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Neues Einsatzfahrzeug der FFW-Wittdün kommt Ende März…(to)

Wie auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Wittdün von Bürgermeister Jürgen Jungclaus erklärt wurde, sei das neue Einsatzfahrzeug der Gemeindefeuerwehr Wittdün vom Typ LF 10/6 derzeit im Bau und werde voraussichtlich Ende März ausgeliefert.

Leihfahrzeug vom Typ TRO LF 16-18

Die Gemeindevertretung hatte diesbezüglich über eine Erhöhung der Beschaffungskosten um 19.040 € zu beschließen. Der Bürgermeister entschied bereits im Vorfeld über diese Mehrinvestition und segnete diese im Eilverfahren ab, um so den Bau des Fahrzeuges nicht zu verzögern. Mit dem jetzt gefassten durch Beschluss der Gemeindevertretung wurde diese Entscheidung legitimiert.

Die Investitionssumme der in drei Lose aufgeteilten Anschaffung beträgt nunmehr 257.502,85 € und wird um eine Fördersumme von 64.350 € entlastet. Das neue Löschgruppenfahrzeug basiert auf einem MAN Fahrzeug und wird bei der Firma Rosenbauer in Luckenwalde bei Berlin mit der feuerwehrtechnischen Ausrüstung für die ausgeschriebenen Anforderungen ausgerüstet. Aus einsatztaktischen Anforderungen hatten sich die Nachbesserungen ergeben und stellen für den Einsatz einen wichtigen Mehrwert dar.
Die Beladung und Ausstattung wurde im Vorfeld auf die Anforderungen des Lösch- und Hilfswesens der Insel Amrum angestimmt. Hierbei wurden auch Forderungen zugunsten der Betriebssicherheit und Vorhaltung von Rettungsmitteln Rechnung getragen. Das Fahrzeug in Wittdün wird dann neben dem Löschgruppenfahrzeug in Nebel auch über Rettungsschere und Spreizer zur technischen Hilfe bei Verkehrsunfällen verfügen.
Seit dem 28. Oktober 2009 ist die Freiwillige Feuerwehr Wittdün mittlerweile ohne eigenes Tanklöschfahrzeug. Dieses wurde aufgrund der Ergebnisse der technischen Untersuchungen als nicht mehr einsatzfähig beurteilt und stillgelegt. An dem damals 31 Jahre alten Fahrzeug, einem TLF 16/25, waren die festgestellten Mängel an der Bremsanlage ein Fortlauf der schon seit Jahren bekannten Problemen an der Karosserie, die immer wieder mit teuren Reparaturen behoben werden mussten. Letztere Mängel stellten aber ganz klar eine inakzeptable Gefährdung im Straßenverkehr dar und führten zur Stilllegung. Anfang 2010 wurde das Fahrzeug verkauft und zeichnet seit dem für die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen auf dem Flugplatz Wyk verantwortlich.
Um den Brandschutz für die Gemeinde Wittdün leisten zu können, musste zur Überbrückung ein Leihfahrzeug beschafft werden. Auch wenn die Nachbarwehren für die gegenseitige Löschhilfe zur Seite stehen, so können sie aufgrund der geforderten Hilfsfrist nicht den gemeindlichen Brandschutz in Wittdün sicher stellen.
Nachdem die Ankunft des Leihfahrzeuges vom Typ TRO LF 16-18 für die Freiwillige Feuerwehr Wittdün mehrfach angekündigt war und leider jedes Mal verschoben werden musste, konnte das gebrauchte Feuerwehrfahrzeug aus dem Raum Gerstetten dann endlich Ende Februar 2010 auf der Insel in Empfang genommen werden. Derzeit wartet dieses Leihfahrzeug auf seine Abholung durch die Leasingfirma. Aufgrund der Anpassung der speziellen Ausrüstungsgegenstände aus dem Bestand der Gemeindefeuerwehr in dem Neufahrzeug stellte sich die Beladung des Leasingfahrzeuges als so lückenhaft dar, dass ein Einsatz hiermit nicht mehr gesichert gewesen wäre. Während einer Wehrführerdienstversammlung Anfang Januar konnte eine Vereinbarung mit der Ortsfeuerwehr Nebel ausgehandelt werden, wonach bis zur Auslieferung des Einsatzfahrzeuges Ende März, das Tanklöschfahrzeug aus Nebel in Wittdün stationiert sein wird. Das ansonsten für Leasingraten fällige Geld könne vielmehr für wichtige Anschaffungen, wie zum Beispiel die Erneuerung eines Teils der Bereifung verwendet werden, freute sich der Amtswehrführer Joachim Christiansen über die zustande gekommene Vereinbarung.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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