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Zu hohe Verluste lähmen die Gemeinde, der Betrieb wird eingestellt…(to)

Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Wittdün wurde endgültig beschlossen, sich von seinem ThalassoZentrum mit jährlichem Defizit von 250.000€ (wir berichteten) zu trennen.

Endgültig Geschichte...

Endgültig Geschichte…

Der dort in namentlicher Abstimmung gefasste Beschluss lautete, dass der Betrieb zum 31.12.2011 eingestellt und das Haus geschlossen wird. Lediglich ein Gemeindevertreter stimmte gegen die Schließung.

Mit diesem Beschluss wurde nun das ziehen der Reißleine besiegelt, um die Gemeinde vor dem nicht mehr zu verantwortenden Defizit, das schon seit vielen Jahren den Gemeindehaushalt lähmt und die Umsetzung von wichtigen Infrastrukturmaßnahmen im Ort verhindert, Einhalt zu gebieten. Derzeit besteht nur noch die Chance den Fortbestand des Betriebes zu erhalten, wenn ein privatwirtschaftlicher Interessent aus der Deckung springt und das Haus im laufenden Betrieb übernehmen wollte. Allerdings scheint dies ausgeschlossen zu sein, da sich schon auf die bisher laufende Ausschreibung zur Übernahme gerade mal ein unverbindlicher Interessent gemeldet hat, der die dort formulierten Konditionen ohnehin nicht akzeptieren wollte.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte die Zitterpartie um ihre Arbeitsplätze und ihre Existenzgrundlage bereits im vergangenen Jahr begonnen. Das Haus sollte laut Planung schon zum 31.12.2010 geschlossen werden. Aber aufgrund von verstrichenen Fristen seitens der Betreiber und nicht akzeptierten Kündigungsangeboten in Form eines Sozialplanes von den Angestellten, hatte sich dieses Vorhaben der Gemeinde nicht mehr in 2010 umsetzten lassen. Die von der Kündigung Betroffenen sahen im Gegensatz zu den Gemeindevertretern sehr wohl Perspektiven für den Fortbestand und zeigten Möglichkeiten auf, um den Betrieb des Hauses effizienter zu gestalten. Parallel wurde eine Unterschriftensammlung gestartet, dessen Ergebnis vor der Beschlussfassung dem Bürgermeister übergeben wurde. 529 Insulaner und Gäste hatten dort gegen die Schließungsabsichten unterschrieben.

Wie Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus vor der Abstimmung erklärte, basiere der zu fassende Beschluss auf der Grundsatzentscheidung des Tourismusausschusses vom September letzten Jahres, das Thalassozentrum und Amrum Badeland wirtschaftlich zu trennen und das Haus zu privatisieren. Am 20.12.2010 wurde ergänzend beschlossen, einen Betreiber zu finden, der den Betrieb 1 zu 1 übernehmen würde. Würde dies nicht gelingen, müsse die Schließung erfolgen.

Die noch in 2009 durchgeführte Umgestaltung und Renovierung hätte zwar in Verbindung mit der Arbeit des flexibel aufgestellten Teams des Thalassozentrums eine Umsatzsteigerung eingebracht, die sich mit 3,5 % in 2010 aber nicht in dem erforderlichen Umfang gestaltete, erläuterte Jungclaus. Gemeindevertreter Jens Petersen sah den Grund für das Dilemma bereits bei der Planung des Gebäudes begründet. Das Haus sei seiner Meinung nach an dem Bedarf vorbeigeplant worden und viel zu groß ausgefallen. Die finanziellen Grenzen wurden bereits überschritten, als die Gesundheitsreform die Erträge für Kuranwendungen in den Keller rutschen ließen. Gemeindevertreter Christian Klüßendorf sah mit der Schließung des Hauses den Wegfall eines Angebotes verbunden, dessen Auswirkung auf das Buchungsverhalten der Gäste überhaupt noch nicht abzuschätzen sei. Einer Schließung stimmte er daher nicht zu.

