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Das Projekt “historische Grabsteine” geht in die nächste Runde

Im großen Kreis trafen sich die Interessierten des Amrumer Projektes “historische Grabsteine”, um den nächsten Schritt zu gehen.

v.l.n.r: Prof.Dr. Bronk, Kurt Tönissen, Bernd Dell Missier, Renate Gehrmann, Dipl.Ing. Wolfgang Kapke, Frank Hansen, Dr. Dirk Jonkanski, Holger Peters, Ingrid Wenk, Dipl.Ing. Michael Körkemeyer, Georg Quedens, Dipl.Ing. Holger Muhs, Dr. Uta Kuhl, Christa Langenhan, Pastorin Friederike Heinecke, Barbara Strauss, Armin Jeß

Drei Landschaftsarchitekten waren vom Festland angereist und stellten ihre Büros, Arbeiten und Ideen zu dem Thema “Aufstellung der restaurierten historischen Grabsteine” vor. Unter der Moderation von Probst Dr. Bronk trafen sich im St. Clemens Gemeindehaus einige Kirchenvorstandsmitglieder, Gemeindevertreter, Bürgermeister, Vertreter des Denkmalschutz und Baudezernat Nord-Elbische-Kirche, Vorstandsvorsitzende des Öömrang und Fering Ferian, Chronist Georg Quedens und die Kommission der Projektgruppe “historische Grabsteine”. Pastorin Friederike Heineke freute sich über das rege Interesse an diesem Tag und den großen Fortschritt der letzten Informationsveranstaltung der Projektgruppe “Patenschaften übernehmen”.
Die Patenschaften für die kostbaren Grabsteine und -platten treiben dieses Vorhaben voran und geben ihm eine Zukunft. Nachdem die Grundlagenforschung abgeschlossen sei, trete man jetzt in die Planungsphase über, so Probst Dr. Bronk. Er begrüßte Dipl.Ing. Wolfgang Kapke, der als erster seine Ideen auf der großen Dialeinwand zeigte. Mit Skizzen aus verschiedenen Perspektiven, Übergängen und Erläuterungen gab er viele neue Ansätze für die Gestaltung und Umstrukturierung der historischen Grabsteine.
In Anlehnung an das Buch von H. Möller aus den 20ziger Jahren über den St.Clemens Friedhof stellte sich Dipl.Ing. Michael Körkemeyer mit seinem Garten- und Landschaftsplanungsbüro vor. Eine harmonische Verzahnung zwischen dem bestehenden Friedhof und dem musealen Teil waren dabei der Grundgedanke.
Dipl.Ing. Holger Muhs aus Schöneberg bei Kiel stellte mit vielen Beispielen und Bildmaterial sein Garten- und Landschaftsplanungsbüro vor. Die weitreichende Bandbreite der Arbeiten an verschiedenen Projekten mit Materialien und Licht wurde hier hervorgehoben. Mit einer kleinen Bestandsanalyse der bestehenden Situation an der St.Clemens Kirche in Nebel leitete Holger Muhs seine Ideenskizze ein. Eine gelungene Anordnung der ca.150 Grabsteine und -platten in Verbundenheit mit dem jetzigen Friedhof, die Verwendung heimischer Planzen und die Anknüpfung an bestehenden Materialien waren Grundpfeiler seiner Überlegungen zu der Umstrukturierung.
Eine Stunde zog sich die Kommission “historische Grabsteine” zurück, um in Ruhe die drei Ideenskizzen noch einmal von allen Seiten zu beleuchten, bevor die Entscheidung fallen sollte. Die gut balancierte Umsetzung von Friedhof zum musealen Teil und den damit verbundenen Materialnutzungen waren ein Kriterium der Kommission sich für das Garten- und Landschaftsplanungsbüro von Dipl.Ing. Holger Muhs zu entscheiden. Diese Entscheidung, die im letzten Schritt der Kirchenvorstand zu verabschieden hatte, konnte an der darauf folgenden Sitzung des Kirchenvorstandes bestätigt werden. Die Dynamik und Energie, die hinter diesem Projekt steht ist denjenigen zu verdanken, die ihre ganze Leidenschaft und Arbeit hier hineinsetzen. Christa Langenhan und Frank Hansen sind unermüdliche Antreiber und freuten sich von schon vergebenen Patenschaften berichten zu können. Die Patenschaften für die Grabsteine und -platten stehen nach wie vor unter einem wichtigen Aspekt, der ausschlaggebend für den Erfolg dieses Projekt ist. Bis Ostern haben Amrumer noch die Möglichkeit die Patenschaft für einen Stein aus ihrem Familienzweig zu übernehmen und können ihre Geschichte und Historie auf dem Amrumer St.Clemens Friedhof für die Zukunft unterstützen. Anschließend werden die Patenschaften auf das Festland erweitert und hoffentlich mit viel Einsatz verfolgt, um das Projekt “historische Grabsteine” dann weiter in die nächste Runde zu schicken.
Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Unsere Familie kommt seit 1973 regelmäßig nach Amrum. Die historischen Grabsteine sind für uns ein besonderes “Highlight”
    von Amrum. Sie sind absolut erhaltenswert. Deshalb bitten wir
    uns eine Kontonummer mitzuteilen, damit auch wir uns am der
    Renovietrung und Erhalt beteiligen können. Weiterhin viel Erfolg
    in der Erhaltung von Alt- Amrum.

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