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Fährschiff MS "Schleswig-Holstein" der Wyker Dampfschiffs-Reederei wurde in die Niederlande verkauft…(to)

Wie die Geschäftsführung der Wyker Dampfschiffs-Reederei am Montagabend mitteilte, konnte der bereits im Februar in der Presse gehandelte Verkauf des Fährschiffes „Schleswig-Holstein“ nun zu einem handelseinigen Ergebnis gebracht werden.

Letzte Abfahrt am 11.03.2011 von Amrum...

„Ich werde erst mit einer offiziellen Mitteilung an die Öffentlichkeit treten, wenn das Geld für den Verkauf auf unser Konto überwiesen wurde“, erklärte Geschäftsführer Axel Meynköhn Anfang März auf Nachfrage. Er habe schon zwei scheinbar perfekte Schiffsverkäufe erlebt, wo dann der Deal doch noch geplatzt ist. Daher die bisher gezeigte Zurückhaltung seitens der WDR.

Diese stand im Gegensatz zu der Veröffentlichungsstrategie der niederländischen Reederei, die bereits den Fahrplan des Schiffszukaufs zwischen der Insel Terschelling und den Festlandhafen Harlingen auf der Homepage veröffentlichte (www.evt.nl). Hier wird die „Schleswig-Holstein“ unter dem Namen „Spathoek“ im westfriesischen Wattenmeer verkehren.

Nach längeren Verhandlungen konnte nach Mitteilung der Reederei am 22. März 2011 die 1988 auf der damaligen Husumer Schiffswerft gebaute “Schleswig-Holstein” an niederländische Käufer im Hafen von Wyk auf Föhr übergeben werden. Das Schiff soll innerhalb der kommenden Wochen nach Harlingen, Niederlande verholt werden. Mit dem Verkauf verlässt nunmehr das dritte Fährschiff mit dem Namen „Schleswig-Holstein“ die Flotte. Geplant war ein Verkauf erst nach der Indienststellung des derzeit auf der Rostocker Neptun-Werft im Bau befindlichen Neubaus Nr 29. Dieses Schiff ist ein Nachbau der im Juni 2010 in Dienst gestellten Doppelend-Fähre “Uthlande”. Der Ablieferungstermin, der dann vierten “Schleswig-Holstein”, ist für Anfang Dezember geplant.

Die “Schleswig-Holstein” hat laut Angabe der Reederei seit der Indienststellung bis zur letzten Fahrt am 11. März 2011 knapp 10 Millionen Personen und rund 1.500.000 Kraftfahrzeuge auf der Föhr-Amrum-Linie befördert. Das Schiff galt als unkompliziert und war bei den Besatzungen wie den Fahrgästen gleichermaßen beliebt. Als nicht mehr unbedingt zeitgemäß wurde allerdings in den letzten Jahren die Spurbreite von nur 2,00 m empfunden. Diese beträgt auf den neueren WDR-Fähren 2,50 m und erleichtert das Ein- und Aussteigen der Fahrzeuginsassen erheblich. Von den vermiedenen Lackschäden ganz zu schweigen.

Der vorzeitige Verkauf der „Schleswig-Holstein“ erfordert die vorübergehende Wiederinbetriebnahme der 1980 gebauten und im vergangenen Jahr außer Dienst gestellten Fähre “Uthlande” (4).  Diese steht ebenfalls zum Verkauf und ist derzeit noch in Husum aufgelegt.

Verantwortlich für den Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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