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Die Feuerwehr rettet drei Menschenleben…(to)

Durch eine mehr als offensichtliche Brandstiftung mussten die Feuerwehren der Insel Amrum am Sonntag gegen 23.45 Uhr in die Inselstraße 13 in Wittdün ausrücken.

Ausgebrannte Wohnungseingangstür im Treppenaufgang...

Ausgebrannte Wohnungseingangstür im Treppenaufgang...

Wie Polizeihauptmeister Ralf Klein bei der Spurensicherung am gestrigen Tag feststellte, kann keine andere Schlussfolgerung gezogen werden, als das nachgeholfen wurde. „Wir haben drei räumlich voneinander getrennte Brandnester vorgefunden. Diese befanden sich im Kellergeschoss und im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftsgebäudes. Fanden der angezündete Mülleimer in der Damentoilette und die Eingangstür des Restaurants keine weitere „Nahrung“, so brannte die im Erdgeschoss angezündete Wohnungseingangstür komplett ab“, so Ralf Klein.

Entsprechend stark war die Rauchentwicklung im Treppenhaus, das den Zugang für zahlreiche Wohnungen darstellt. Aus einer der Dachgeschosswohnungen musste die Feuerwehr eine dreiköpfige Familie per Fluchthaube retten. Diese hatten auch die Rauchentwicklung bemerkt und setzten einen Notruf ab, der auf der Leitstelle Nord auflief. Die wiederum löste aufgrund der brisanten Lage und der Größe des Gebäudes insularen Großalarm aus.

Brandstelle im WC-Bereich

Brandstelle im WC-Bereich

Unwahrscheinliches Glück hatte der Besitzer des Lokals und der betroffenen Wohnung. Hatte er doch noch in der vergangenen Woche in der Personalunterkunft Notquartier bezogen, da sein Wohnhaus bis dahin nicht voll nutzbar war. Dort hatte es auch erst vor Kurzem einen Brandschaden gegeben. „Das Schlafzimmer hat nur ein sehr hoch angeordnetes Fenster, dass nur durch eine Leiter einen Notausstieg gewährt hätte. Hätte ich dort auch am Sonntag übernachtet, hätte es für mich kein Entrinnen gegeben. Ich habe erst bei dem letzten Feuer erleben müssen, wie narkotisierend Brandgase sind“, so der geschockte Eigentümer. Neben der Brandstiftung wurden ihm und seiner Angestellten an den Fahrzeugen am Sonntagabend zusätzlich 3 Reifen zerstochen.
An diesem Fahrzeug werden die Reifen nicht alt...

An diesem Fahrzeug werden die Reifen nicht alt...

Ein Eigentümer des Hauses sah in dieser irrsinnigen Tat einen klaren Angriff auf Leib und Leben der Bewohner des Hauses. Dass es nicht auch ihn betroffen hat, kann er einer intakten Wohnungstrennwand verdanken. „Hier muss die Polizei alle Register ziehen, um den Fall schnellstmöglich aufzuklären. Warum hier nicht die Kriminalpolizei die Amrumer Kollegen vor Ort unterstützen, entbehrt meinem Verständnis.  Das Reifenzerstechen beschäftigt die Bevölkerung auch schon längere Zeit, doch hier geht der Tatbestand nun neue Wege. Den Tod von Personen billigend in Kauf zu nehmen, versetzt mich in Angst und Schrecken. Muss hier erst eine Person sterben“, klagt der Eigentümer die Zustände an.
Der Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden. Aber die enorme Rauchentwicklung, die alle Wohnungen des Hauses betrifft und die zur Durchsuchung nach Bewohnern aufgebrochenen Wohnungen, werden zu dem direkten Brandschaden einen erheblichen Renovierungsaufwand verursachen.
Die Amrumer Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise. Wer hat am Sonntag in der Zeit bis 21.30 Person eine verdächtige Person bei dem Reifenzerstechen in der Volkert-Quedens-Straße und der Mittelstraße/ Südspitze beobachtet. Und wer hat zwischen 23.00 Uhr und 23.30 Uhr im Eingangsbereich Restaurant „Klabautermann“ eine verdächtige Person gesehen. Hinweise bitte unter 04682-96440.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

2 Kommentare

  1. Dieser Bericht zeigt deutlich auf,
    das auch der Polizei in mancher Hinsicht die Hände gebunden sind.
    Es wird vermutlich dazu kommen, das mehr passieren muss, als ein
    Brand, nämlich Menschen sterben, bis einer solchen Person
    das Handwerk gelegt wird.
    Die Menschen in diesem Haus haben ein unbeschreibliches Glück gehabt.
    Ich finde im Sinne der Geschädigten, das etwas passieren muß und das diese Reifenstecherrei aufhört.
    Ein wahrer Alptraum
    ar

  2. Wir möchten uns für die schnelle und engagierte Hilfe der Rettungskräfte bedanken
    Auch die liebevolle und unkomplizierte Bereitstellung von Übernachtungsmöglichkeit war Super

    Danke sagen Anton, Mascha und Uwe

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