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Mit neuer Digitaltechnik fit für die Zukunft…(to)

Für die Kinobesucher des Kinos „LichtBlick“ auf Amrum ist ein neues Zeitalter in der Vorführtechnik angebrochen.

Die neue Technik...

Die neue Technik...

Mit einem tiefen Griff in die Finanztasche hat Betreiber Ralf Thomsen ein Vorführgerät eingekauft, das seine Filmdaten nicht mehr von einem Filmstreifen erfasst, sondern digitale Signale von einem Speichermedium aus der Computertechnik ließt und somit ein sehr ruhiges und zitterfreies Bild liefert. Die Technik eines Beamers funktioniert nach dem gleichen Prinzip.

„Ein besonderes Highlight ist mit dem neuen Gerät, das bis dato als Vorführgerät des Herstellers fungierte, ins Kino eingezogen. Die entsprechend in 3-D Technik produzierten Filme, können für den besondern Kinogenuss nun auch vorgeführt werden. Seit James Cameron’s Kinoerfolg Avatar – Aufbruch nach Pandora, ist diese Art von Kino in aller Munde“, erklärt Ralf Thomsen. Diese Form der Filmwiedergabe bedarf einer besonderen Brillentechnik, einer sogenannten LCD-Shutterbrille, für die Zuschauer.

Wirkt noch ungewohnt... die 3D-Brillen

Wirkt noch ungewohnt... die 3D-Brillen

Hierbei liefert das Vorführgerät mit einer doppelten Bildrate getrennte Bilder für das rechte und linke Auge. Per Infrarotsignal werden die Brillen angesteuert und sorgen dafür, dass die Augen im Wechsel die Halbbilder sehen können und so ein dreidimensionales Bild wahrgenommen wird.  Im „LichtBlick“ werden Leihbrillen vorgehalten, die zu den entsprechenden Filmen an die Zuschauer ausgegeben werden.

„Mit der Einführung der Digitaltechnik werden wir in dem Verbund der Inselkinos, zu denen fast alle Kinos auf den deutschen Inseln gehören, eine enorme Erleichterung erfahren. Bisher wurden die unhandlichen Filmrollen durch die Lande gefahren und geflogen, um die gemeinsam gemieteten Filme in den Inselkinos zu zeigen. Das sind natürlich auch enorme Kosten. Ohne diesen Verbund wären die kleinen Kinos auf den Inseln gar nicht in der Lage auch hochkarätige Neuerscheinungen zu zeigen. Das bringt aber mit sich, dass die einzelnen Kinos nicht die Filme individuell für sich aussuchen können, sondern die Gemeinschaft eine Abstimmung erfordert“, so Thomsen.
„Mit der neuen Technik, bekommen wir die Filmdaten auf einer Festplatte geliefert und müssen dann zusätzlich eine entsprechende Entschlüsselung kaufen, die uns per Mail zugeschickt wird. Die Rohdaten auf der Festplatte sind ohne diese Freischaltung, die im Server und Projektor getrennt benötigt werden, nicht brauchbar. Da durch diese Handhabe differenzierte Nutzungsrechte für den jeweiligen Film freigeschaltet werden können, können die Filmdaten auf den eigenen Festplatten im Kino verbleiben und müssen nicht wieder auf Reisen gehen. Wenn dann entsprechend der Nachfrage noch weitere Vorführungen eingeplant werden, wird nur ein neuer Freischaltschlüssel gebucht. Wir haben so ganz neue Möglichkeiten auf den Kinomarkt auf Amrum zu reagieren und auch mal individuelleres Material zu zeigen“ freut sich der Kinobetreiber.
Ausstellungsstück... der alte Projektor

Ausstellungsstück... der alte Projektor

Der ausgemusterte Filmprojektor, der aus den 1950 Jahren stammt, fristet nun zur Schau gestellt sein Dasein im Foyer des Kinos. Der zweite dieser Sorte wird bis zur 100-prozentigen Umstellung auf Digitaltechnik im Jahre 2012 Seite an Seite mit dem Digitalprojektor seinen Dienst verrichten. Wurden in 2010 bisher nur die 3-D Versionen der Filme mit der neuen Technik abgespielt, so wird die Quote bereits im nächsten Jahr auf 80 % gesteigert.
„In den nunmehr 24 Jahren des Inselkinos im historischen „Seeheim“-Gebäude im Zentrum von Norddorf, wo jetzt schon ein anspruchsvolles Programm gezeigt wird, bedeutet die Anschaffung einen bedeutsamen Schritt in die Zukunft“, ist Ralf Thomsen überzeugt.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
Die Bilder wurden freundlicherweise von Ralf Thomsen zur Verfügung gestellt.
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Gratulation zur neuen Technik. Ich hoffe, dass das Kino noch lange erhalten bleibt. Ich komme leider diesmal nicht in den Genuss, einen Film anzusehen, da leider während meines Aufenthaltes vom 01.-12.11. Ihrerseits eine schöpferische Pause eingelegt wird. Muss ich halt bis zum nächsten Jahr warten, um die neue Technik kennen zu lernen.
    Nun denn. Gutes Gelingen.

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