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Justus Frantz brilliert beim Solokonzert im Norddorfer Gemeindehaus… (ab)

Einen herausragenden Konzertabend, der allen die dabei waren wahrscheinlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird, erlebten die Zuschauer beim Gastspiel von Justus Frantz auf der Nordseeinsel Amrum.

Justus Frantz

Justus Frantz

Knapp 400 Interessierte und Freunde der klassischen Musik hatten sich im Norddorfer Gemeindehaus eingefunden, um beim Solokonzert des Ausnahmedirigenten und Pianisten Justus Frantz live dabei zu sein. Und das Kommen hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Der Name Justus Frantz steht bei Kennern und Liebhabern der klassischen Musik für sich. So gilt er nicht nur in Fachkreisen als Ausnahmeerscheinung. Justus Frantz gelingt es immer wieder neue Wege zu erkunden und Menschen mit seiner Musik zu begeistern. Sein Debütkonzert, das er 1975 in New York gab, wurde von keinem geringeren als Leonard Bernstein dirigiert. Die beiden haben auch später noch häufig zusammengearbeitet. Aber auch andere namhafte Dirigenten wie Herbert von Karajan, Rudolf  Kempe oder Bernhard Haitink arbeiteten oft und gerne mit Justus Frantz zusammen. Seit je her ist es ihm ein großes Anliegen die klassische Musik einem möglichst breiten Publikum zu erschließen. Aus diesem Grund gründete er 1986 das „Schleswig-Holstein Musik Festival“. Diese Veranstaltung hat sich inzwischen einen großen Namen gemacht und zu einem Festival mit Weltrang entwickelt. Darüber hinaus war Justus Frantz Mitbegründer der „deutsch- sowjetischen jungen Philharmonie“ und Gründer der „Philharmonie der Nationen“  die sich aus jungen Musikern verschiedener Länder zusammensetzt und als eines der besten Orchester der Welt gilt. Bekannt wurde Justus Frantz außerdem durch seine zahlreichen Fernsehsendungen wie beispielsweise „Achtung Klassik“ für die er auch mit zahlreichen Fernsehpreisen ausgezeichnet wurde. Von sich selber sagt Justus Frantz: „Ich habe meinen Beruf nie als Arbeit empfunden“. Während seiner über vierzigjährigen Präsenz auf den Konzertbühnen dieser Welt hat Justus Frantz Millionen Menschen in den verschiedensten Konzertsälen begeistert.

Auch die Nordseeinsel Amrum ist für ihn keines Falls ein weißer Fleck auf der Konzertlandkarte. Bereits 2008 und 2010 hatte Justus Frantz das Amrumer Publikum bei seinen Neujahrskonzerten begeistert. Der diesjährige Konzertabend stand unter dem Motto: „Mozarts Reise nach Paris – sein Weg in die Unabhängigkeit“.  Auf dem Programm standen u.a. die Sonaten F-Dur KV 332, A-Moll KV 310 und A-Dur KV331. Dabei erlebte das insulare Publikum Justus Frantz nicht nur als Pianisten, sondern auch als Moderator, der zwischen den Stücken auch die jeweilige Situation Mozarts erläuterte. Scheinbar mühelos flogen seine Finger über die Tasten des Flügels und verzauberten die Zuschauer. Schon in der Pause fanden seine mitgebrachten CD´s reißenden Absatz.

Großer Andrang bei der Autogrammstunde...

Großer Andrang bei der Autogrammstunde...

Viele ließen sich diese auch gleich mit einem Autogramm des berühmten Pianisten signieren. Als der Konzertabend nach mehr als zweieinhalb Stunden mit einer kleinen Zugabe zu Ende ging, entlud sich die Begeisterung beim Publikum. Das Gemeindehaus tobte vor Begeisterung. Die Zuschauer bedankten sich mit langanhaltendem donnerndem Applaus und Standing Ovations. Für alle Fans von Justus Frantz sei noch gesagt, dass es noch in diesem Jahr zu einem Wiedersehen mit dem Ausnahmedirigenten und Pianisten auf Amrum kommen kann. Wie Frantz und die AmrumTouristik mitteilten laufen derzeit die Planungen für ein Konzert zum Jahreswechsel. Ein möglicher Titel des Abends wäre nach jetzigem Stand „ Chopins Reise nach Mallorca“. Wir dürfen also gespannt sein und uns auf ein baldiges Wiedersehen mit Justus Frantz freuen. Nach dem erfolgreichen Konzert ließ Justus Frantz den Abend im kleinen Kreis in der Amrumer Kultkneipe „Blaue Maus“ gemütlich ausklingen.

Verantwortlich für diesen Artikel: Andreas Buzalla

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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