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Die schlimmsten Winterschäden wurden beseitigt…(to)

In der vergangenen Woche wuselte es ordentlich auf dem Straßenabschnitt der L 215 zwischen Nebel und Süddorf und einem Abschnitt des Uasterstighs im Bereich des Gewerbegebiets in Süddorf.

Asphaltfrese bereitet die Asphaltierung vor...

Mit den steigenden Außentemperaturen war es nun endlich möglich, die in der Verschleißschicht durch die Einwirkungen des Winters aufgebrochenen Beläge nachhaltig zu erneuern. Alle bisherigen Notreparaturen mit Materialien, die auch bei niedrigen Temperaturen zu verarbeiten waren, hatten sich als reine verkehrssichernde „Kosmetik“ erwiesen und fristeten nur ein kurzes Dasein. Entsprechend schnell tauchten die in dem jetzt überarbeiteten Abschnitt vorhanden tiefen Löcher wieder auf. Wer nun Hoffnung hatte, dass es nach den Fräs- und Asphaltierungsarbeiten keine gebeutelten Straßenbeläge mehr geben würde, sah sich aber schon bald enttäuscht. Bei genauem Hinschauen gibt es immer noch unzählige Stellen, an denen die Anzeichen auf baldigen Defekt deutlich sind, beziehungsweise eine Notreparatur gerade noch durchhält. Wenn schon so eine große Ansammlung von technischem Gerät auf die Insel geschafft wird, hätte eine großzügigere Erneuerung des Randbereiches der Landesstraße sicherlich Sinn gemacht. Zumal auch auf anderen Abschnitten der L 215 der Frost seine zerstörerische Kraft bewiesen hat.
„Wir sind hier als Gemeinde nur „Bittsteller“ erklärt Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier und ist froh, dass es überhaupt noch Landesmittel gibt, um Erneuerungsmaßnahmen durchzuführen. Die Winternotreparaturen haben dem Haushalt des Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein nicht gerade gut getan und die Schlaglochpisten sind im ganzen Land allgegenwärtig. Der Vorsitzende des Amrum Ausschuss Jürgen Jungclaus zeigte sich erfreut, dass mit dieser Maßnahme wenigstens schon einmal auf dem Abschnitt mit der bisher größten Dichte an Schäden und gefährlichen Schlaglöchern, ein großes Gefahrenpotential abgearbeitet wurde. „In Anbetracht des Flickwerkes wäre eine breitflächigere Erneuerung sicherlich wünschenswert, doch hier zeigen die knappen Landesmittel klare Grenzen für jetzt und die Zukunft auf“, befürchtet Jürgen Jungclaus.

Asphaltlieferung der "heißen Ware" per Frachtschiff in Steenodde...

Im Bereich von der Einmündung am Leuchtturm bis hin zur Ecke „Gewerbegebiet“ wurden die Frostschäden im Auftrag der Gemeinde Nebel beseitigt. Im Zuge eines ursprünglich bis zum 31. Dezember 2010 laufenden Förderprogramms, dass bereits aufgrund der Winterschäden des Jahres 2009/2010 aufgelegt wurde und im Nachhinein erfreulicherweise erst in diesem Frühjahr umgesetzt werden konnte, wurde der gesamte Altbelag abgefräst und durch eine neue Deckschicht ersetzt. An einigen Stellen war die Tragschicht so dünn, dass das Unternehmen aus Langenhorn hier auf die 4 cm starke Abfräsung verzichtete, um die Straße nicht unnötig zu schwächen.
„Auf den Einbau eines Tiefbords haben wir nach einer Beratung in der Gemeindevertretung im Oktober 2010 verzichtet. Der finanzielle Aufwand hätte in keinem Verhältnis zu der Gesamtmaßnahme gestanden und wurde daher verworfen“, erklärt Bernd Dell-Missier. Besonders im Auge behalten wird die Gemeinde dafür die Bankette, um Abbrüche zu vermeiden.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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