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Dem Verbrechen auf der Spur…(kt)

Mit seinem Buch “Auf der Spur des Bösen- Ein Profiler berichtet” kam Axel Petermann in das Haus des Gastes und sorgte für zwei spannend kriminalistische Stunden, bei denen dem ein oder anderen Zuhörer bestimmt auch ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen sein wird.

Axel Petermann

Axel Petermann

Auf 304 Seiten geht der Fallanalytiker Tötungsdelikten nach, erstellt Täterprofile, betreibt Recherche über Ort und Tat des Verbrechens und lässt den Leser teilhaben an seinen Gedanken der Rekonstruktion eines Verbrechens und des Bildes von der Psyche eines Täters. Axel Petermann hat 1970 bei der Bremer Polizei seine Arbeit begonnen, zuerst im Aussendienst, 1975 ging er zur Kripo Bremen und anschließend zur Mordkommission. Sein Beruf Fallanalytiker ist durch amerikanische Fernsehserien unter dem Namen “Profiler” bekannt geworden. Seit 2003 leitet Axel Petermann die Einheit OFA (Operative Fallanalyse) und analysiert mit seinem Team Handlungsweisen von Tätern, die Psyche des Verbrechers und des Opfers, sie gehen den kleinsten Hinweisen nach und suchen nach Ursachen für die Tat.
Mit ihren Ergebnissen helfen sie Ermittlern bei ihrer Arbeit und informieren sie mit kleinsten Details, die eine Aufklärung des Falles unterstützen könnten. Die Tatortanalyse ist für Axel Petermann immer Teamarbeit, damit sich kein subjektiver Eindruck entwickeln kann, sondern mit Spezialisten aus Psychologie, Kriminologie und Pathologie immer jeder Blickwinkel beleuchtet und durchleuchtet wird.
Axel Petermann berät und korrigiert mit seiner Erfahrung und seinem Wissen als Fallanalytiker auch das Fernsehteam um den Bremer Tatort.
Im Haus des Gastes las er zwei Kapitel “Torso” und “Serienmord” aus seinem Buch vor, die von erschreckenden Verbrechen handelten. In schaudernder Genauigkeit beschrieb Axel Petermann nicht nur den Tatort sondern auch die Opfer der Täter, die akribische Vorgehensweise in Tatortanalyse, Täterverhalten und Ergebnisse aus der Pathologie. “Man lässt nicht mehr soviel an sich heran und bekommt einen professionellen Abstand, der eine objektive Sichtweise nicht mit Gefühlen trübt”, beantwortet Axel Petermann die Frage eines Gastes nach der psychischen Belastung für ihn selber. Die mühsame Ermittlungsarbeit und zeitaufwendige Recherche beinhalten natürlich auch “genau” hinzuschauen und das ist nicht jedermanns Sache.
Nach zwei aufwühlenden Kapiteln, die Axel Petermann der Spannung wegen nicht zu Ende gelesen hat, konnten und wurden viele Fragen an den Bremer gestellt. Viele interessierte Zuhörer wollten noch mehr und vieles darüber hinaus wissen, was ein Profiler ausmacht, sein Gefühl gegenüber des Täters, des Opfers, wie geht man vor, wie sieht es heute aus, was hat sich am Verbrechen geändert, bekommt der Täter während des Verhörs was zu Essen und vieles mehr.
Ein kriminalistischer Abend ging spannend zu Ende, wobei viele sich sein Buch mit nach Hause nahmen, um noch mehr Verbrechen auf die Spur zu kommen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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