„Warum wurden nicht die Gelder, die noch vor zwei Jahren für die Renovierung aufgewendet wurden, in eine Verkleinerung des therapeutischen Bereichs investiert, um so den Betrieb zu optimieren und den Energiebedarf zu senken“, hinterfragte eine vor der Kündigung stehende Therapeutin den Gemeinderat. „Wir haben mit dieser Maßnahme die Hoffnung verbunden, die Attraktivität des Hauses so nachhaltig zu steigern, dass die Defizite bedeutend gesenkt hätten werden können“ entgegnete Jungclaus.

Allein die Tatsache, dass auf Drängen der Kommunalaufsicht die Realsteuern in Wittdün 2012 erneut bis zur maximalen Grenze erhöht werden müssen, um die enormen Verluste aus dem Wirtschaftsbetrieb der Gemeinde auszugleichen, zwingt zu dem Schritt der Schließung. „Aus Kiel werden voraussichtlich noch weniger Verlustausgleichszahlungen fließen als bisher“, befürchtet der Bürgermeister.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

14 Kommentare

  1. Die Entscheidung war sowohl mutig wie überfällig.Nur der kann das kritisieren,der in die eigene Tasche greift und das fehlende Geld einzahlt.

  2. Jede Gemeindevertretung hat die Aufgabe nach Möglichkeit einen ausgeglichenen Jahreshaushalt zu erwirtschaften. Bei ständig steigenden Pflichtkosten und teilweise unkalkulierbaren Einnahmen und Landeszuschüssen wir das immer schwieriger. Wenn eine Gemeinde dazu noch ein Unternehmen betreibt wird die Angelegenheit noch schwieriger und bestimmt hat die Gesundheitsreform dazu beigetragen, dass die Auslastung des Thalassozentrums rückläufig war aber hat man darauf richtig reagiert?
    Da wurde viel Geld investiert um den Räumlichkeiten ein “Designer-Outfit” zu verpassen, auf der anderen Seite wurde die Anmeldung und Beratung in den eher nüchternen Bereich des Schwimmbad-Eingangs verlegt. Der optisch gut angepasste Anmeldebereich im Thalassozentrum wurde, bestimmt nicht ohne Kostenaufwand, abgebaut und gibt dem Bereich jetzt nur Leere und Unpersönlichkeit.
    Hat man versucht die geringeren Kassenleistungen durch Zusatzangebote zu erweitern? Warum kann ich als Kassenpatient im Krankenhaus durch eine private Zuzahlung die Leistung aufstocken, in einem Kurmittelbetrieb aber nicht? Wenn die Kasse nur Schlickpackungen bezahlt verzichtet so mancher Gast viellleicht auf die Behandlung, könnte er durch Zuzahlung aber in den Genuss einer Natur-Schlick-Behandlung kommen wäre er dazu eher bereit als selbst die vollen Kosten zu tragen.
    Das Wichtigste in dieser Situation wäre aber gewesen, die Mitarbeiter mit ins Boot zu holen. Viele sind schon seit Jahren im Betrieb tätig aber wurden sie daran beteiligt den Betrieb wirtschaftlicher zu strukturieren.Hier ging es um den Erhalt von Arbeitsplätzen, die auf der Insel nun nicht gerade in übermäßiger Anzahl vorhanden sind.. Hat man die Mitarbeiter einmal gefragt, ob z.Bsp. ein Fitnessraum mit einer solchen Anzahl an Geräten notwendig ist. Ich bin zwar nur 2x für 3 Wochen im Jahr auf der Insel aber habe vormittags noch nie jemanden dort gesehen.
    Wären einige Mitarbeiter vielleicht auch bereit gewesen andere Aufgaben zu übernehmen um zusätzliche Kosten für Aushilfen oder Saisonkräfte einzusparen oder um die Kapazitäten des Hauses besser auszulasten?
    Wenn der Beschluß das Thalassozentrum zum Jahresende zu schließen bestehen bleibt stellt sich natürlich auch die Frage: schreibt das Schwimmbad schwarze Zahlen oder ist das Thalassozentrum nur das Bauernopfer um nicht das “Aushängeschild Wellenbad” zu schließen.
    Die Gemeinde Norddorf hat sich von ihrem Schwimmbad verabschiedet, weil die Kosten nicht mehr zu tragen waren, Wittdün verabschiedet sich lieber von einen Servicebetrieb der der Gemeinde eigentlich erst die Bezeichnung Kurort einbringt. Unsere Gäste bezahlen Hauptsaison-Kurabgabe ab 1. März aber die Möglichkeit auch Kuranwendungen vor Ort in Anspruch zu nehmen sind nicht mehr gegeben.
    Ich persönlich halte die Entscheidung der Gemeindevertretung für falsch weiterhin ein “Spassbad” zu betreiben und dafür auf den Kurbetrieb zu verzichten.

