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Mit dem Schiff zum Festland…(kt)

Bereits der dritte kleine Seehund “Heuler” wurde am Freitag auf dem Kniepsand gefunden und von den Mitarbeitern des Carl Zeiss Naturzentrum betreut.

Von seiner Mutter getrennt...

Von seiner Mutter getrennt...

Erst ein paar Tage alt, wurde der kleine Kerl von seiner Mutter getrennt und war in den vergangenen Tagen schon mehrmals im Wasser vor dem Norddorfer Strand gesichtet worden. Mitten im bunten Treiben des Strandes ruhte der Heuler am Freitagmorgen unweit der Surfschule. Gesund aber ein bisschen unterernährt brachte der Leiter des Naturzentrums Armin Jeß den Heuler auf seinen Weg zur Seehundstation in Friedrichskoog. Mit dem “Adler-Express”, auf dem schon zwei Heuler von der Nachbarinsel Sylt warteten, ging es nach Nordstrand, wo dann die drei Jungtiere von Mitarbeitern der Aufzuchtstation in Empfang genommen wurden.
51 Heuler sind in diesem Jahr schon in Friedrichskoog aufgenommen worden, wo sie 3 Monate aufgepäppelt werden und dann mit einem Gewicht von 30-40 kg wieder ausgewildert  werden.
Die Seehunde werden in den Sommermonaten zwischen Juni und Ende Juli auf den Sandbänken rund um Amrum geboren und können gleich bei der nächsten Flut schon mit ihrer Mutter schwimmen. Bei stürmischen Wetterverhältnissen kann es zu einer Trennung der beiden Tiere kommen, dann ruft der kleine Seehund nach seiner Mutter, daher auch der Name “Heuler”. Wenn so ein junger Seehund an den Strand kommt, warten die Seehundsjäger oder Mitarbeiter des Naturzentrums zwei Tiden ab, um dem Muttertier die Möglichkeit zu geben, den Heuler wieder zu finden. Können die beiden Seehunde nicht wieder zueinander finden, wird der Heuler nach Friedrichskoog gebracht, wo er untersucht und behandelt werden kann.
Großes Aufsehen am Wittdüner Fähranleger, als der Seehund auf sein Taxi wartete, ganz rechts Armin Jeß

Großes Aufsehen am Wittdüner Fähranleger, als der Seehund auf sein Taxi wartete, ganz rechts Armin Jeß

Klein und niedlich sehen die Heuler aus, wenn sie so verlassen, einsam und heulend am Strand liegen, aber es ist Vorsicht geboten, denn auch die kleinen Seehunde haben schon scharfe Zähne und kräftige Krallen. Es sind keine Kuscheltiere zum Anfassen und man sollte nicht einfach auf eigene Faust handeln, sondern das Carl Zeiss Naturzentrum benachrichtigen oder sich an einen der Seehundsjäger wenden. Über die Amrum Touristik Tel: 94930 oder das Naturzentrum Tel: 1635 können alle Informationen weiter gegeben werden.
Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

Ein Kommentar

  1. Moin auf Amrum,
    danke für diesen netten Bericht. Es ist doch gut, dass es die Seehundstation im Friedrichskoog gibt. Auch wir hatten am Donnerstag vor Pfingsten am Süddorfer Strand eine Begegnung mit so einem kleinen Heuler, der dann Freitag früh von den Rettern abgeholt wurde. Es waren wieder herrliche Tage auf der Insel. Ein ganz großes Lob auch an die Stadtverwaltung. Die neue Wegbeschilderung (haben wir schon Ostern begrüßt) ist einfach toll. Man findet jetzt ganz sicher überall hin und weiss sogar, wie weit man laufen muß. Amrum – immer wieder gerne.
    Viele Grüße aus Süddeutschland

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