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„Um Amrum Rum“ – beendete die Segelregattasaison…

Bei deutlich schwachen bis maximal mäßigen Wind und durchwachsenen Segelwetter fand die beliebte Regatta „Um Amrum Rum“ am vergangenen Wochenende statt.

Statt "Amrum Rum" war für die großen Schiffe die Wendemarke Höhe Utersum

Statt "Amrum Rum" war für die großen Schiffe die Wendemarke Höhe Utersum

Wie der Vorsitzende des ausrichtenden Amrumer Segel- und Regattaverein (ASRV), Jan von der Weppen, bei der Siegerehrung in der „Blauen Maus“ hervorhob, setzte allein die Segeljugend von Föhr und Amrum mit ihrer Jollenregatta den Rund-Amrum-Kurs um. „Ich freue mich riesig, dass die fünf Piraten und zwei Föhrjollen so eine tolle und überaus sportliche Wettfahrt absolviert haben. Großer Dank gilt hiebei Steffen Radtke von Föhr, der die Leitung der Jollenregatta als auch die Sicherung der Boote übernahm“, zeigte sich der Vorsitzende hoch erfreut.
Für die übrigen Segelschiffe gab es trotz einer gemeldeten 4, keine auskömmliche Briese, um eine spannende Regatta auszufahren. An Bord der Segler herrschte zeitweise schon entspannte Gemütlichkeit. Nachdem sich der Nieselregen verzog und die Sonne dann doch noch einige Punkte sammeln konnte, wurde auch die Sicht etwas klarer.
„Nach dem Start der ersten Gruppe, die den Kurs um die Insel segeln wollte, schlief der Wind noch weiter ein. Beim Start der zweiten Gruppe, die aufgrund der Tiefgänge der Schiffe ohnehin nicht um die Nordspitze hätte segeln können und einen Kurs südwestlich Amrums gesteckt bekommen hatte, herrschte nahezu Flaute. Die Skipper konnten knapp gegen den Gezeitenstrom ansegeln“, berichtet ASRV Regattaleiter Sönke Jessen. „Ich musste mich nun entscheiden ob es Sinn macht den gesteckten Kurs beizubehalten oder eine Bahnverkürzung zu verkünden. Da die Umrundung Amrums einen großen Reiz für die Segler darstellt und die Besonderheit der Regatta ausmacht, fällt solch Entscheidung nicht leicht“, fügt Jessen an.

Volkert Petersen mit seinem Schiff "Fuchur" auf Siegkurs in seiner Klasse...

Volkert Petersen mit seinem Schiff "Fuchur" auf Siegkurs in seiner Klasse...

Das Teilnehmerfeld der Jollen startete in Steenodde und segelte unter Land zur Nordspitze. „Die Wasserverhältnisse ließen den Vorschotern beziehungsweise der Vorschoterin und den Steuermännern der Jollen auf der Westseite Amrums freie Kurswahl. Allerdings waren die Windverhältnisse so ungünstig, dass bis zum Ziel an der Südspitze durchgehend gekreuzt werden musste. Das erforderte über einen Zeitraum von sechs Stunden eine hohe Konzentration der Jugendlichen“, berichtete Steffen Radtke. „Dieses Wochenende war wieder ein guter Nachweis für die tolle und unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen den Segelvereinen der Inseln Amrum und Föhr“, freute sich Radtke und hob hervor, dass die Aufnahme auf Amrum wieder sehr herzlich war.
Trotz der gewohnten Geselligkeit bei der Regattafeier und Preisverleihung in der „Blauen Maus“ am Abend ließen die Regattateilnehmer in ihren Gesprächen keinen Zweifel daran, dass sie angetreten waren, um in ihrer Segelklasse den Sieg nach Hause zu holen. In sieben Klassen starteten 20 Teilnehmer bei der Regatta. Als jüngster Teilnehmer unter den Besatzungen segelte an diesem Tag Momme Klüßendorf auf der „Gräte“ mit.

Helge Flor mit seiner "Jasu" fuhr auf den zweiten Platz in seiner Klasse...

Helge Flor mit seiner "Jasu" fuhr auf den zweiten Platz in seiner Klasse...