  3. Dem Kommentar von Marlies Müller kann ich mich nur anschliessen.
    Man hat damit eine Attraktivität aus der Hand gegeben die man nicht überall antrifft.
    Vom Marketing her hat man nicht wohl nicht alle Möglichkeiten ausgeleuchtet und untersucht. Was hätte alles, problemlos, kostenreduzierend und um das Angebot anziehender gestalten zu können, sich alles einfallen lassen können? Ich denke, wenn man nicht nur kostenbewusst, sondern auch kreativ an die Sache heran gegangen wäre und ggf. mit externer Beratung, dann wäre man zu einem anderen Ergebnis gekommen. Schade, aber wenn der Laden erst mal geschlossen ist wird man Jahre brauchen um wieder so eine ähnliche Attraktivität für die Insel zufinden.

  4. Britta Siegler

    Ich kann mich den Beiträgen von Frau Mülder, Frau Schinkel und Herrn Frohme nur anschließen. Darüber hinaus kann ich als Außenstehende überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich eine so kleine Insel wie Amrum in 3 Gemeinden aufteilen kann. Überall sonst werden Verwaltungseinheiten zusammengelegt um effizienter arbeiten zu können. Auf Amrum bekommt man auf die Frage wie es sein kann, dass es 3 Gemeinden gibt die Antwort, weil sich 5 nicht durchsetzen konnten. Steenodde und Süddorf wären sicherlich auch noch gerne eigenständig! Mit dieser Haltung machen sich die Amrumer ihre Möglichkeiten doch selbst zunichte. Dass eine kleine Gemeinde wie Wittdün so eine Einrichtung nicht selber finanzieren kann ist verständlich, unverständlich ist aber, warum sich nicht zumindest in diesem Fall einmal die Gemeinden zusammen tun und die Finanzierung gemeinsam tragen, um das Angebot für alle Einwohner Amrums und für alle Gäste offen zu halten. Ich selber habe das Angebot im ThalassoZentrum gerne genutzt und werde es sehr vermissen. Darüber hinaus werde ich Gäste in meiner Ferienwohnung, die gerne einen 3wöchigen Kururlaub auf Amrum verbringen, verlieren.

