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Jubiläum mit Film und Feuerzangenbowle…(kt)

Ein ganz besonderes Ereignis, um ihr 2- und 25-jähriges Jubiläum zu feiern, hatten sich Ulrike Keppler, Ralf Thomsen, André Kruse und Helmut Splinter gemeinsam überlegt.

Die Feuerzangenbowle

Sie luden ihre Gäste zu dem Kinoklassiker von 1944 mit Heinz Rühmann “Die Feuerzangenbowle” ein und servierten das gleichnamige heiße Getränk passend zu diesem Filmereignis. Eine große Leinwand wurde in dem Weinkontor/Postagentur in Nebel “Wein & Meehr” aufgebaut, die Helmut Splinter und André Kruse seit zwei Jahren betreiben.
Mit Rückblick auf die letzten beiden Jahre und den großen Freundes- und Bekanntenkreis der Beiden stand auch in diesem Jahr eine Jubiläumsfeier an, die sie mit Ulrike Keppler und Ralf Thomsen vom Amrumer Kino “Lichtblick” zusammen ausrichten wollten. So wurde die Idee geboren eine Feier mit Kino zu verbinden. Pünktlich um halb sieben trudelten die Gäste ein und waren während des Films muks-mäuschen-still, nur das schlürfen der Feuerzangenbowle war hier und da zu hören. Der große Erfolg dieser Aktion war an der Begeisterung der Gäste zu sehen und bestätigte die Vier in ihrem Vorhaben. Bis spät in die Nacht wurde gefeiert und über die alten Filme gesprochen und diskutiert.
Ulrike Keppler und Ralf Thomsen übernahmen das Amrumer Kino in Norddorf von Dieter Jürgensen im Jahr 1986. Schon in seinen Teenager Zeiten half Ralf Thomsen im Kino aus und und begeisterte sich für den Film. Diese Leidenschaft wurde nach einem Elektrotechnik Studium in Flensburg zu seinem Beruf. Er kam mit seiner Frau Ulrike Keppler zurück auf die Insel Amrum und übernahm das Kino “Lichtblick”. Mit Hilfe der Gemeinde wurde renoviert und die etwas unbequemen 180 Sitzplätze durch weiche komfortable 130 Sitzplätze ersetzt.

v.l. Helmut Splinter, Ralf Thomsen, Ulrike Keppler und Anrdé Kruse

Eine der ersten Popcornmaschinen Deutschlands bekam das Amrumer Kino Ende der 80ziger Jahre und Ulrike Keppler und Ralf Thomsen schraubten weiter an  ihren Ideen. Brandaktuelle Filme und eine abwechslungsreiche Palette an Kinomaterial stand auf dem Programm. Durch die Inselgemeinschaft einiger Nord- und Ostfriesischer Inseln zu den “Vereinigten Lichtspielen” wurde vieles möglich, denn hier half man sich gegenseitig und konnte so trotz vieler Auflagen und Bestimmungen der Filmverleihe ein buntes Kinoprogramm bieten. Der Versand der großen und schweren Filmrollen ist zwar heute durch die neue Digitaltechnik in handlichere Festplatten etwas erleichtert worden, jedoch kann der Transport von Insel zu Insel auch ein Abenteuer sein. Schlechte Wetterverhältnisse und die festgelegten Fährzeiten bergen ein gewisses Risiko, wenn der Film von einem auf den anderen Tag woanders auf der Leinwand gezeigt werden soll. Trotz des stolzen und gelungenem 25 Jubiläum schauen Ulrike Keppler und Ralf Thomsen skeptisch in die Zukunft, die eine gewisse Unsicherheit mit dem diesjährigen Abriss des Kinogebäudes in Norddorf mit sich bringt. “Um wirtschaftlicher arbeiten zu können, wären zwei Leinwände von Vorteil, man wäre flexibler und könnte das Filmangebot erweitern”, erklärt Ralf Thomsen. Mit Leidenschaft und viel Enthusiasmus betreiben Ulrike Keppler und Ralf Thomsen das Amrumer Lichtblick, jedoch für die Zukunft müsse man eine weitere Ideenkiste aufmachen: “Wir hoffen das den Amrumern die Wichtigkeit des Kinos bewußt ist und man sich für gemeinsame Ideen zusammensetzt.”
Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
Amrumer Fotowettbewerb 2015