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Architektenwettbewerbe ausgewertet…(to)

Die Gemeindevertretungen in Nebel und Norddorf hatten für ihre Gemeinden im Zuge der Verbesserung der Infrastruktur auf Amrum ihre Prioritäten festgelegt und jeweils einen Architektenwettbewerb ausgelobt.

Objekt des Norddorfer Wettbewerbs...

Hierbei wurden in Nebel der Umbau und die Erweiterung des Haus des Gastes mit entsprechenden Vorgaben zur Erfüllung des gewünschten Nutzungskonzeptes in die Ideenschmieden der teilnehmenden Architekten gegeben.
In Norddorf galt es den Abriss des Seeheims und den anschließenden Neubau eines Gebäudes an gleicher Stelle, mit Ideen zu beleben. Hierbei standen zum Beispiel solche Vorgaben, wie die Unterbringung eines Kinos, eines Mehrzwecksaals, öffentlicher Toiletten und Personalwohnungen in den Wettbewerbsunterlagen.
In beiden Dörfern konnten die Ausarbeitungen bereits gewertet werden und die Ergebnisse der „Jury“ bekannt gegeben werden. Beide Projekte bleiben in den Händen von auf Amrum ansässigen Architekten. Dabei überzeugte jeweils nach eingehender Beratung und Abwägung der Vor- und Nachteile der Umsetzungsvorschläge der Vorgaben in Nebel Nils Gereke aus Nebel für das „Haus des Gastes“ und in Norddorf Peter Heck-Schau aus Norddorf für das „Seeheim“ die Gremien.
Wie Norddorfs Bürgermeister Peter Koßmann erklärte, habe sich die Gemeindevertretung durch einen unabhängigen Architekten und die wertfreien Mitarbeiter Christian Stemmer und Raimund Neumann vom Bauamt des Amtes Föhr-Amrum bei der Findung des Gewinners des Wettbewerbes beraten lassen. Die Ergebnisse werden auf der Einwohnerversammlung am 16. März, die um 15.00 Uhr im Hotel Seeblick beginnt, bekannt gegeben. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Ausarbeitungen der ersten beiden Wertungen des Wettbewerbs im Sitzungsraum des Hotels genau zu betrachten. Koßmann verdeutlichte, dass dieses Projekt zur Verbesserung der Infrastruktur im Ortsmittelpunkt erste Priorität habe. „Wir werden uns auf die Umsetzung konzentrieren“. Der Abriss des „Seeheims“ ist nach bisherigen Planungen bereits für Ende dieses Jahres geplant.

Die Pläne für Nebel konnten schon mal begutachtet werden...

Auf der Gemeindevertretersitzung in Nebel konnten die Besucher der öffentlichen Sitzung bereits die Präsentationsunterlagen von Nils Gereke betrachten und sich so einen Einblick in die angestrebten Veränderungen im und am „Haus des Gastes“ verschaffen. Dem Betrachter und Kenner der Immobilie fiel schnell auf, dass es sich hierbei nicht nur um eine Renovierung des bestehenden Gebäudes handelt, sondern der gesamte Grundriss auf links gedreht wird und zudem auch noch Erweiterungsanbauten und Aufstockungen eingeplant sind. Durch diese Umgestaltung können Defizite der bisherigen Nutzung ausgemerzt und die in Abstimmung mit den Amrumer Gemeinden (Projekt M) erarbeiteten Infrastrukturverbesserungen für Nebel und ganz Amrum umgesetzt werden. So wird sich unter anderem ein Veranstaltungssaal mit mindestens 100 Sitzplätzen, ein Veranstaltungsbereich für Kinder und sanitäre Einrichtungen – die dann auch barrierefrei sein werden -, wiederfinden. Der Servicebereich für die Nebeler Gäste, ein großzügiges Lesezimmer, Verwaltungsräume und Wohnraum werden sich ebenfalls, teils an neuer Stelle im Gebäude platziert sehen. Die Planung für den Außenbereich beinhaltet den Bau eines Ausstellungspavillons und die Neugestaltung der Parkanlage. Besondere Beachtung wird bei der geplanten Maßnahme der energetischen Sanierung des Gebäudes und die Einbeziehung von regenerativen Energien für die Deckung des Energiebedarfs des Gebäudes.
Für die Gemeindevertretung galt es darüber zu beschließen, ob sie Nils Gereke mit den ersten drei Schritten des neun Schritte umfassenden Umsetzungsplans beauftragen, um so verlässliche Zahlen und eine detaillierte Planung zu erhalten. Mit dieser könne man erst das auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzte Projekt an entsprechende Gremien herantragen und Fördergelder beantragen. „Wir werden sicherlich in dieser Phase schon nach Einsparpotenzialen in der Fülle der Veränderungen suchen, die wir dann gegebenenfalls zur Reduzierung der Bausumme opfern können. Ob wir dann vielleicht doch noch feststellen müssen, dass die Gemeinde dieses Projekt nicht gestemmt bekommt, ist jetzt noch offen. Wir würden dann nach anderen Wegen suchen, beziehungsweise weiter abspecken müssen. Eine Sanierung des nicht mehr zeitgemäßen Gebäudes ist unumgänglich“, erklärte Bürgermeister Dell-Missier.
Die Ausarbeitungen sind übrigens im Haus des Gastes in Nebel ausgestellt.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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