In der Wertung der Kuriositäten des Tages lagen die Skipper der Feltz 37 „Jubilee“ ganz vorne. „Den Eimer für besondere Vorkommnisse gab es für sie für die Tatsache, dass der Skipper schon vor dem Start der Regatta mit seinem Schiff auf dem „Hubsand“ in Höhe des Startschiffs festkam“, schmunzelte von der Weppen bei der Preisverleihung.  Er erinnerte daran, dass der in diesem Jahr viel zu früh verstorbene stellvertretende Vorsitzende des ASRV, Heino Röh, mit ihm zusammen die „Amrum Rum Regatta“ ins Leben gerufen hatte. Er bedankte sich bei Organisatoren, Unterstützern und Helfern der Regatta für die Hilfe für das Gelingen der Veranstaltung.

Bei den Wettfahrten der Jollen führten Nelis Friedrichs und Jannis Peters (WYC) mit einer dreiviertel Stunde Vorsprung uneinholbar das Feld an und sicherten sich souverän den Sieg der Regatta. Zweitplatziert fuhren Björn Höfer und Tim Schönfeld (WYC) durchs Ziel, gefolgt von Felix Scherer und Sven Tieze (WYC/ASRV), Nisse Peters und Bho Julius Friedrichs (WYC), Torge Erichsen und Jonny Gmelin (WYC), Ditmar Friedrichs und Thorsten Lund (WYC). Nanning Tadsen und Anna Klüßendorf (ASRV) konnten sich lange auf dem zweiten Platz behaupten, fielen dann aber doch noch auf den letzten Platz ab. „Mir hat das Segeln riesigen Spaß gemacht“, versicherte die junge Dame am nächsten Tag.

Die Ergebnisse der Regatta sind detailliert auf  HYPERLINK “http://www.asrv.de/infos.html” http://www.asrv.de/infos.html einzusehen.

Hargen Johannsen mit "X-mal" auf Siegkurs...

Hargen Johannsen mit "X-mal" auf Siegkurs...

Nach Auswertung der „Um Amrum Rum“ -Regatta war auch die Wertung des „Friesencups“ komplett. „Die Prämierung der erfolgreichen Segler resultiert aus den Ergebnissen der ausgetragenen Regatten in Husum, auf Föhr, Sylt und Amrum“, erklärt Hans August Nachtigall aus Husum. Die 71 teilnehmenden Boote sind in drei verschieden Yardstick-Klassen eingeteilt und konnten bei den jeweiligen Regatten wichtige Punkte sammeln. Zusätzlich flossen die Punkte in die Gesamtwertung für den „Friesencup“ aller Klassen ein.
Das hört sich nach viel Arbeit bei der Wertung an, doch – versichert Nachtigall – macht er sich ein Tabellenkalkulationsprogramm zunutze. Nur so kann noch am Tag der Wettfahrt der aktuelle Punktestand berechnet und verkündet werden. „Das klappte sogar, als ich am anderen Ende der Republik Urlaub machte“, schmunzelt Nachtigall.
Der Cup stellt seit 2004 einen weiteren Anreiz für die Teilnehmer der Regatten in Nordfriesland dar und hat bei den Seglern einen hohen Stellenwert erlangt. Umso ärgerlicher dürfte es für den erfolgsverwöhnten Kai Kröger von Föhr gewesen sein, dass er den Friesencup in diesem Jahr an Hargen Johannsen aus Husum abtreten musste. Hätte er doch die Chance gehabt, den Wanderpokal nach zwei siegreichen Jahren in Folge mit einem Sieg in diesem Jahr sein Eigen nennen zu dürfen. Der zweite Platz, bei der „Amrum Rum Regatta“ hat, bedeutsame Punkte gekostet.

Hargen Johannsen freut sich überden Friesencup übergeben von Hans-August Nachtigall

Hargen Johannsen freut sich überden Friesencup übergeben von Hans-August Nachtigall

In der Gruppe 1, bis 102 Yardstick, ging der Sieg an Hargen Johannsen (HSrV) auf „X-mal“.
Die Gruppe 2, von 103 bis 112 Yardstick, ging an Peter Südbrock (WYC) auf „Thalassa“.
Gruppe 3, ab 113 Yardstick, wird von Bernd Rief (Nordstrand) auf „Mucki“ angeführt
Der Friesencup ging an Hargen Johannsen gefolgt von Kai Kröger und Peter Südbrock.
Detaillierte Info unter:  HYPERLINK “http://www.hsrv-husum.de/6Regatta/Friesen-Cup/Friesencup_2011_gesamt.pdf” http://www.hsrv-husum.de/6Regatta/Friesen-Cup/Friesencup_2011_gesamt.pdf
Verantwortlich für den Artikel: Thomas Oelers

 


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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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