfalleinsatz von diesem abgerutscht war und umzukippen drohte.
Wirkt mächtig...

Wirkt mächtig...

Nicht ohne Kommentar bei den Betrachtern bleibt die derzeitig in der Umsetzung befindliche Maßnahme. So ragt parallel zum Strandzugang neuerdings eine Holzkonstruktion in die Höhe, die doch als recht wuchtig empfunden wird. Sie wird nach ihrer Fertigstellung die Möglichkeit bieten, die fantastische Sicht über den Kniepsand bis hin nach Sylt zugenießen. Ausgestattet mit Sitzbänken und fest installierten Aussichtsfernrohren sind auch hier die Personen mit eingeschränkter Mobilität im Fokus der Planung. „Ich hätte die Aussichtsplattform gerne weiter an die benachbarte Düne herangeführt, um so der derzeit noch recht hochbeinig erscheinenden Konstruktion die Wirkung zu nehmen, doch dies wurde von den Behörden nicht genehmigt“, erklärt Peter Koßmann bei der Begehung der Baustelle. Die seichte Anlaufstrecke ist der Rollstuhleignung geschuldet.
Der Vorsitzende des Tourismusausschuss Freddy Flor sieht in der Konstruktion, die zugegeben recht wuchtig erscheint, ein schönes maritimes Bauwerk, dass dem Brückenstil entsprechend konstruiert wurde. Diese, vor bereits zehn Jahren angedachte und 2006 durch die Bewerbung bei der Ausschreibung um das Förderprojekt „Badestelle der Zukunft“ wieder aufgegriffene Gesamtmaßnahme hat in diesem Bereich sogar eine historische Anlehnung. In den 1960 er Jahren gab es auf dem Kniepsand einen so breiten und tiefen Priel, dass die Badegäste über eine Seebrücke an ihre Badestelle gelangten.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

3 Kommentare

  1. Tolle Seebrücke, so etwas wünsche ich mir für Wittdün´s Südspitze auch!

  2. Ganz ehrlich: Hier wollte die Gemeinde doch klammheimlich versuchen, eine Brücke nach Sylt zu bauen. Mist nur, dass das Geld schon nach 40 Metern ausging… 🙂
    Im Ernst: klasse, dass auch mal an Behindertenfreundlichkeit gedacht wird!

  3. Arne und Erika Keuser

    uns gefällt die Brücke gar nicht. Sie ragt zu sehr in die Landschaft. Auch fragen wir uns, was da so lange dran gebaurt wird. In der ersten Augustwoche haben wir die ersten Baumaßnahmen beobachtet. Am 20. September kamen wir erneut auf die Insel und da stand die Brücke, nur das Geländer war noch nicht komplett und der Zugang zur Treppe fehlte. 14 Tage später haben wir die Insel wieder verlassen und das Ding war immer noch nicht fertig. Schwere Geburt scheint das zu sein. Ein Bau in die links daneben liegende Düne wäre schöner gewesen, da stimmen wir Herrn Koßmann zu. Warum dies wohl nicht genehmigt wurde. Gut dagegen der neue Fahrradparkplatz, der neue Strandübergang und dass Rollifahrer und Gehbehinderte die neue Brücke nutzen können.

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