  5. Am 20.12.10 wurde beschlossen, einen Betreiber zu finden. Nun stellt sich uns die Frage, wie denn ein Objekt, welches nur 2 Wochen beworben wurde, nämlich von Mitte bis 30. April einen privaten Betreiber a. d. „Deckung“ locken sollte?
    Derzeit besteht KEINE aktuelle Ausschreibung !!!
    Lässt diese Tatsache nicht sogar die Annahme zu, dass evtl. Interessenten schon in besagter Deckung sitzen ?!
    Ein vorgelegter Sozialplan sah vor, geschlossen von allen betroffenen Mitarbeitern unterschrieben werden zu müssen, da er ansonsten ungültig gewesen wäre ! U. a. gehörte ein „wohlwollendes Zeugnis“ zum Inhalt des Sozialplanes. Dieser Zusatz verwundert umso mehr, als dass doch jedem Arbeitgeber bekannt sein sollte, dass er von Gesetz wegen eine Verpflichtung hat, dem Arbeitnehmer ein qualifiziertes Zeugnis auszustellen !
    Die Perspektiven aus Sicht der Mitarbeiter bestanden z.B. in der Umsetzung eines am 23.Sept. letzten Jahres der Gemeindevertretung eingereichten Sparplanes, der wegen eines Formfehlers vom Tisch gewischt wurde. Dieser wies ein Volumen von 120000,-€ auf und beinhaltete z.B.: Verkürzungen der Therapiezeiten, Energieeinsparungen, Optimierung von Arbeitsprozessen, Mehreinnahmen durch Erhebung von Wäschegebühren, u.v. m. ! Um so unerträglicher ist es, von Seiten des BM eine Äußerung während der letzten Sitzung, bezüglich der mangelnden Initiative der die Mitarbeiter, hinnehmen zu müssen !Die Gemeindevertretung kann doch nicht wirklich geglaubt haben, durch neue Farbe an den Wänden, ein Defizit von 250000,-€ ausgleichen zu können. Es wurden längst überfällige wirtschaftliche Umstrukturierungen unterlassen und das Marketing lässt mehr als zu wünschen übrig !
    Einen schwachen Hoffnungsschein gibt es jedoch am Horizont: Eines der Gemeindemitglieder scheint ausgeschert zu sein und die Sichtweise der Vermieter, die hier sehr vermisst werden, zu vertreten. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Art der kritischen Betrachtung in den Köpfen des Gemeinderates durchsetzt, denn sonst wird es für die Vermieter ein zu spätes Erwachen geben.
    Es gibt eine nicht unbeträchtliche Anzahl Gäste, die zum kuren auf ihre geliebte Insel Amrum, in den Kurort Wittdün kommen ! Wie lange noch ?
    Die betroffenen Mitarbeiter des Thalasso-Zentrums

  6. Corinna Kramer

    Mit dem ThalassoZentrum verbinde ich ungute Erinnerungen an Amrum. Die Mutter-Kind-Kur im damaligen Lenzheim habe ich dort für Lymphdrainagen genutzt. Vor der ersten Therapie mußte ich sofort die ganze Behandlung bezahlen. Auf meine Antwort, dass das auf dem Festland unüblich ist, wurde mir in scharfem Ton mitgeteilt, dass auf Amrum andere Regeln herrschen. Zweimal war ich zur Behandlung und dann nie wieder. Mein Bein wurde nicht richtig behandelt, es spannte und wurde dicker. Betroffene werden wissen, von was ich rede. Mein heimischer Therapeut wunderte sich sehr und forderte mich auf, diese “Art der Therapie” sofort abzubrechen. Ich fragte nochmals im ThalassoZentrum nach, ob man auch Fachkräfte eingestellt haben, die meine Beschwerden lindern könnten. Auch hier wurde ich nur angefaucht, man hatte kein Verständnis für meine Belange. Dieses Zentrum habe ich nur noch vom Bus aus gesehen, bin da nie wieder hin gegangen.
    Irgendwie steckte wohl schon Mitte der 90er Jahre im ThalassoZentrum der Wurm drin, nur die Öffentlichkeit hat es nicht bemerkt.

  7. Liebe Frau Mülder,
    ich gebe Ihnen in fast allem Recht, jedoch ist das Thalassozentrum Geschäftspartner der Krankenkassen und an deren Vorgaben gebunden. Was in Krankenhäusern als Zusatzleistung möglich ist , weiß ich nicht.Wir können jedoch nur Leistungen mit der Krankenkasse abrechnen, die wir auch tatsächlich an den Patienten abgegeben haben.Und Naturschlick gehört nunmal außerhalb ambulanter Badekuren nicht mehr dazu.
    Dies ist aber meiner Meinung nach nebensächlich. In allem anderen danke ich Ihnen für Ihre Meinungsäußerung und stimme dem uneingeschränkt zu.
    Silke Wulfert
    Mitarbeiterin Thalassozentrum

