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Solide Verhältnisse führten zum besten Ergebnis bei immer noch angespanntem Weltmarkt…(to)

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Föhr-Amrumer Bank, Arno Hansen, begrüßte die 131 Mitglieder, die beiden Vorstände Georg Volta und Marko Reese, 6 Aufsichtsratsmitglieder sowie sechs Gäste im Salon des Fährschiffes „Uthlande“ im Wittdüner Hafen, zur diesjährigen Generalversammlung.

Marko Reese präsentierte die Zahlen...

Marko Reese präsentierte die Zahlen...

In seinem Geschäftsbericht ging Vorstand Georg Volta zunächst allgemein auf die Folgen der immer noch nicht überwundenen Finanzkrise ein. Eine Bank dürfe, trotz aller Kritik an den derzeit unter anderem als allzu eng empfundenen Kreditentscheidungen, sich nie die Entscheidungskompetenz Kredite zu vergeben oder auch nicht zu vergeben in Frage stellen lassen. Das Grundprinzip einer Bank muss immer sein, dass sie nicht ihr eigenes Geld verleiht, sondern die Geldeinlagen der Kunden. Dabei begründet nicht die Bank sondern der Kunde die Kreditwürdigkeit. Auf diesen Gesichtspunkt ging Vorstandsmitglied Georg Volta in seinem Geschäftsbericht bei der Jahreshauptversammlung der Föhr-Amrumer Bank eingangs ein und sah das Geschäftsmodell der Föhr-Amrumer Bank, auch in der der Krise und der mannigfaltigen Kritik an dem gegebenen Bankensystem, solide aufgestellt.
Ungerechtfertigt und als eine Ungerechtigkeit würden die Genossenschaftsbanken ihre Einbindung in eine Risikogemeinschaft mit hoch volatilen Banken ansehen. Und das, obwohl die Genossenschaftsbanken mit engen Margen traditionelles Bankgeschäft betreiben und ein bereits seit 1930 funktionierendes Garantiefonds vorhalten. Hier sieht Volta zudem eine enorme Wettbewerbsverzerrung auf dem Kreditmarkt gegeben. „Die enormen staatlichen Unterstützungen für Banken würden von diesen in der Kreditbrache zum Vorteil ausgenutzt und ausgespielt“, beklagte der Vorständler.

„Wir dürfen feststellen, dass nicht eine einzige Volksbank oder Raiffeisenbank in Deutschland infolge der Finanzkrise zu einem Sanierungsfall wurde und somit auch keine Steuergelder in Anspruch nehmen musste. Dies dürfen wir den Genossenschaftsbanken zugute halten“, machte Volta deutlich. „Das Geschäftsjahr 2009 schließt bei der Föhr-Amrumer Bank mit dem besten Wirschaftsertragsergebnis seit dem Bestehen der Bank ab“, so der Bankchef weiter.

Mit reichlich Zahlen untermauerte dann Marko Reese den Abschluss des mittlerweile 118. Geschäftsjahres. Aufgrund geplanter Investitionsmaßnahmen durch die Kundschaft, für die bei der FAB gehaltenen Einlagen verwendet wurden, verringerte sich die Bilanzsumme und sank geringfügig von 96,3 Millionen Euro auf 94.200.000 Euro. Zusammen mit ihren genossenschaftlichen Verbundpartnern verwaltet die FAB auf den beiden Inseln ein Kreditvolumen von rund 125 Millionen Euro.

„Die qualitativen und quantitativen Eigenkapitalvorschriften werden sich nach der Überarbeitung des Baseler Eigenkapitalakkords- auch Basel III genannt – erheblich verschärfen. Aus diesem Grund ist eine angemessene Eigenkapitalbildung zwingend erforderlich“, so Reese weiter. Das bilanzielle Eigenkapital steigerte sich zum Vorjahr um 1,2 % auf 9,1 % der Bilanzsumme. Neben den versteuerten Vorsorgereserven verfüge die FABA auch über erhebliche stille Reserven.

Dieser Tatsache wurde Rechtsanwalt Hartmut Bödecker vom Regionalverband der Genossenschaftsbanken in seiner Interpretation des Prüfungsberichtes gerecht und hob hervor, dass sich das Geschäftsjahr erneut durch eine angemessene Eigenkapitallage, Rentabilität und ein risikoorientiertes Geschäft sowie einer guten Verbindung zur Kundschaft ausgezeichnet habe.

vl. Rechtsanwalt Hartmut Bödecker u geehrter Bernhard Tadsen...

vl. Rechtsanwalt Hartmut Bödecker u geehrter Bernhard Tadsen...

Das für die Kunden verwaltete Geld- oder Treuhandvermögen sank gegenüber dem Vorjahr um drei auf 106 Millionen Euro. „Dieses Treuhandvermögen solle fortgesetzt durch eine gute Beratung gemehrt werden. Hierfür sind bereits Personal und Strukturinvestitionen geplant. Das Eigenkapital erhöhte sich um 700.000 € auf rund 8,5 Millionen Euro stärken“, fasste Reese die Vermögenslage zusammen. Diese erlaubte auch in diesem Jahr die Ausschüttung einer attraktiven Dividende in Höhe von sechs Prozent.

72 Mitglieder mit 284 Geschäftsanteilen schieden nach Reeses Ausführungen in 2009 aus, während 141 mit 175 Anteilen beitraten, sodass die Bank derzeit von rund 2369 Mitgliedern zentral von den Inseln Föhr und Amrum getragen wird. Einschließlich dem Vorstand stehen derzeit 39 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, darunter sieben Auszubildende zum Bankkaufmann, bei der FABA unter Vertrag. Ihnen gilt der besondere Dank für ihr geleistetes Engagement und den daraus resultierenden Erfolg des Unternehmens,betonte Georg Volta.

Die von Versammlungsleiter Arno Hansen nach seinem Bericht beantragte Feststellung des Jahresabschlusses, dessen Verteilung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrates erfolgte dann jeweils einstimmig. Das galt auch für die Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder Arfst Bohn und Ulrich Herr.

Eine besondere Ehrung wurde dem altersmäßig aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Bernhard Tadsen aus Nebel zuteil. Für seine 20 Jahre währende genossenschaftliche Arbeit für die Föhr-Amrumer Bank erhielt er eine Urkunde und die Ehrennadel in Silber. Rechtsanwalt Bödecker übernahm die Ehrung und hatte mit einem Jubiläumsbuch des ehemaligen Arbeitgebers von Kapitän Tadsen noch eine besondere Überraschung im Gepäck. Kann dieser doch mit Stolz von sich behaupten, dass der Supertanker „ESSO DEUTSCHLAND“, der in den 1970 Jahren als größter jemals unter deutscher Flagge fahrender Tanker in die Geschichte einging, unter seinem Kommando stand.

Carsten Kock Medien machen Meinung...

Carsten Kock Medien machen Meinung...

Im Anschluss an die Generalversammlung verdeutlichte RSH-Chefkorrespodent Carsten Kock auf amüsante Weise die Möglichkeit der Medien auf die Meinungsbildung.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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