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Lasst 1000 Windräder drehen…(sk)

Auf Amrum nahmen am Ostermontag über 50 Menschen an der Mahnwache vor der St. Clemens-Kirche teil. Anlass für diese Aktion war der 25. Jahrestag der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl.

Regenerative Energien - Ja bitte...

Mit selbstgebastelten Windrädern wurde bei strahlendem Sonnenschein für einen Richtungswechsel in der bundesweiten Energiepolitik unter dem Motto „Regenerative Energie: Ja bitte!“ demonstriert.

Eine weitere Forderung der Amrumer sowie der Aktionen überall in Deutschland ist, endlich Konsequenzen zu ziehen und die Atomkraftwerke abzuschalten.
Jochen Stay, Sprecher der bundesweiten Anti-Atom-Organisation “.ausgestrahlt”: „Von den Demonstrationen am Ostermontag soll ein klares Signal an die Bundesregierung ausgehen: Diese Gesellschaft ist nicht länger bereit, mit den Risiken der Atomtechnologie zu leben. Wer jetzt über die Kosten der Energiewende spricht, sollte sich noch einmal die Bilder aus Tschernobyl und Fukushima ansehen, damit die Relationen wieder stimmen.“
1986: Tschernobyl – 25 Jahre danach: Fukushima
Am 26. April 1986 kam es in Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt
Prypjat unter anderem aufgrund von Bedienungsfehlern zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg und einer Kernschmelze.
Ein Vierteljahrhundert später, am 11. März 2011, ereignete sich nach einem Erdbeben und einem Tsunami im japanischen Fukushima eine weitere Atomkatastrophe. Inzwischen hat die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA (Nuclear and Industrial Safety Agency) eine vorläufige Einschätzung des Reaktorunfalls auf der höchsten internationalen Stufe INES 7 (International Nuclear Event Scale) vorgenommen. Eine Einstufung wie die Katastrophe in Tschernobyl.

Windräder basteln für eine bessere Energiepolitik...

In großer Betroffenheit über die Ereignisse in Japan und mit dem festen Willen, gemeinsam dafür zu streiten, dass die Atomkraftwerke in der Bundesrepublik endlich stillgelegt werden, finden seit Beginn der japanischen Reaktorkatastrophe immer montags in zahlreichen Orten Aktionen und Mahnwachen statt. Insgesamt beteiligen sich über 140.000 Menschen im ganzen Bundesgebiet daran.

Die Mahnwachen mit Gebet in der St. Clemens-Kirche auf Amrum werden auch in den nächsten Wochen jeden Montag um 18 Uhr fortgesetzt.

Verantwortlich für diesen Artikel: Susanne Kühn

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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