  8. Die Gemeinde Wittdün schließt das ThalassoZentrum, die einzige Einrichtung dieser Art für das Gesundheitsprädikat Seeheilbad auf Amrum. Für die Öffentlichkeit ohne Erklärung der Folgen, ohne Abwägung der Risiken und ohne erkennbare Aussicht, was dann damit geschieht. Wenn dennoch das Angebot weitergeführt werden soll, dann hätte ich von verantwortungsbewussten Gemeindevertretern erwartet, wegen der besonderen Bedeutung dieser Entscheidung nicht eher zuzustimmen, bis ein allseits abgesichertes Konzept auf dem Tisch liegt. Davon ist immer noch nichts zu hören oder zu sehen.
    Das ThalassoZentrum gehört zur unverzichtbaren touristischen Infrastruktur der Insel. Zweifellos sind die hohen Betriebsverluste nicht länger hinzunehmen und wären auch nicht bei einer Kostenbeteiligung der Nachbargemeinden zu rechtfertigen. Aber ohne jegliche Zukunftsperspektiven richtet schon die Ankündigung der Schließung langfristig nicht wieder gut zu machende Schäden für den auch auf Amrum aussichtsreichen Gesundheitstourismus an. mit dem andere Gemeinden, z.B. Föhr und St.Peter-Ording sehr erfolgreich sind.
    Das ThalassoZentrum hat mit leistungsfähigem Personal und zeitgemäßer Ausstattung alle nötigen Einrichtungen. Sie müssten nur optimiert, aktiviert und professionell betrieben werden. Aber dazu braucht man mit Marketing und Verkaufsförderung vertraute Unternehmer, nicht Unterlasser. Darum hätte sich die Gemeinde kümmern müssen.
    Fest steht: So miserabel ist uns allen Betroffenen selten eine folgenschwere Entscheidung vermittelt worden. Ich finde es jedenfalls unverantwortlich, in dieser Zeit ein voll funktionsfähiges ThalassoZentrum mangels besserer Ideen gegen die Wand fahren zu lassen.

    Carl Hermann Klüßendorf

  9. Guten Tag,
    seit wir unsere Flitterwochen vor 3 Jahren auf Amrum gemacht haben, sind wir verliebt in diese Insel. Seit dem sind wir jedes Jahr dort gewesen. Wir gehören sicher noch nicht zu den Stammgästen aber dennoch kann ich sagen, wenn jemand nur nach Amrum kommt um in ein Spaßbad oder in ein Wellness – Zentrum zu gehen, dann muss er auch nicht nach Amrum fahren. Diese Insel hat so viel schönes zu bieten, was man wo anders nicht sieht und bekommt.
    Letztes Jahr waren wir das erste mal mit unserem 1 jährigen Sohn da und auch ohne Spaßbad hat es ihm gefallen, vor allem der schöne Sandstrand. Es gibt so vieles zu entdecken für Kinder und Erwachsene. Auch bei schlechtem Wetter hat Amrum seinen Reiz. Warum sollen Kinder nicht auch mal bei Regen raus….
    Also ob mit oder ohne Spaßbad und Thalasso Zentrum, wir werden dieses Jahr nicht das letzte mal nach Amrum reisen und den Zauber der Insel genießen.

  10. Liebe Frau Wulfert,
    ich freue mich, dass Sie sich meinem Kommentar anschließen können und ich weiß auch, dass die Vorgaben der Krankenkassen im Moment verhindern, dass man die Leistung aufstocken kann aber hat denn schon einmal jemand mit den Kassen verhandelt und die besondere Situation und auch die besonderen Möglichkeiten dargestellt? Warum schließen sich Gemeinden, die Naturschlick anbieten können nicht einmal zusammmen und versuchen z.Bs. die AOK , die selber auf der Insel vertreten ist , davon zu überzeugen, dass es für die Kasse doch keinen Unterschied macht, wenn der Patient die Differenz selbst bezahlen will.Vielleicht wäre die Verwaltung gefordert sich auch mit den Verwaltungen anderer Kurorte abzusprechen und gemeinsam dieses Anliegen gegenüber den Kassen zu vertreten.

