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Ein Wehenschreiber für Amrum…(kt)

Mit dem Kauf eines neuen Wehenschreibers – CTG (Cardiotokograph) konnte der Förderverein des Föhr Amrumer Krankenhauses erheblich zu der Unterstützung von Amrums Hebamme Antje Hinrichsen beitragen.

Sandra Bäder am CTG...

Um die Arbeit der Hebamme auf Amrum zu erleichtern und um den werdenden Müttern, die oftmals zeitaufwendige Fahrt nach Föhr zu sparen,  hat der Förderverein das 3500 Euro teure Gerätes für das Föhr Amrumer Krankenhaus angeschafft. Vorsitzender des Fördervereins auf Amrum, Hark Gereke, traf sich zu einem Gespräch mit der Hebamme, um die Wichtigkeit dieser Unterstützung vom Förderverein zu verdeutlichen.

Schon ab der 28 Woche werden die Herztöne des Ungeborenen in regelmäßigen Abständen beim Frauenarzt mit dem CTG abgehört und aufgezeichnet. Dieser Herz-Ton-Wehenschreiber ist ein unverzichtbares diagnostisches Verfahren in der Geburtshilfe mit dessen Hilfe die Herztonveränderungen als auch vorzeitige Wehen erfasst werden können. Ab dem Stichtag der Geburt wird das CTG täglich eine halbe Stunde bei der Schwangeren abgehört, was für die Amrumer Mütter eine tägliche Fahrt nach Föhr bedeutet und bei ungünstiger Fährverbindung einen Tagesausflug. Eingeschränkte Fährzeiten durch Ostwind oder Eisgang können da schon zu einem Problem werden. “Gerade in diesem harten Winter war es gut, das wir das CTG hier auf der Insel abhören konnten, das war eine große Erleichterung für die kurz vor der Geburt stehenden Mütter”, erklärt Antje Hinrichsen.

Hark Gereke und Antje Hinrichsen

Sie hat in ihren Jahren als Hebamme auf Amrum schon 220 Kindern auf die Welt geholfen und deren Mütter in den Wochen vorher und nachher begleitet. In den letzten Jahren hatte sie jedoch kaum eine Hausgeburt auf der Insel, die Mütter entbinden meist auf der Nachbarinsel im Föhr Amrumer Krankenhaus. “Neu zu gereiste Schwangere verlassen manchmal Wochen vorher die Insel, um bei sich zu Hause im Krankenhaus zu entbinden und so sind die Zahlen der Neugeborenen auf der Insel in den letzten Jahren im Rückgang”, schildert Amrums Hebamme. Existensängste durch die erhöhten Versicherungsbeiträge und rückläufige Geburtszahlen plagten die Insulanerin schon im letzten Jahr, wo der Rotary Club ihr für ein Jahr den Rücken stärkte, allerdings steht dieses finanzielle Problem in diesem Jahr wieder vor der Tür. “Mit dem Kauf des CTG vom Förderverein Föhr Amrumer Krankenhaus, sind Herz-Ton-Aufzeichnungen und Wehenerkennungen auf Amrum möglich und geben so werdenden Müttern mehr Sicherheit”, freut sich Antje Hinrichsen und dankt dem Förderverein für den Einsatz.

Die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Föhr Amrumer Krankenhaus findet am 29. April um 17.15 Uhr im Hotel Restaurant Friedrichs in Nebel statt. Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, denn jeder kann helfen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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