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24 Meter am Stück und beachtliche Fahrleistungen…(to)

Mit der Anlieferung des 24 Meter langen Brückenteils auf Amrum, ist die Baustelle für die Erstellung des Seiteneinstiegs auf dem Wittdüner Fähranleger wieder einen bedeutsamen Schritt vorangekommen.

Arbeiten an der Oberfläche stehen an...

Arbeiten an der Oberfläche stehen an…

Denn so gekonnt und routiniert, wie der Fahrer des Schwerlasttransports mit dem blau lackierten Stahlungetüm auf der Mole agierte, war der gesamte Ablauf des Transports nicht gewesen.

Mit einem Tag Verspätung war die insgesamt 33 Meter lange Fuhre in Nordfriesland angekommen. Da die Genehmigungen für die Fahrt über das Straßennetz und die damit verbundene Absicherung durch Polizei und Begleitfahrzeuge nicht rechtzeitig vorlagen, musste Brummikapitän Bernd Krusebecker mit seinem 540-PS-Spezialtransporter im niedersächsischen Stemwede bei Minden auf grünes Licht warten. „Aufgrund der Abmaße durfte ich nur nachts fahren und hatte so die erste Zwangspause in Buddikate auf der A1. In Dagebüll sind wir dann gegen 3.30 Uhr eingetroffen“ berichtet der Transport-Fachmann.

Es fehlten wenige Zentimeter...

Es fehlten wenige Zentimeter...

Aufgrund der außergewöhnlichen Höhe des Brückenteils, konnte das Fahrzeug bei der Entladung in Wittdün das Autodeck der „Uthlande“ nicht ungehindert durchfahren. Es fehlten nur wenige Zentimeter als die Zugmaschine auf die Hebebühne auffuhr und trotz des hydraulischen Absenkens des Fahrzeuges, reichte die Durchfahrtshöhe nicht aus. Also Manöver zurück, wieder ablegen, die „Uthlande“ rasch gedreht, um dann rückwärts von Bord fahren zu können.

Rückwärts von der Fähre...

Rückwärts von der Fähre...

Da der Transport mit der fahrplanmäßigen Fährverbindung durchgeführt wurde, war das nötige Publikum natürlich auch anwesend. Nicht wenige Fotoapparate wurden gezückt, um das Treiben festzuhalten. Wie an der Schnur gezogen fuhr der Schwertransport rückwärts zur Ablagefläche des Brückenteils auf dem Fähranleger. Manch Autofahrer würde dieses Manöver schon im eigenen Auto die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Aber wer hat schon einen Einweiser, der per Fernbedienung die 6 Achsen des Aufliegers auf Kurs hält. Im Galopp wurden die mitgebrachten Lagerböcke und Holzklötze herangeschafft, um Bernd Krusebeckers Fracht vom Tieflader loszuwerden. Dabei pumpte er die tonnenschwere Fracht mehrfach rauf und runter, bevor die Lage so zufriedenstellend war, dass der Auflieger unter der Konstruktion herausgezogen werden konnte.

Nicht viel Luft...

Nicht viel Luft...

Der Zeitdruck wurde dabei durch die wartende Fähre erhöht. Krusebecker machte dabei seinem Partner kurz und lautstark klar, dass am nächsten Tag für sein Gefährt Fahrverbot herrsche und er diese Fähre nehmen müsse. Zurück blieb ein Brückenteil, das angesichts seines geschätzten Gewichts schon etwas filigran anmutend gelagert dalag. „Ich möchte da nicht unter durch kriechen“, merkte ein Passant beeindruckt an, zumal das Holz beim Absetzen schon hörbar geknatscht hatte.

Henry Waidhas von den Versorgungsbetrieben zeigte sich, dabei ungeachtet der schon jetzt aufgelaufenen Bauverzögerung des aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe: „Zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, geförderten Projekts, mit den Arbeiten auf der Baustelle zufrieden.

Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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