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Auf zu neuen Wegen…(kt)

Seit über acht Jahren begleitet Kirchenmusiker Freimut Stümke den Gottesdienst an der Orgel in der St.Clemens Kirche.

Familie Stümke

Familie Stümke

Jetzt wird er mit seiner Frau Iris und den Kindern Jasmin und Maj-Britt neue Wege einschlagen und freut sich auf seine neue Aufgabe in der Christusgemeinde in Wedel-Holstein.

Diese Neuigkeit traf viele in der Amrumer Gemeinde aus heiterem Himmel und sorgte an einigen Stellen für Unverständnis und kopfzerbrechende Gerüchte. Pastorin Friederike Heinecke und der Kirchenvorstand konnten in der Öffentlichkeitsstunde des Kirchenvorstandes Unklarheiten beseitigen und standen trotz hitziger Diskussionen den ca. 50 Gemeindemitgliedern mit ihren möglichen Antworten für fast eine Stunde zur Verfügung. Die musikalische Leistung von Freimut Stümke wurde vielfach gelobt und anerkannt und Iris Stümke bekam für den unermüdlich ehrenamtlichen Einsatz im Kinderchor, Jugendmusical, Kindergarten-Rhythmik, Dirigentin des Gesangvereins “Rüm Hart” und vielen weiteren musikalischen Events einen Extra-Applaus.
In zwölf Semestern hat Freimut Stümke das Studium zum Kirchenmusiker mit der A-Prüfung abschließen können und auf Amrum ging seine Arbeit weit über die Tasten der Kirchenorgel hinaus. Die Leitung des Posaunenchors und des Flötenkreises haben seine Arbeit ebenso bereichert wie die Leitung des Kirchen- und Gästechors, die Arbeit mit professionellen Musikern an den musikalischen Abendfeiern und das Mitwirken beim Konzert des Deutschen Ärztechors und -orchesters. Der musikalische Einsatz des Posaunenchors nach dem Gottesdienst in der Saison ist zu einem festen Ereignis geworden, an dem sich viele Gäste und Insulaner erfreuen. Die Zusammenarbeit mit seiner Frau Iris bei den beiden Kinderchören und dem Jugendmusical sorgten auf der Insel jedes Jahr wieder bei ihren Aufführungen für Begeisterung. Die Kinder- und Jugendarbeit der Kirchenmusik ist und war Freimut Stümke sehr wichtig, denn hier gilt es nicht nur musikalische Leistung zu bringen, sondern den Kindern auch die “Kirche” ein Stück näher zu bringen. “Auf der Insel haben wir Schätze, die es zu wahren gilt und einer davon ist unsere Kirchenmusik, darum sind wir hier”, eröffnete ein Gemeindemitglied die Öffentlichkeitsstunde und betonte seine Ermahnung an den Kirchenvorstand, das man schnellst möglich versuchen müsse die Stelle neu und gleichwertig zu besetzen damit Amrum an dieser kostbaren Stelle nicht “verarmt”. Es war den anwesenden Besuchern ein großes Anliegen Iris und Freimut Stümke zu danken für ihre Arbeit und diesen umfangreichen musikalischen Einsatz anzuerkennen. Berufliche Unstimmigkeiten und schulische Veränderungen waren die Gründe für die Familie Stümke neue Wege einzuschlagen. Eine große neue Aufgabe liegt nun vor der Pastorin Friederike Heineke. Für den Kirchenvorstand gilt es die Stelle des Kirchenmusikers neu zu besetzten und hier ist Hilfe von allen Seiten gefragt, denn die vielseitige und umfangreiche Arbeit von Freimut und Iris Stümke wird ein großes musikalisches Loch hinterlassen, was hoffentlich schnell gestopft werden kann.
Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen
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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

5 Kommentare

  1. Auch wir -Familie Auer aus Niederösterreich-können uns den Lobesworten nur anschließen und bedauern den Weggang sehr!
    In der Hoffnung auf ebenbürtige “Nachfolger”

    Moin , moin aus Österreich

  2. barbara-strauss@t-online.de

    Mit dem Amrufieber infiziert sein hat das nichts zu tun.Sie würden sicher gerne auf Amrum bleiben.Es hat bestimmte Gründe,warum sie die Insel verlassen.

  3. Bevor ich diesen Artikel las, hatten wir die traurige Kunde bereits von unseren Amrumer Freunden erfahren. Mein Mann und ich bedauern es sehr – hat doch das Ehepaar Stümke die “Musik-Welt” Amrums sehr geprägt. Seit vielen Jahren sind wir Gäste dieser schönen Insel. Das Singen bei Herrn Heldmann war schön, bei den Langenbachs schöner, bei Herrn Stümke am schönsten ! Und sicherlich ist ein angeblich nicht-vorhandener “Amrumvirus” der Grund des Wechsels ! Bleibt zu hoffen, dass Amrum nach Schließung der Bäder nicht noch mehr verliert und ein Nachfolger gefunden wird, der diese lange Musik-Tradition weiterführt. Für uns bleibt nur der Trost: Wedel ist entschieden näher an Hamburg als Amrum. Also verlieren wir die lieben Stümkes nicht aus den Augen !
    Ilse Scherrer, Hamburg

  4. Tief betroffen las ich diese Meldung!
    Es ist fast unverständlich, dass eine Kirchengemeinde einen so profilierten und, gemeinsam mit seiner Frau, so engagierten Menschen wegen ” innerer Querelen” gehen lässt.
    Kann es sein, dass die Unstimmigkeiten eher darauf beruhen,dass es sehr schwer ist, neben einem so großartigem Musiker, der überall beliebt ist und mit seiner Familie in das Inselleben integriert ist, bestehen zu können,
    Familie Stümke, Ihnen wünsche ich alles erdenklich Gute und eine Zukunft, die nicht so sehr von ” Verwaltungsarbeiten” bestimmt wird. Inge Käseberg

  5. Ich gönne Herrn Stümke diese Berufsverbesserung, denn er ist ein guter Musiker. Er ist auch ein lieber und netter Mensch. Für mich war es eine besondere Freude, daß er für den letzten Heiligabend mein friesiches Lied ” en engel kaam”, welches die Amrumer Gesangvereinen ablehnten, aber schon vor einigen Jahren in den Föhrer Landkirchen von den Chören gebracht wurde, mit dem Amrumer Kirchenchor einübte und zweimal in der Christnacht präsentierte.
    Von ganzem Herzen wünsche ich Freimuth Stümke und seiner Fammilie alles erdenklich Gute.

Amrumer Fotowettbewerb 2015