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Wassergebundene Wege werden überarbeitet…(to)

In den vergangenen Tagen wurden die wassergebundenen Wege in der Gemeinde Nebel im Zuge eines Rahmenvertrages mit einem Amrumer Lohnunternehmers überarbeitet und so wieder für die anstehende Saison fit gemacht.

Erfolgreiches Prinzip

Wie Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier berichtet, habe sich dieses Verfahren außerordentlich gut bewährt und beschere den Wegen in der Gemeinde Nebel eine erfreulich lange Standzeit. Im Gegensatz zu dem reinen Abziehen und Auffüllen der Schlaglöcher der früheren Jahre wird hierbei Tiefenarbeit geleistet, die dem Untergrund eine gleichmäßige Tragfähigkeit verleiht und so den hartnäckigen und stark verdichteten Schlaglöchern die schnelle Neubildung verwehrt.

„Im vergangenen Jahr wurde dieses Verfahren auf der Insel erstmalig eingesetzt. Vor der Überarbeitung in diesem Jahr hat eine Sichtung der Wege stattgefunden. Anhand dieser Ergebnisse konnten Passagen belassen werden und anderen Stellen, an denen viele Fahrzeuge drehen beziehungsweise Abbiegen kommt eine Nachbearbeitung im Laufe des Jahres auf uns zu“, so Dell-Missier. „Die Anwohner bestätigen diese positive Erfahrungen“, fügt der Bürgermeister weiter an.

„Mit dem bisherigen Verfahren, jedes Jahr mit einem „Grader (Straßen bzw. Erdhobel) die Wege lediglich abzuziehen und dabei die Schlaglöcher aufzufüllen, hatte nur wenig Bestand. Bereits nach den ersten Regentagen bildeten sich die ungeliebten Pfützenlöcher wieder aus“, erklärt Nebels Bürgermeister.
In mindestens zwei Arbeitsschritten wird die Verkehrsoberfläche mit einem „Pflege- und Instandhaltungsgerät “, ohne das Auffüllen der Wasserlöcher und Fahrrinnen mit neuem Schottermaterial überarbeitet. Das Anbaugerät fräst in einem Arbeitsgang die Verschleißschicht auf, vermischt das losgefräste Material neu, um eine homogene neue Verschleißschicht herzustellen. Mit den integrierten Rüttelplatten wird die Verschleißschicht verdichtet. Dabei gelangt feinanteiliges Material an die Oberfläche und lässt in Verbindung mit Feuchtigkeit eine abgeschlossene Verschleißschicht mit einem entsprechenden Wasserablaufprofil entstehen. Schlaglöcher werden bei diesem Verfahren bis zur Sohle aufgefräst und automatisch mit losgefrästem Material gefüllt. Nur so erreicht der Boden wieder seine gleichmäßige Wasserdurchlässigkeit.
„Die Entscheidung, keine Asphalt- beziehungsweise Pflasteroberflächen in den entsprechenden Bereichen zu haben, ist ein Beschluss der Gemeindevertretungen der Gemeinde Nebel und bekräftigt das Flair eines typischen Friesendorfes“, so Dell-Missier im vergangenen Jahr.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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