    Die Leidtragenden sind die Mitarbeiter, die zum Jahresende ihre Arbeitsplätze verlieren. Wenn diese Entscheidung sein musste, warum werden dann nicht die tatsächlichen Verlustzahlen genannt, und zwar getrennt und detailliert für das Badeland und das Thalassozentrum.

  11. Es ist schon erstaunlich das gerade Herr Klüßendorf dafür plädiert,hätte er nicht so ein Minischwimmbad bauen lassen gäbe es sicher dieses Riesenproblem nicht.
    Amrum muß lernen das es auf so einer kleinen Insel nur eine Großgemeinde eine Überlebendmöglichkeit hat.Überall werden Gemeinde und Städte zusammen gelegt,wieso nicht auf so einer kleinen Insel.Das gilt natürlich auch für Föhr.
    Frau Schinkel hat recht,ist man einmal im Schwimmbad geht man auch zur Wellnessbehandlung um rumgekehrt.Was soll ein Schwimmer in diesem “Kinderspaßbad”?
    Die Sache war doch vom ersten Tag zur Scheitern verurteilt.
    Amrum dürfte langsam aus Schaden klug werde.
    So zu tun als ob die schwarzen Schafe der Mieter alles Schuld sind,ich kann mir nicht vorstellen, dass es die in großer Zahl gibt.

  12. wie lange bleibt das bad offen? wir kommen aus hessen für 11 tage nach amrum, wir wollten erst woanders urlaub machen , aber mein einwand das in amrum ein schönes bad ist hat dann alle überzeugt.
    können wir denn die sauna noch in anspruch nehmen???

  13. Helke Peppmüller
    Anmerkung zu Ihrem Kommentar.
    “Wohlwollendes Zeugniss” Diese Formulierung wird verwendet, wenn man z.B. jemanden beim Klauen erwischt hat, er geständig ist, seine, ihm nahegelegte, Kündigung abgibt (erspart Ärger mit dem Arbeitsgericht) und wenn man ihm seinen Abgang erleichtern will. In dem Zeugnis steht z. B. nicht ” er oder sie war ehrlich, wir bedauern sein Ausscheiden, wir wünschen ihm oder ihr alles Gute für die Zukunft usw.”. Den Mirarbeitern des Thalasso Zentrums stehen Zeugnisse mit allen positiven, fördernen und wohlwollenden Punkten zu. Auf nichts anderes sollten sie sich einlassen.

  14. Die Entscheidung zur Schließung ist aufgrund der verzwickten Gemeindegemenge ( 3 Zwerggemeinden mit 650 , 700 u. knapp 1000 Einwohnern ) 2 Bauhöfen und so weiter , der Entschluß der fallen mußte . Wer soviel Geld für vollkommen überflüssige komunale Struckturen verplämpert , darf sich nicht wundern , das er kein Geld für wichtige Dinge auf der Insel mehr übrig hat . Ich selber kenne diese Probleme in der eigenen Komune , in der immer noch einige kleine Stadtteile es nicht begriffen haben , dass man eine bestimmte Größe braucht , um schlagkräftig zu sein und somit alle wichtigen wichtigen Dinge für eine Gemeinde zu finanzieren . Aber irgendwann wird auch bei ihnen die Finanznot so groß , dass man sich diesen komunalen Wahnsinn nicht mehr leisten kann . Die Frage ist nur , wieviel Infrastruktur muß noch kaputt gehen deren Neuerstellung dann nicht mehr zu finanzieren sein , um Vernunft in die Schädel der Verantwortlichen zu bekommen ?

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