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Das Gesicht des Fähranlegers – Plötzlich und unerwartet verstarb Dieter Seuss….

Mit der Aussegnung und einer Trauerfeier in der St. Clemens Kirche in Nebel wird heute Abend um 18.00 Uhr von Dieter Seuss Abschied genommen.

So wie ihn jeder kannte - immer mit Dienstmütze...

Für Freunde, Bekannte und Kollegen bietet sich dort die Gelegenheit, dem plötzlich und unerwartet Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.
Mit dem gebürtigen Bayern ist der Insel ein wahres Original verloren gegangen, weit über die Insel hinaus bekannt und beliebt. Seine freundliche Art und die Fähigkeit bei seiner Arbeit auf dem Fähranleger, die er seit 1990 ausübte, immer einen kurzen Plausch mit den abzufertigen Fahrzeuginsassen zu halten, zeichneten ihn aus. „Ich will nicht wissen, wie vielen Gästen und Insulanern er einen Stellplatz auf einer früheren oder gar nicht gebuchten Fähre verschaffen konnte. Irgendwie hat er es fast immer geschafft noch mehr Autos von der Insel zu bekommen als geplant“, erinnert sich ein Kollege bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei. „Er war ein sehr netter Kollege und wir sind alle bestürzt über den so unerwarteten Tod vergangenen Freitag“.
Er hatte das schöne Wetter ausgenutzt und sich auf seinem Weg nach Hause auf einer Parkbank niedergelassen und in gewohnter Manier mit „Gott und der Welt“ unterhalten, bevor er die Einkäufe in die Wohnung brachte und noch in den Garten ging. Dort wurde er kurze Zeit später von Passanten tot aufgefunden. Ob für den 67-Jährigen eine in der nächsten Woche geplante Operation zu spät kam oder eine eigentlich überstandene Krankheit doch noch zuschlug, bleibt Spekulation.
Die letzte Ruhe wird seine Asche in Spanien in der Nähe von Barcelona finden. Dort lebt seine Schwester, die er in den Wintermonaten immer regelmäßig besuchte und er so dem Winter in Deutschland entschwand. Solche Begrifflichkeiten, wie “Dieter Moin Moin” und “Molenpapst” werden sicherlich auch nach dem Tod von Dieter Seuss manifestiert bleiben. Über drei Jahrzehnte ein Bayer auf Amrum, das hinterlässt halt Spuren.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

3 Kommentare

  1. Ich möchte mich hiermit bei Ihnen,und allen seinen Freunden und seinen Kollegen herzlichst Bedanken die meinen Bruder die letzte Ehre erwiesen haben.Ihr Artikel hat mich sehr Berührt.
    Auch hier in Playa de Aro sind seine Freunde über sein plötzliches Ableben bestürzt,und wir werden Ihn sehr vermissen.
    Vielen Dank,B.Gulau

  2. Immer ein Lächeln auf den Lippen.
    Fast immer guter Laune und im Sommer immer da.
    Hilfbereit und ein Gewinn für Amrum.

  3. Amrum hat ein Original verloren. Dieter Seuss ist nicht zu ersetzen. Er war eine Institution am Fähranleger in Wittdün.
    Bei unserer nächsten Abfahrt von der Insel wird er uns fehlen. Tschüss Dieter.

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