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Strandbesucher gibt es auch im Winter…(to)

Auch im Winter lässt es sich an den Stränden der Insel Amrum gut aushalten.

Hauptsache auch bei Flut trockener Flosse ausruhen können...

Hauptsache auch bei Flut trockener Flosse ausruhen können...

Das wusste in der vergangenen Woche ein rund vier Wochen altes Kegelrobbenjunges zu schätzen. Hauptsache auch bei Flut trockener Flosse ausruhen können, war ihr anscheinend besonders wichtig.
Wie Armin Jeß vom Carl-Zeiss-Naturzentrum des Öömrang Ferian berichtete, handelte es sich um ein im Dezember letzten Jahres geborenes Tier, das vermutlich im Zuge des Sturmes in der vergangenen Woche an der Südspitze der Insel „strandete“. „An den bereits vorhandenen Fellwechselmarken kann man das Alter recht gut einschätzen“, weiß der Leiter des Zentrums. Die Kollegen auf Helgoland hatten zudem den Kegelrobbennachwuchs am 22.Dezember mit der Registrierungsmarke 616 versehen. „Vermutlich wurde die Kegelrobbe durch die Stürme der letzten Wochen ins Wattenmeer vertrieben. „Sicherlich fehlen rund 10 kg Körpergewicht beim Jungtier, um im Durchschnitt für das Alter zu liegen, aber ich räume dem abgestillten Tier gute Chancen ein“, zeigt sich Jeß zuversichtlich. Auf dem Kniepsand im Norden der Insel trifft man häufiger auf rastende Tiere, doch im Süden und dann noch direkt am Zugang zur Wandelbahn sind solche Besuche eher selten. Um dem Strandbesucher die nötige Ruhe zukommen zu lassen, hatten sich die Kollegen der Schutzstation Wattenmeer um den Schutz gekümmert. Natürlich war das Interesse an dem Gast groß. Aber speziell die Neugierde von freilaufenden Hunden können dann schnell zur Flucht führen. Ansonsten schaute die Robbe nur kurz auf um sich dann wieder zu entspannen.
Zum Ende der Woche hat die junge Kegelrobbe dann ihren mehrtägigen Aufenthalt an der Südspitze von Amrum beendet.
Verantwortlich für diesen Artikel: Thomas Oelers

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.
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