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Ein Verkehrskonzept soll eine ganzheitliche Betrachtung ermöglichen…(to)

Die Gemeindevertretung Norddorf hat mit fünf zu drei Stimmen beschlossen, ein Verkehrskonzept für die Gemeinde erstellen zu lassen.

Das Verkehrskonzept wird kommen...

Das Verkehrskonzept wird kommen..

Die Mehrheit sah darin die Chance, die Verkehrsströme im Dorf ganzheitlich zu betrachten und durch verlässliche Zahlen zukünftige Maßnahmen entsprechend planen zu können und auf nicht zufrieden stellende Gegebenheiten und zukunftsorientierte Anforderung seitens des Tourismus konzeptionell zu reagieren. Solche visionären Ideen von Bürgermeister Peter Koßmann, wie den Betrieb einer Bäderbahn zur Strandanbindung in Norddorf und die Reduzierung des Autoverkehrs im Ort, würden zum Beispiel bei der Erstellung des Verkehrskonzeptes auf ihre Machbarkeit geprüft werden. Aber auch die Argumentation bei regelmäßig stattfindenden Verkehrsschauen für Anträge auf Veränderungen in der Verkehrsführung hätten eine Grundlage mit fundierten Zahlen, argumentierte ein Befürworter des Konzeptes.

Den formlosen Antrag auf eine Sperrung eines wassergebundenen Wegs, der als Durchgangsstrecke von vermeintlich vielen Verkehrsteilnehmern genutzt wird, hätte mit einem Konzept ebenso eine faktenorientierte Entscheidung erhalten. Jetzt fassten die Gemeindevertreter einen emotionalen Beschluss und lehnten den Antrag ab.
Die dem Beschluss über die Erstellung eines Verkehrskonzeptes kritisch und ablehnend gegenüberstehenden Gemeindevertreter, argumentierten mit den anfallenden Kosten für Erkenntnisse, die auch in den eigenen Reihen bestehen würden. „Was weiß der Planer mehr als wir. Wir geben immer wieder soviel Geld für Beratungen und Planungen aus, bei denen letztendlich nie was raus kommt“, argumentierte Heinrich Johannsen gegen das geplante Konzept. Als völlig abstrus und hanebüchen sah Klaus Düsterhöft die Idee einer Bahnverbindung “alla Insel Paul” vom Großparkplatz zum Strand an, die schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt sein würde. „Zudem kann ein Konzept nur so gut sein, wie es auch überwacht wird“, argumentierte er weiter.
Bürgermeister Peter Koßmann rechtfertigte sich damit, dass es schon gestattet sein müsse Visionen zu haben und diese auch äußern zu dürfen. Hinter der Bestrebung, in Norddorf den Verkehr zu beruhigen und den Ort ein Stück weiter autofrei zu machen, stünde er immer noch – auch wenn diese Meinung nicht von jedem geteilt werden würde. „Wir sind keine Fachleute und man darf nicht über Jahrzehnte schimpfen und dabei die Hände in die Hosentasche stecken. Probleme lösen sich nicht von alleine“, argumentierte Tourismusausschussvorsitzender Freddy Flor.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Ist ja wirklich gut und schön das sich Gedanken gemacht werden. Hab da einen Tip: schaut doch mal in die Schubladen. Ich weiß nicht, wieviele Verkehrskonzepte für Norddorf da schon liegen. Vielleicht eignet sich ja eines davon, bevor wieder ein Haufen Steuergelder ausgegeben werden und das Papier wieder in der besagten Schublade landet.

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